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Zwischenberichterstattung börsennotierter Unternehmen - Vertiefende Darstellung der unterjährigen Steuerermittlung

Title: Zwischenberichterstattung börsennotierter Unternehmen - Vertiefende Darstellung der unterjährigen Steuerermittlung

Diploma Thesis , 2004 , 74 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Thomas Reitmayer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Zwischenberichterstattung wurde in Deutschland lange Zeit nicht als eigenständiges
Instrument der Kapitalmarktkommunikation wahrgenommen. In den
letzten Jahren ließ sich allerdings ein gesteigertes öffentliches Interesse an der
Zwischenberichtspublizität börsennotierter Gesellschaften beobachten.1
Die Gründe hierfür liegen unter anderem in der fortschreitenden Globalisierung.
Immer mehr deutsche Unternehmen weiten ihre Aktivitäten auf die internationalen
Märkte aus. Diese Tendenz führt zu einem steigenden Kapitalbedarf der Unternehmen,
welcher sich jedoch nicht durch reine Innenfinanzierungsmaßnahmen
decken läßt.2 Eine solide Eigenkapitalausstattung 3 ist aber die Grundvoraussetzung
zur Beschaffung von Fremdkapital an den internationalen Märkten.
Auf Grund dieser Tatsache drängen immer mehr deutsche Unternehmen an die
Börsen und bemühen sich dort um das Vertrauen der Aktionäre. Gerade wegen
der zahlreichen Skandale in den letzten Jahren ist die Risikobereitschaft der Aktionäre
deutlich zurückgegangen. Daher werden sich in Zukunft nur die Unternehmen
Kapital an den Börsen zu den marktüblichen Konditionen beschaffen
können, die den Aktionären die Möglichkeit geben sich ein verläßliches Bild über
die Erfolgsaussichten und die Renditeerwartungen ihres Unternehmens zu machen.
4
Dieses zunehmende Interesse eines immer größer werdenden Personenkreises
und der daraus resultierende Bedeutungszuwachs der Zwischenberichterstattung
sind der Anlaß für diese Arbeit.
1 Vgl. Alvarez M., Wotschofsky S., Zur Bedeutung der Zwischenberichtspublizität, in: DStR 2000, S. 1789
2 Vgl. Alvarez M., Wotschofsky S., Zwischenberichterstattung nach Börsenrecht/DRS, IAS und US-GAAP, 2. Aufl., Berlin
2003, S. 1
3 Die Eigenkapitalausstattung deutscher Unternehmen ist im internationalen Vergleich sehr gering.
4 Vgl. Rolvering A., Zwischenberichterstattung börsennotierter Kapitalgesellschaften, Herne/Berlin 2002, S. 1f.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Anlaß der Arbeit

