Um den Mehrwert der Neuropsychologie für eine effektive Verbrechensbekämpfung zu erörtern soll zunächst der Begriff der Neuropsychologie, der bildgebenden Verfahren und der Gewaltkriminalität erläutert werden.
Im folgenden Kapitel soll erörtert werden, wie psychische Vorgänge materialisiert und somit mit körperlichen Vorgängen in Verbindung gebracht werden können. Dies soll zur Stärkung eines Verständnisses der neuropsychologischen Arbeit genutzt werden.
Das vierte Kapitel soll sich dann gezielt mit Delinquenz und einem objektiv messbaren Nachweis dafür befassen. Dazu soll auf Studien zu Pädophilie und Psychopathie im Rahmen der Gewaltdelinquenz Bezug genommen werden.
Zuletzt soll ein polizeiliches Zukunftsszenario erstellt werden, welches den Einsatz von bildgebenden Verfahren für eine effiziente Verbrechensbekämpfung implizieren könnte, um dieses dann kritisch zu beleuchten.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Einleitung
- Begriffsbestimmungen
- Gewaltkriminalität
- Neuropsychologie
- Bildgebende Verfahren
- Vom Seelischen zum Materiellem - Auf der Suche nach objektiven Beweisen für psychische Vorgänge
- Zur Geschichte der Neuropsychologie und des Leib-Seele Problems
- Freuds Verständnis von Körper und Seele
- Digitale Demenz als Nachweis für psychische Vorgänge
- Kriminalität als objektiv messbare Größe im menschlichen Gehirn
- Die historische Suche nach dem geborenen Verbrecher
- Das menschliche Gehirn als Betrachtungsgegenstand der Neuropsychologie
- Gewalt als Merkmal psychischer Krankheiten
- Neuropsychologische Studien zur Gewaltkriminalität
- Pädophilie als sichtbare psychische Krankheit im Gehirn
- Verbrechensbekämpfung im Zukunftsszenario
- Gehirnscan als Möglichkeit für eine effektive polizeiliche Verbrechensbekämpfung
- I. Szenario: Eine Ermächtigungsgrundlage der Polizei für den Einsatz eines Gehirnscans
- II. Szenario: mögliche Vorteile
- kritische Auseinandersetzungen
- II. Szenario: mögliche Vorteile
- I. Szenario: Eine Ermächtigungsgrundlage der Polizei für den Einsatz eines Gehirnscans
- Ein Merkmalkatalog als Grundlage für eine polizeilich präventive Gesetzesvorlage
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die Arbeit hat das Ziel, die Bedeutung der Neuropsychologie für die Verbrechensbekämpfung zu beleuchten. Sie erörtert, wie bildgebende Verfahren die Erkennung und Verhinderung von Gewaltdelikten möglicherweise revolutionieren könnten. Dabei stehen die potenziellen Vorteile und Risiken einer solchen Entwicklung im Fokus.
- Verbindung zwischen psychischen Vorgängen und neuronalen Prozessen
- Möglichkeiten und Grenzen der Neuropsychologie in der Kriminalitätsforschung
- Ethische und rechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Einsatz von Gehirnscans in der Strafverfolgung
- Die Bedeutung von objektiven Beweisen für die Beweisführung in Strafverfahren
- Zukunftsszenarien der Verbrechensbekämpfung im Kontext der Neuropsychologie
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Die Einleitung stellt die Thematik der Arbeit vor und diskutiert die Herausforderungen der Kriminalitätsbekämpfung im Kontext der neuropsychologischen Erkenntnisse. Das zweite Kapitel definiert die zentralen Begriffe: Gewaltkriminalität, Neuropsychologie und bildgebende Verfahren. Das dritte Kapitel beleuchtet die Beziehung zwischen psychischen Vorgängen und objektiven Beweisen, die durch bildgebende Verfahren gewonnen werden können. Es stellt den historischen Hintergrund der Neuropsychologie und die Frage nach der Lokalisierung des "Bösen" im Gehirn dar.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Gewaltkriminalität, Neuropsychologie, bildgebende Verfahren, Gehirnscan, Beweisführung, Strafverfolgung, Verbrechensbekämpfung, Zukunftsszenarien, Pädophilie, Psychopathie, und ethische Aspekte.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann Neuropsychologie bei der Verbrechensbekämpfung helfen?
Durch bildgebende Verfahren können neuronale Ursachen für Gewaltkriminalität, wie etwa Fehlfunktionen im Gehirn bei Psychopathie oder Pädophilie, identifiziert werden.
Was sind bildgebende Verfahren?
Techniken wie MRT oder CT, die es ermöglichen, die Struktur und Aktivität des lebenden menschlichen Gehirns sichtbar zu machen.
Gibt es den „geborenen Verbrecher“?
Die Arbeit beleuchtet die historische Suche nach biologischen Ursachen für Kriminalität und diskutiert moderne neuropsychologische Studien zur Delinquenz.
Welche ethischen Bedenken gibt es bei Gehirnscans durch die Polizei?
Kritisch hinterfragt werden die Verletzung der Privatsphäre, die Gefahr der Vorverurteilung (Stigmatisierung) und die rechtliche Zulässigkeit solcher „objektiven“ Beweise.
Könnte Pädophilie im Gehirn sichtbar gemacht werden?
Studien deuten darauf hin, dass bestimmte neuronale Aktivierungsmuster bei Pädophilie als sichtbare Merkmale im Gehirn identifiziert werden könnten.
- Quote paper
- Ewa Bedkowski (Author), 2013, Fortschritte der Neuropsychologie. Eine Grundlage für effektive Verbrechensbekämpfung durch die Polizei?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308954