In dieser Arbeit soll eine Möglichkeit untersucht und aufgezeigt werden, Inhalte kultureller Bildung (etwa das Faktenwissen historischer Themen) mit dem emotionalen Erlebnis einer Entdeckung von Rätseln an einem historischen Ort zu kombinieren. Die nachhaltige Wirkung einer individuellen, emotionalen Erfahrung innerhalb einer Gemeinschaft ist überwiegend in der Erlebnispädagogik für Kinder und Jugendliche verortet, weniger in der Erwachsenenpädagogik. Fragestellung zur These: Ist eine „Schnitzeljagd nach Wissen“ kombiniert mit Team-Findung ein didaktischer Vermittlungsweg, der zugleich analytische und soziale Kernkompetenzen stärkt?
In seiner langjährigen Tätigkeit als Referent und Seminarleiter in diversen Bildungseinrichtungen für Erwachsene war es dem Autor immer wichtig, dass er die Teilnehmer durch seine eigene Leidenschaft am Thema emotional anspricht. Die zu vermittelnden Inhalte mit allen Sinnen erfahren zu können, verstärkt nach seiner Erfahrung den Lerneffekt.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Einleitung
- Zielsetzung und Forschungsfrage
- Aufbau der Arbeit
- Kulturelle Bildung in der Erwachsenenbildung
- Versuch einer Definition
- Zentrale Gedanken
- Frontalunterricht in der Erwachsenenbildung
- Bildungsbegriff eines „Klassikers“
- Vor- und Nachteile
- Erlebnispädagogik
- Zentrale Aspekte zum Bildungsbegriff „Erlebnispädagogik“
- Anwendungsmöglichkeit in Bezug auf kulturelle Bildung
- Bildungstheoretischer Vergleich der Vermittlungsmodelle
- Individuum und Kollektiv
- Autonomie und Selbstorganisation
- Die emotionale Komponente - Das Flow-Konzept
- Die konstruktivistische Perspektive: Ermöglichungsdidaktik
- Gegensätze und Schnittmengen
- Die Integration von Instruktion und Konstruktion - eine viable Synthese?
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einem Vergleich von Frontalunterricht und Erlebnispädagogik im Kontext der kulturellen Erwachsenenbildung. Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden Vermittlungsmodelle aufzuzeigen und ihre jeweilige Eignung für die Wissensvermittlung in diesem Bereich zu analysieren.
- Vermittlung von Wissen in der kulturellen Erwachsenenbildung
- Vergleich von Frontalunterricht und Erlebnispädagogik
- Analyse von Vor- und Nachteilen der beiden Vermittlungsmodelle
- Relevanz von individueller und gemeinschaftlicher Lernarbeit
- Integration von Instruktion und Konstruktion in Lernprozessen
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und den Aufbau der Arbeit vor. Das zweite Kapitel beleuchtet die kulturelle Bildung im Kontext der Erwachsenenbildung, während das dritte Kapitel den Frontalunterricht und seine Stärken und Schwächen untersucht. Kapitel vier behandelt die Erlebnispädagogik und ihre Bedeutung für die kulturelle Bildung. Im fünften Kapitel werden die beiden Vermittlungsmodelle in einem bildungstheoretischen Vergleich gegenübergestellt. Dieses Kapitel betrachtet verschiedene Aspekte wie Individuum und Kollektiv, Autonomie und Selbstorganisation, die emotionale Komponente, die konstruktivistische Perspektive und die Integration von Instruktion und Konstruktion.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Erwachsenenbildung, kulturelle Bildung, Frontalunterricht, Erlebnispädagogik, Vermittlungsmodelle, Individuum und Kollektiv, Autonomie und Selbstorganisation, emotionale Komponente, Flow-Konzept, konstruktivistische Perspektive, Ermöglichungsdidaktik, Integration von Instruktion und Konstruktion, sowie Wissensvermittlung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Hauptunterschied zwischen Frontalunterricht und Erlebnispädagogik?
Frontalunterricht setzt auf Instruktion und Wissensvermittlung durch den Lehrer, während Erlebnispädagogik auf Konstruktion durch emotionales Erleben in der Gemeinschaft setzt.
Was ist das Flow-Konzept in der Bildung?
Es beschreibt einen Zustand vollkommener Vertiefung in eine Tätigkeit, der durch die richtige Balance zwischen Herausforderung und Fähigkeit entsteht und den Lerneffekt verstärkt.
Kann Erlebnispädagogik in der Erwachsenenbildung sinnvoll sein?
Ja, insbesondere zur Stärkung sozialer Kernkompetenzen und zur emotionalen Verankerung von Faktenwissen durch gemeinschaftliche Aktivitäten wie eine 'Wissens-Schnitzeljagd'.
Was bedeutet 'Ermöglichungsdidaktik'?
Es ist ein konstruktivistischer Ansatz, bei dem der Lehrende nicht Wissen 'einfüllt', sondern Rahmenbedingungen schafft, in denen Lernende selbstständig Erkenntnisse gewinnen können.
Welche Rolle spielt kulturelle Bildung für Erwachsene?
Sie dient der Auseinandersetzung mit Geschichte und Werten und fördert sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Entwicklung.
- Quote paper
- Axel Voss (Author), 2015, Frontalunterricht und Erlebnispädagogik in der kulturellen Erwachsenenbildung. Ein bildungstheoretischer Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310144