Das vorrangige Forschungsziel dieser Literaturstudie besteht zunächst darin, Ordnung in die unübersichtliche Forschung zum Thema „Populismus“ zu bringen. Anhand verschiedener Kategorien soll daher im wissenschaftlichen Projekt ein Überblick über die Populismus-Forschung gelingen. Das wissenschaftliche Projekt konzentriert sich dabei eher auf generelle Aspekte des Populismus wie Definitionen und gesellschaftspolitische Umfelder oder Ursachen, fokussiert mit dem Rechtspopulismus aber auch eine spezifische Populismus-Variante.
Diese Synopse soll anschließend für die Bachelorarbeit fruchtbar gemacht und um weitere Aspekte ergänzt werden. Hier liegt der Schwerpunkt jedoch eindeutig auf dem Rechtspopulismus, der mit Hilfe des Framing-Ansatzes und inhaltsanalytischer Methoden untersucht werden soll. Ziel ist es hier vor allem, populistische Argumentations- und Deutungsmuster aufzuspüren und so empirisch nachzuweisen, in welchem Umfang bestimmte Parteien (rechts-)populistische Elemente aufgreifen.
Im Folgenden soll zunächst die Methodik, die dieser Literaturstudie zugrunde liegt, erläutert werden. Die Darstellung konzentriert sich dabei im Wesentlichen auf die maßgeblichen Kriterien für die Suche und Auswahl der hier untersuchten Literatur, thematisiert aber auch die Instrumente, die zur Umsetzung dieser Kriterien genutzt wurden. Anschließend sollen relevante, weil in der Forschung ubiquitär diskutierte, Themen, die sich aus der intensiven Lektüre der Literatur ergeben haben, diskutiert werden, um einen stringenten Überblick über die Materie zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
- Exkurs zum Begriff „Volk“
- Einleitung
- Literaturstudie
- Methodik
- Suchstrategie
- Formale Ebene
- Inhaltliche Ebene
- Eingesetzte Instrumente
- Auswahlstrategie
- Formale Ebene
- Inhaltliche Ebene
- Eingesetzte Instrumente
- Suchstrategie
- Methodik
- Populismus
- Zum Begriff „Populismus“: Forschungsagenden und Definitionsansätze
- Zum Scheitern einer Populismus-Theorie
- Forschungsagenden
- Definitionsansätze - Populismus nach Mudde (2004)
- Populismus als „,dünne Ideologie\"?!
- Populismus und die Dichotomie zwischen „Volk“ und „Elite“
- Das institutionelle Setting des Populismus
- Über das Verhältnis von Populismus und Demokratie
- Vorarbeiten: Die Säulen der Demokratie
- Populismus und Demokratie nach Canovan (1999)
- Populismus und das „institutionelle Dilemma“
- Populismus und Institutionalisierung
- Fallbeispiele
- Haider und die FPÖ
- Fortuyn und die LPF
- Schill und die Schill-Partei
- Zwischenfazit
- Populismus: Bedrohung oder Revitalisierung der Demokratie?
- Ursachen für populistischen Erfolg
- Populismus und Modernisierung
- Die Erosion der Parteiendemokratie
- Populismus und Medien
- Zwischenfazit
- Rechtspopulismus als exklusive Variante des „Populismus“-Konzepts
- Elektorale Entwicklung rechtspopulistischer Parteien
- Ideologie
- Ausblick - Rechtspopulistische Herausforderungen im Deutschland der Gegenwart
- Über das Verhältnis von Populismus und Demokratie
- Methodenkritik
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Populismus und untersucht dessen Ursachen, Folgen und Auswirkungen auf die Demokratie. Dabei liegt der Fokus auf einer kategoriengeleiteten Einführung in das Thema und der Analyse der verschiedenen Definitionsansätze und Forschungsagenden im Bereich des Populismus.
- Definition und Abgrenzung des Populismus-Begriffs
- Analyse des Verhältnisses von Populismus und Demokratie
- Untersuchung der Ursachen für den Aufstieg populistischer Bewegungen
- Bewertung der Auswirkungen des Populismus auf die politische Landschaft
- Behandlung des Rechtspopulismus als einer spezifischen Form des Populismus
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel widmet sich dem Begriff „Volk“ und seiner Bedeutung im Kontext des Populismus. Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit dar. Das zweite Kapitel behandelt die Methodik der Literaturstudie, die zur Erstellung dieser Arbeit durchgeführt wurde. Das dritte Kapitel analysiert den Begriff „Populismus“ und beleuchtet verschiedene Definitionsansätze und Forschungsagenden. Das vierte Kapitel untersucht das institutionelle Setting des Populismus und beleuchtet dessen Verhältnis zur Demokratie. Das fünfte Kapitel befasst sich mit den Ursachen für den populistischen Erfolg und analysiert die Rolle der Modernisierung, der Erosion der Parteiendemokratie und der Medien. Das sechste Kapitel widmet sich dem Rechtspopulismus als einer spezifischen Form des Populismus. Das siebte Kapitel bietet eine methodenkritische Reflexion der Arbeit, während das achte Kapitel ein Fazit zieht und die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammenfasst.
Schlüsselwörter
Populismus, Demokratie, Rechtspopulismus, Volk, Elite, Medien, Modernisierung, Parteiendemokratie, Forschungsagenden, Definitionsansätze, institutionelles Setting, Ursachen, Folgen, Auswirkungen.
Häufig gestellte Fragen
Wie definiert Cas Mudde Populismus?
Mudde definiert Populismus als eine „dünne Ideologie“, die die Gesellschaft in zwei homogene, gegensätzliche Gruppen unterteilt: das „reine Volk“ und die „korrupte Elite“.
Was ist der Unterschied zwischen Populismus und Rechtspopulismus?
Während Populismus ein allgemeiner Politikstil ist, verbindet Rechtspopulismus diese Methode mit exklusiven Ideologien wie Nativismus, Nationalismus und oft einer autoritären Grundhaltung.
Ist Populismus eine Bedrohung für die Demokratie?
In der Forschung wird dies ambivalent diskutiert. Einerseits kann Populismus als „Korrektiv“ wirken und vernachlässigte Themen aufgreifen (Revitalisierung), andererseits gefährdet er durch die Ablehnung pluralistischer Institutionen die liberale Demokratie.
Was sind Ursachen für den Erfolg populistischer Parteien?
Wichtige Faktoren sind Modernisierungsängste, die Erosion traditioneller Parteienbindungen, das Gefühl mangelnder Repräsentation sowie die Rolle der Medien, die populistische Provokationen oft verstärken.
Was bedeutet das "institutionelle Dilemma" des Populismus?
Populisten treten oft als Anti-Establishment-Bewegung an. Sobald sie Teil des Systems werden (z. B. durch Regierungsbeteiligung), geraten sie in einen Konflikt zwischen ihrer Rolle als "Außenseiter" und der Notwendigkeit zur Institutionalisierung.
- Zum Begriff „Populismus“: Forschungsagenden und Definitionsansätze
- Citar trabajo
- Lars Urhahn (Autor), 2015, Ordnung im Populismus. Aspekte, Projekte und Definitionen vom Populismus- zum Rechtspopulismusbegriff, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306539