In der folgenden Arbeit soll untersucht werden, wie und unter welchen Bedingungen die Schaffung von extrinsischen Anreizen zur Verdrängung von intrinsischer Motivation führt sowie Implikationen für die Anreizsetzung im gesellschaftlichen Alltag abgeleitet werden.
Dazu werden zunächst die Begriffe intrinsische und extrinsische Motivation sowie extrinsischer Anreiz erklärt und voneinander abgegrenzt.
Im Anschluss daran werden zwei Theorien vorgestellt, die sich mit der Ursache des Verdrängungseffekts beschäftigen. Daraufhin wird in Kapitel 4 eine Auswahl an empirischen Belegen für den Verdrängungseffekt in Form von Experimenten und einer Metaanalyse präsentiert.
Es folgt auf Basis der Experimente und Theorien die Ableitung von Implikationen für das Setzten von Anreizen, woraufhin eine Schlussbetrachtung die Arbeit abschließt.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Symbolverzeichnis
1. Einleitung
2. Motivation
2.1 Intrinsische Motivation
2.2 Extrinsische Motivation
3. Der Verdrängungseffekt
3.1 Kognitive Evaluationstheorie
3.2 Theorie des prosozialen Verhaltens von Bénabou und Tirole
4. Empirische Belege
4.1 Das Laborexperiment „Click for Charity”
4.2 Feldexperiment zum Bau von Endlagern für Atommüll
4.3 Ergebnisse der Metaanalyse von Deci, Koestner und Ryan
5. Implikationen der Erkenntnisse
5.1 Anreizsetzung im Bereich prosozialer Aktivitäten
5.2 Anreizsetzung außerhalb des Bereichs prosozialer Aktivitäten
6. Schlussbetrachtung
Anhang
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Verdrängungseffekt (Crowding-out Effect)?
Er beschreibt das Phänomen, dass extrinsische Anreize (z. B. Geld) eine bereits vorhandene intrinsische Motivation (Spaß, Pflichtgefühl) schwächen oder ganz zerstören können.
Was ist der Unterschied zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation?
Intrinsische Motivation kommt von innen (Interesse an der Sache), während extrinsische Motivation durch äußere Faktoren wie Belohnung oder Bestrafung erzeugt wird.
Was besagt die Kognitive Evaluationstheorie?
Sie besagt, dass Belohnungen die Wahrnehmung von Selbstbestimmung und Kompetenz beeinträchtigen können, was zur Verdrängung der inneren Motivation führt.
Was zeigt das Experiment „Click for Charity“?
Das Experiment belegt empirisch, dass Probanden weniger Leistung für einen guten Zweck erbringen, wenn sie eine kleine Bezahlung erhalten, als wenn sie es rein ehrenamtlich tun.
Wann sollte man keine finanziellen Anreize setzen?
Vor allem bei prosozialen Aktivitäten oder Aufgaben, die bereits mit hoher Leidenschaft ausgeführt werden, können finanzielle Anreize kontraproduktiv wirken.
- Quote paper
- Benjamin Pussel (Author), 2015, Die Verdrängung intrinsischer Motivation durch extrinsische Anreize, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307909