Wie können Führungspersonen von Trainern aus dem Sport lernen ihre Mitarbeiter intrinsisch zu motivieren, um das Engagement der Mitarbeiter zu steigern? Diese Thesis stellt sich dieser Frage.
Die Gallup Studie untersucht jährlich den Zusammenhang zwischen Motivation, emotionaler Bindung und Arbeitsleistung von Mitarbeitern. Anhand der Ergebnisse dieser Studie wird deutlich, dass Mitarbeiter in Unternehmen wenig bis gar nicht motiviert sind und demnach offensichtlich die Instrumente zur Mitarbeitermotivierung von Unternehmen nicht greifen.
Diese Thesis soll aufzeigen, dass der bisher von Unternehmen oft gewählte Weg der extrinsischen Motivation der Mitarbeiter auf Dauer der falsche Weg ist. Im Sport baut alles auf der intrinsischen Motivation auf, da hier bereits die Erkenntnis gereift ist, dass Menschen die von außen dauerhaft motiviert werden müssen es nie bis an die Spitze schaffen. Der Antrieb für Topleistungen muss von jedem Sportler selbst kommen. Diese Thesis stellt einige Rahmenbedingungen vor, die Trainer schaffen, damit ihre Sportler hoch motiviert sind und dies auch bleiben. Des Weiteren werden Voraussetzungen aufgezeigt, auf die geachtet werden muss, um diese Rahmenbedingungen auch in die wirtschaftliche Praxis umzusetzen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Allgemeine Einführung
- Zielsetzung der Thesis
- Aufbau der Thesis
- Motivationstheoretische Grundlagen
- Motive und Anreize
- Motivation
- Intrinsische Motivation
- Extrinsische Motivation
- Motivationsprozess
- Motivationstheorien
- Das Flow-Konzept
- Wertewandel
- Motivation in Unternehmen und im Sport
- Materielle Instrumente
- Leistungslöhne
- Erfolgsbeteiligungen
- Kritik
- Geld als Motivator
- Der Verdrängungseffekt
- Der Selektionseffekt
- Warum auf intrinsische Motivation setzen
- Immaterielle Instrumente
- Arbeitsklima
- Vertrauen
- Motivation aus der Arbeit selbst
- Bezug zum Sport
- Wieso der Sport als Beispiel?
- Team
- Vertrauen im Sport
- Spaß am Spiel
- Zwischenfazit
- Umsetzung in der wirtschaftlichen Praxis
- Kommunikation
- Verstehbare Kommunikation
- Sinnstiftende Kommunikation
- Vertrauen aufbauen
- Aktive Kommunikation
- Relative soziale Gleichabständigkeit
- Subjektive Fairness
- Kongruenz zwischen Reden und Handeln
- Teambuilding
- Phasen der Teamentwicklung
- Steuerung und Moderation
- Flow-Erlebnis
- Zwischenfazit
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Thesis zielt darauf ab, die Notwendigkeit von intrinsischer Motivation in Unternehmen aufzuzeigen, indem sie zeigt, dass extrinsische Motivation auf Dauer nicht nachhaltig ist. Sie analysiert die Motivationsphänomene im Sport, insbesondere die Bedeutung intrinsischer Motivation für Spitzenleistungen, und untersucht die Übertragbarkeit dieser Erkenntnisse auf die betriebliche Praxis.
- Die Grenzen der extrinsischen Motivation in Unternehmen
- Intrinsische Motivation als Schlüssel zu nachhaltigem Engagement
- Übertragbarkeit von Motivationsstrategien aus dem Sport auf Unternehmen
- Die Rolle von Kommunikation und Vertrauen für die Förderung intrinsischer Motivation
- Die Bedeutung von Teambuilding und Flow-Erleben im Kontext von intrinsischer Motivation
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Situation in Unternehmen hinsichtlich Mitarbeitermotivation und stellt die Relevanz der Thesis dar. Sie führt die Studie von Gallup ein, die zeigt, dass fehlende Motivation Unternehmen hohe Kosten verursacht.
- Motivationstheoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Motive, Anreize und Motivation sowie die Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Es befasst sich mit verschiedenen Motivationstheorien und dem Flow-Konzept.
- Motivation in Unternehmen und im Sport: Dieses Kapitel untersucht die Anwendung von Motivationsinstrumenten in Unternehmen. Es beleuchtet sowohl materielle Instrumente wie Leistungslöhne und Erfolgsbeteiligungen als auch immaterielle Instrumente wie Arbeitsklima und Vertrauen. Anschließend wird der Sport als Vorbild für die Förderung intrinsischer Motivation vorgestellt.
- Umsetzung in der wirtschaftlichen Praxis: Dieses Kapitel widmet sich der Umsetzung der Erkenntnisse aus dem Sport in die betriebliche Praxis. Es beleuchtet die Bedeutung von Kommunikation, Vertrauen, Teambuilding und Flow-Erleben für die Förderung intrinsischer Motivation in Unternehmen.
Schlüsselwörter
Die Thesis befasst sich mit den Themen intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Motivationstheorien, Mitarbeitermotivation, Flow-Konzept, Sport, Teambuilding, Kommunikation, Vertrauen und die Übertragung von Konzepten aus dem Sport auf die Wirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was können Unternehmen vom Sport über Motivation lernen?
Unternehmen können lernen, dass Topleistungen vor allem durch intrinsische Motivation entstehen und dass rein materielle Anreize (extrinsisch) oft nicht nachhaltig wirken.
Was ist der Unterschied zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation?
Intrinsische Motivation kommt von innen (Spaß an der Sache, Sinnhaftigkeit), während extrinsische Motivation durch äußere Reize wie Geld, Boni oder Druck gesteuert wird.
Warum funktionieren rein finanzielle Anreize oft nicht?
Geld kann zum Verdrängungseffekt führen, bei dem die ursprüngliche Freude an der Arbeit durch die Jagd nach dem Bonus ersetzt wird, was die langfristige Bindung schwächt.
Was ist das Flow-Konzept?
Flow bezeichnet den Zustand des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit, der eintritt, wenn die Herausforderung exakt den Fähigkeiten entspricht – ein Idealzustand für hohe Motivation.
Wie können Führungskräfte Vertrauen aufbauen?
Durch aktive Kommunikation, subjektive Fairness, Kongruenz zwischen Reden und Handeln sowie die Schaffung eines positiven Arbeitsklimas, wie es Trainer im Sport vorleben.
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- Francisco Gardeweg (Author), 2015, Intrinsische Motivation. Was Unternehmen vom Sport lernen können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306237