Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Grundlagen des Risikomanagement und des Risikocontrolling zu erläutern. Zu diesem Zweck wird zunächst der Risikobegriff definiert. Anschließend werden das Risikomanagement und das Risikocontrolling voneinander abgegrenzt. Das Hauptaugenmerk liegt in diesem ersten Teil auf dem Risikomanagement-Prozess, der das Herzstück des Risikomanagement ist.
In der zweiten Hälfte der Arbeit werden ausgewählte Risikocontrolling-Instrumente erörtert. In diesem Rahmen wird zunächst die SWOT-Analyse beschrieben, die zu einer Systematisierung von Informationen beiträgt und potenzielle Chancen und Risiken schon in einem frühen Stadium kenntlich macht. Die dann folgende Szenario-Technik knüpft an die SWOT-Analyse an. Diese zeigt mögliche Entwicklungen der Zukunft auf und stellt Zusammenhänge dar. Im Rahmen der Risikobewertung wird das Instrumentarium Value at Risk thematisiert, das Risiken nicht nur qualitativ beurteilt, sondern ihnen quantitativ auch einen Wert gibt. Abschließend werden die sogenannten Risk-Maps erklärt, die der Risikoüberwachung dienen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der Risikobegriff
3 Das Risikomanagement
3.1 Ziele und Aufgaben
3.2 Begriffsdefinition
3.3 Rechtliche Grundlagen
3.4 Die Phasen des Risikomanagement - Prozess
4 Das Risikocontrolling
4.1 Ziele und Aufgaben
4.2 Begriffsdefinition
4.3 Abgrenzung Risikomanagement und Risikocontrolling
5 Ausgewählte Instrumente des Risikocontrolling
5.1 Die SWOT- und Szenarioanalyse zur Risikoidentifikation
5.2 Der Value at Risk (VaR) zur Risikobewertung
5.3 Risk-Maps zur Risikosteuerung und- Überwachung
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die grundlegenden Konzepte des Risikomanagements und des Risikocontrollings zu erläutern, beide Bereiche voneinander abzugrenzen und ausgewählte praktische Instrumente zur Risikobewertung und -überwachung vorzustellen.
- Grundlegende Definition des Risikobegriffs und Entscheidungstheorie
- Der Risikomanagement-Prozess als Herzstück der Risikosteuerung
- Abgrenzung zwischen Risikomanagement und Risikocontrolling
- Instrumente wie SWOT-Analyse, Szenariotechnik und Value at Risk
- Überwachung durch Risk-Maps zur Identifikation von Gefährdungspotenzialen
Auszug aus dem Buch
3.4 Die Phasen des Risikomanagement - Prozess
Der Risikomanagement-Prozess (RMP) ist das Herzstück des Risikomanagement. Grundsätzlich wird er in fünf Phasen unterteilt. Den eigentlichen Prozess bilden hierbei die Risikoidentifikation, Beurteilung und Steuerung. Parallel zu diesen Phasen verlaufen die Risiko- und Prozessüberwachung.
Die Risikoidentifikation steht am Anfang des Risikomanagementprozesses und ist richtungsweisend für alle weiteren Phasen. Um langfristig konkurrenzfähig zu sein, müssen Unternehmen Risiken eingehen, um die daraus resultierenden Chancen nutzen zu können. Je nach Branche werden Unternehmen von den unterschiedlichsten Risiken bedroht. Um ein erfolgreiches Risikomanagement zu betreiben, müssen in der Phase der Identifikation deshalb zunächst alle für das Unternehmen relevanten Risiken erfasst werden. Hierbei sollten auch die potenziellen Risiken erkannt werden.
An die Risikoidentifikation schließt die Risikobeurteilung an, die zur Analyse, Bewertung und Klassifizierung von Risiken eingesetzt wird. Das Ziel der Beurteilungsphase ist es, die Risiken herauszufiltern, die sich durch ein hohes Schadenspotenzial und ein sehr wahrscheinliches Eintreten auszeichnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die veränderten Rahmenbedingungen für Unternehmen und die Notwendigkeit eines Risikomanagements, insbesondere vor dem Hintergrund gesetzlicher Anforderungen wie dem KonTraG.
2 Der Risikobegriff: Dieses Kapitel definiert den Begriff Risiko basierend auf der Entscheidungstheorie, um eine klare Abgrenzung für die nachfolgenden Ausführungen zu schaffen.
3 Das Risikomanagement: Hier werden die Ziele, Aufgaben und rechtlichen Rahmenbedingungen des Risikomanagements sowie dessen zentraler Prozess detailliert beschrieben.
4 Das Risikocontrolling: Dieses Kapitel widmet sich den spezifischen Aufgaben des Risikocontrollings und verdeutlicht dessen Abgrenzung zum Risikomanagement durch eine funktionale Rollenverteilung.
5 Ausgewählte Instrumente des Risikocontrolling: Es werden praxisnahe Methoden wie die SWOT-Analyse, die Szenariotechnik, der Value at Risk und Risk-Maps zur Risikoidentifikation und -steuerung vorgestellt.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wachsende Bedeutung des Risikomanagements zusammen und hinterfragt die Effektivität gesetzlicher Vorgaben bei der praktischen Umsetzung im Unternehmen.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, Risikocontrolling, KonTraG, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikobegriff, SWOT-Analyse, Szenariotechnik, Value at Risk, VaR, Risk-Maps, Prozessüberwachung, Risikokultur, Existenzsicherung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements und des Risikocontrollings und untersucht deren gegenseitige Abhängigkeit sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Definition von Risiken, die Gestaltung des Risikomanagement-Prozesses, die Abgrenzung zwischen Risikomanagement und -controlling sowie die Vorstellung spezifischer Bewertungsinstrumente.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erläuterung der Grundlagen des Risikomanagements und des Risikocontrollings sowie die Vermittlung eines tieferen Verständnisses für die Steuerung unternehmerischer Risikopotenziale.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Vorgehensweise auf Basis der betriebswirtschaftlichen Literatur und relevanter Gesetzestexte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Risikomanagement-Prozesses und die praktische Anwendung von Instrumenten wie dem Value at Risk und der Szenarioanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Risikomanagement, Risikocontrolling, KonTraG, Risikoidentifikation, Value at Risk, SWOT-Analyse und Existenzsicherung.
Wie unterscheidet sich der Risikobegriff in dieser Arbeit von anderen Ansichten?
Die Arbeit folgt der entscheidungstheoretischen Perspektive, die zwischen symmetrischen und asymmetrischen Risiken unterscheidet und sich auf Letztere zur Risikosteuerung konzentriert.
Warum ist das Risikocontrolling laut der Arbeit für Manager wichtig?
Es dient der methodischen Unterstützung, der Informationsversorgung sowie der Sensibilisierung der Führungskräfte für Risiken und hilft, Fehlsteuerungen frühzeitig zu erkennen.
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- Matthäus Schüle (Author), 2014, Risikomanagement und Risikocontrolling. Eine Übersicht über die Grundlagen und Instrumente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308459