Diese Hausarbeit analysiert die bilateralen Beziehungen zwischen Israel und der Tschechoslowakei von 1948 bis zum Slánský-Prozess 1952. In diesem Zeitraum wandelten sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern von Freundschaft zu Feindschaft. Die Tschechoslowakei war als Unterstützer des jüdischen Staates positioniert gewesen bis die Kommunistische Partei die dominante Macht im Staat wurde. Danach wurde der Staat zum Feind Israels. Jüdische Staatsbürger wurden verfolgt und antisemitische und antizionistische Meinungen kulminierten in Showprozessen.
Diese Entwicklung wird zunächst dargestellt. Danach soll die politische Szene Israels gegen Ende der 40er Jahre beschrieben werden. Darauf aufbauend wird Isreals Reaktion auf die Situation in der Tschechoslowakei sowie auf die Showprozesse im einzelnen analysiert.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG.
- ISRAEL ALS FEIND
- Wandel in Tschechoslowakei
- Kampf gegen Zionismus
- Sowjetunion als Auslöser
- DIE 50en JAHREN IN ISRAELISCHEN POLITIK
- Erste und zweite Regierung – linksorientiertes Israel?
- Diplomatische Beziehungen Israels mit Tschechoslowakei
- ENTTÄUSCHUNG UND ERBITTERUNG
- Reaktionen in der Politik..
- Malchut Jisrael.
- ABSCHLUSS..
- SUMMARY.
- LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht die Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen der Tschechoslowakei und Israel in den Jahren 1948 bis 1952, insbesondere im Kontext der politischen Prozesse, die als "Slánský-Prozess" bekannt sind. Die Arbeit analysiert, wie sich die Beziehungen von anfänglicher Freundschaft zu Feindschaft entwickelten und welche Faktoren zu diesem Wandel führten.
- Der Einfluss der kommunistischen Machtergreifung in der Tschechoslowakei auf die Beziehungen zu Israel.
- Die Rolle der Sowjetunion in der Eskalation des Konflikts.
- Die Entwicklung der politischen Szene in Israel und die unterschiedlichen Orientierungen der politischen Parteien.
- Der Einfluss von Antisemitismus und Antizionismus in der Tschechoslowakei auf die Beziehungen zu Israel.
- Die Reaktion Israels auf die sich verschlechternden Beziehungen und die antisemitischen Tendenzen in der Tschechoslowakei.
Zusammenfassung der Kapitel
Die erste Kapitel analysiert die Entwicklung der Beziehungen zwischen der Tschechoslowakei und Israel nach 1948, insbesondere den Übergang von Freundschaft zu Feindschaft, der mit dem Aufstieg der Kommunistischen Partei in der Tschechoslowakei einherging. Dieses Kapitel untersucht die Rolle der Sowjetunion und die Auswirkungen der antisemitischen und antizionistischen Strömungen in der Tschechoslowakei.
Die zweite Kapitel befasst sich mit der politischen Landschaft in Israel in den 1950er Jahren, insbesondere mit der Entstehung der ersten und zweiten Regierung und der Bedeutung der linksorientierten Parteien, deren Mitglieder hauptsächlich aus Kibbuzim stammten. Es werden die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und der Tschechoslowakei in diesem Kontext betrachtet.
Die dritte Kapitel untersucht die Reaktionen in der israelischen Politik auf die sich verschlechternden Beziehungen zur Tschechoslowakei und die antisemitischen Tendenzen. Die Kapitel beleuchtet die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die israelische Gesellschaft und die diplomatischen Bemühungen Israels, seine Interessen zu vertreten.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Israel, Tschechoslowakei, politische Prozesse, Antisemitismus, Antizionismus, Sowjetunion, Slánský und Ben Gurion. Sie analysiert die Beziehungen zwischen den beiden Ländern in einer komplexen historischen Epoche, die von politischer und ideologischer Umwälzung geprägt war.
Häufig gestellte Fragen
Wie entwickelte sich die Beziehung zwischen Israel und der Tschechoslowakei nach 1948?
Die Beziehung wandelte sich dramatisch von einer anfänglichen Unterstützung Israels (z. B. durch Waffenlieferungen) hin zu einer offenen Feindschaft nach der kommunistischen Machtergreifung.
Was war der Slánský-Prozess?
Ein antisemitischer Schauprozess in der Tschechoslowakei 1952, bei dem führende Kommunisten jüdischer Herkunft als "zionistische Agenten" verurteilt wurden.
Welche Rolle spielte die Sowjetunion bei diesem Stimmungsumschwung?
Die Sowjetunion forcierte den Kampf gegen den Zionismus im gesamten Ostblock, was die Tschechoslowakei dazu zwang, ihre zuvor freundschaftliche Politik gegenüber Israel aufzugeben.
Wie reagierte die israelische Politik auf die Verfolgungen in der Tschechoslowakei?
Israel reagierte mit Enttäuschung, Erbitterung und diplomatischen Protesten, insbesondere da viele israelische Politiker linke, pro-sozialistische Wurzeln hatten.
Warum galt Israel plötzlich als Feind der tschechoslowakischen Regierung?
Israel wurde im Kalten Krieg als Außenposten des US-Imperialismus wahrgenommen, und der Zionismus wurde als Bedrohung für die ideologische Einheit des kommunistischen Staates betrachtet.
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- Karolína Heroldová (Author), 2014, Von Freundschaft zu Feindschaft. Die Beziehung zwischen der Tschechoslowakei und Israel in den Jahren 1948-1952, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307759