1.2 Geschichte der Zwischenberichterstattung

1.3 Problemstellung

2 Untersuchungsgegenstand

2.1 Definition des Begriffes

2.2 Einordnung der Zwischenberichterstattung in das Publizitätssystem börsennotierter Gesellschaften

2.3 Ziele und Zielgruppe der Zwischenberichterstattung

3 Grundsätze und Methoden der unterjährigen Erfolgsermittlung

3.1 Grundsätze

3.1.1 Grundsatz der Wesentlichkeit

3.1.2 Grundsatz der Vergleichbarkeit

3.1.2.1 Vorbemerkungen

3.1.2.2 Horizontale Vergleichbarkeit

3.1.2.3 Vertikale Vergleichbarkeit

3.2 Verwendung von Schätzungen

3.3 Methoden

3.3.1 Vorbemerkungen

3.3.2 Integrativer Ansatz

3.3.3 Eigenständiger Ansatz

3.3.4 Kombinierter Ansatz

3.3.5 Zusammenfassende Darstellung

4 Zwischenberichterstattung nach IAS 34

4.1 International Accounting Standards (IAS)

4.2 International Accounting Standards Board (IASB)

4.3 Grundlegende Vorschriften

4.3.1 Zielsetzung von IAS 34

4.3.2 Aufstellungspflicht

4.3.3 Berichtszeitraum

4.3.4 Berichtsgegenstand

4.4 Mindestumfang der Berichterstattung nach IAS 34

4.4.1 Allgemeines

4.4.2 Bilanz

4.4.3 Gewinn- und Verlustrechnung

4.4.4 Eigenkapitalveränderungsrechnung

4.4.5 Kapitalflußrechnung

4.4.6 Ergänzende Angaben und Erläuterungen

4.4.7 Zusammenfassung

5 Darstellung des Ausweises der Position „Steuern“ in der unterjährigen Erfolgsermittlung

5.1 Problematik des alternativen Ausweises eines „Ergebnisses vor oder nach Steuern“

5.1.1 Vorbemerkungen

5.1.2 Steuern im Sinne des „Ergebnisses vor oder nach Steuern“

5.1.3 Auswirkungen des Wahlrechts auf den Informationswert des Zwischenberichtes

5.1.3.1 Beeinträchtigung des Informationswertes durch das Wahlrecht

5.1.3.2 Ausweis des „Ergebnisses vor Ertragsteuern“

5.1.3.3 Ausweis des „Ergebnisses nach Ertragsteuern“

5.1.3.4 Lösungsansatz

5.2 Steuern vom Einkommen und Ertrag

5.2.1 Grundlegende Probleme bei der unterjährigen Steuerermittlung

5.2.2 Ermittlung der Körperschaftsteuer

5.2.2.1 Bestimmung relevanter Einflüsse für die Körperschaftsteuer

5.2.2.1.1 Prognose des steuerpflichtigen Jahresergebnisses

5.2.2.1.2 Verlustvorträge

5.2.2.1.3 Verlustrückträge

5.2.2.1.4 Variable Steuersätze

5.2.2.1.5 Latente Steuern

5.2.2.1.5.1 Definition des Begriffs

5.2.2.1.5.2 Auswirkungen der latenten Steuern auf die Körperschaftsteuer

5.2.2.1.6 Steuergutschriften und steuerfreie Erträge

5.2.2.2 Ermittlung und Korrektur des prognostizierten Jahressteuersatzes

5.2.2.2.1 Vorgehensweise

5.2.2.2.2 Ermittlung der Körperschaftsteuer in Konzernen

5.2.2.3 Vorgehensweise bei verschiedenen unterjährigen Ergebnismustern

5.2.3 Ermittlung der Gewerbeertragsteuer

5.2.4 Zusammenfassung

5.3 Sonstige Steuern

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die Anforderungen an eine IAS-konforme Zwischenberichterstattung und untersucht insbesondere die komplexen steuerlichen Fragestellungen sowie die resultierenden Probleme bei der unterjährigen Ermittlung des Steueraufwands, um hierfür praktikable Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

  • Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen der Zwischenberichterstattung
  • Methoden der unterjährigen Erfolgsermittlung (integrativer vs. eigenständiger Ansatz)
  • Anforderungen und Mindestumfang gemäß IAS 34
  • Problematik des Steuerausweises im Zwischenbericht
  • Ermittlung von Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern im unterjährigen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Integrativer Ansatz

Der integrative Ansatz (integral view) sieht die Berichtsperiode als integralen Bestandteil der Jahresperiode an. Dabei wird davon ausgegangen, daß der Jahresabschluß das zentrale Interesse der Adressaten darstellt. Somit dient der Zwischenbericht nur dafür, das Geschäftsjahr zu unterteilen. Diesem Ansatz zufolge liegt die Hauptaufgabe der Zwischenberichterstattung darin, eine möglichst genaue Prognose des zu erwartenden Jahresergebnisses zu liefern.

Die ausgeprägteste Form dieses Ansatzes führt zu einem Ausweis von Planumsatz und Ergebnis. Dazu wird die Höhe aller ergebnisbestimmenden Komponenten, also auch die Umsatzerlöse, für das Geschäftsjahr geschätzt und geglättet. Es erscheinen somit in dem jeweiligen Zwischenbericht nicht die tatsächlich erzielten Umsatzerlöse, sondern die zeitanteilig geschätzten Jahresumsatzerlöse. Diese extreme Methode führt zu unterjährigen Umsätzen in gleicher Höhe, wenn von nachträglichen Korrekturen auf Grund neu gewonnener Erkenntnisse abgesehen wird.

Die Anwendung dieses extremen Ansatzes in der Praxis ist aus Sicht des Verfassers abzulehnen, da er gegen das Realisationsprinzip verstößt. Dieses stellt einen der zentralen Grundsätze der deutschen Rechnungslegung dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Zwischenberichterstattung als Instrument der Kapitalmarktkommunikation und umreißt die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit.

2 Untersuchungsgegenstand: In diesem Kapitel wird der Begriff der Zwischenberichterstattung definiert und in das bestehende Publizitätssystem börsennotierter Gesellschaften eingeordnet.

3 Grundsätze und Methoden der unterjährigen Erfolgsermittlung: Hier werden die wesentlichen Grundsätze wie Wesentlichkeit und Vergleichbarkeit erläutert sowie die verschiedenen methodischen Ansätze zur unterjährigen Erfolgsabgrenzung diskutiert.

4 Zwischenberichterstattung nach IAS 34: Dieses Kapitel widmet sich den spezifischen Vorschriften des IAS 34, einschließlich der Zielsetzung, des Mindestumfangs und der Bestandteile eines IAS-konformen Zwischenberichts.

5 Darstellung des Ausweises der Position „Steuern“ in der unterjährigen Erfolgsermittlung: Dieses Kapitel stellt das Kernstück der Arbeit dar und analysiert die Problematik des Steuerausweises sowie die komplexe Ermittlung von Ertragsteuern und anderen Steuerarten im Zwischenbericht.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Entwicklung hin zur verpflichtenden Berichterstattung nach IAS/IFRS sowie die europäische Transparenzrichtlinie kritisch aus Adressatensicht.

Schlüsselwörter

Zwischenberichterstattung, IAS 34, unterjährige Erfolgsermittlung, Kapitalmarktkommunikation, Realisationsprinzip, Körperschaftsteuer, Gewerbeertragsteuer, integrativer Ansatz, eigenständiger Ansatz, latente Steuern, Gewinnprognose, Anlegerschutz, Bilanzierung, Finanzbericht, Steuerermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an eine IAS-konforme Zwischenberichterstattung und untersucht insbesondere die methodischen und steuerrechtlichen Herausforderungen, die bei der unterjährigen Ermittlung von Erfolg und Steuern entstehen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Zwischenberichterstattung, die methodischen Ansätze der Erfolgsermittlung, die spezifischen Anforderungen von IAS 34 sowie die detaillierte Problematik des Steuerausweises und der Steuerberechnung ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Anforderungen an eine IAS-konforme Zwischenberichterstattung darzustellen, die spezifischen Probleme bei der unterjährigen Steueraufwandsermittlung aufzuzeigen und fundierte Lösungsvorschläge für die Praxis anzubieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Standards und steuerrechtlicher Vorschriften sowie der Diskussion wissenschaftlicher Theorien zur unterjährigen Erfolgsabgrenzung (z.B. Shillinglaw, Green, Köster).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die methodischen Ansätze (integrativ vs. eigenständig), die Anforderungen des IAS 34 sowie eine tiefgehende steuerliche Analyse, inklusive der Behandlung von Verlustvorträgen, variablen Steuersätzen und latenten Steuern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Zwischenberichterstattung, IAS 34, Erfolgsermittlung, Realisationsprinzip, Körperschaftsteuer und latente Steuern charakterisiert.

Warum wird der "integrative Ansatz" in der Arbeit kritisch hinterfragt?

Der Autor hinterfragt den integrativen Ansatz kritisch, da dessen extreme Ausprägungen gegen das Realisationsprinzip verstoßen und die Transparenz durch Glättungseffekte für den Leser beeinträchtigen können.

Wie unterscheidet sich die Behandlung von Verlustvorträgen im Zwischenbericht?

Die Arbeit diskutiert hierbei die Alternativen der sukzessiven Verrechnung gegenüber der Einrechnung in den effektiven Steuersatz und empfiehlt letztere als methodisch überlegen, um Ergebnisschwankungen und Verzerrungen zu vermeiden.

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Details

Title
Zwischenberichterstattung börsennotierter Unternehmen - Vertiefende Darstellung der unterjährigen Steuerermittlung
College
University of Cooperative Education Ravensburg
Grade
2,1
Author
Thomas Reitmayer (Author)
Publication Year
2004
Pages
74
Catalog Number
V30727
ISBN (eBook)
9783638319249
Language
German
Tags
Zwischenberichterstattung Unternehmen Vertiefende Darstellung Steuerermittlung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Reitmayer (Author), 2004, Zwischenberichterstattung börsennotierter Unternehmen - Vertiefende Darstellung der unterjährigen Steuerermittlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30727
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