Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit einem Schlüsseltext Franz Kafkas, der Erzählung "Das Urteil". Den Familien- und Generationenkonflikt zwischen dem Protagonisten Georg Bendemann und seinem Vater, damit die Handlungsführung und das Figurenpersonal beleuchtend, wird einerseits dem Begriff der Schuld und andererseits einigen, nicht von der Hand zu weisenden Analogien zur konkreten Lebenssituation des Jahrhundertwende-Autors auf den Grund gegangen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Hintergrund
- 3. Schuld und Unschuld in Franz Kafkas Das Urteil
- 3.1 Die Verhandlung - Zur Vater-Sohn-Beziehung
- 3.2 Die Verurteilung - Zum Vater-Sohn-Konflikt
- 3.3 Der Vollzug – Zum Selbstmord Georgs
- 4. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht die Uneindeutigkeit des Begriffs "Schuld" in Franz Kafkas Erzählung "Das Urteil". Sie analysiert die Beziehung zwischen Georg Bendemann und seinem Vater und untersucht, wie diese Beziehung als Gerichtsverhandlung interpretiert werden kann. Die Arbeit beleuchtet die Motive des Vaters, des Sohnes und des Urteils selbst, um die Frage zu beantworten, warum es zum Tod Georgs kommt.
- Die Vater-Sohn-Beziehung als Gerichtsverhandlung
- Das Urteil als metaphorische Darstellung von Schuld und Unschuld
- Die Ambivalenz des Schuldbegriffs in "Das Urteil"
- Die Rolle des Vaters und seine Motive
- Georgs Selbstmord als Vollstreckung des Urteils
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Seminararbeit ein und stellt "Das Urteil" als Schlüsseltext für Kafkas Werk vor. Sie beleuchtet die autobiographischen Elemente der Erzählung und hebt Kafkas besondere schriftstellerische Herangehensweise hervor. Der Hintergrund beleuchtet Kafkas persönliches Leben, insbesondere seine problematische Beziehung zu seinem Vater, und zeigt die autobiographischen Wurzeln der Erzählung auf. Das Kapitel über Schuld und Unschuld untersucht die Vater-Sohn-Beziehung als Gerichtsverhandlung, analysiert die Verhandlung, die Verurteilung und den Vollzug des Urteils sowie die Ambivalenz des Schuldbegriffs in der Erzählung.
Schlüsselwörter
Franz Kafka, Das Urteil, Vater-Sohn-Konflikt, Schuld, Unschuld, Gerichtsverhandlung, Selbstmord, autobiographische Elemente, poetologische Absichten, Familienstrukturen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Kafkas Erzählung „Das Urteil“?
Die Erzählung thematisiert einen eskalierenden Familien- und Generationenkonflikt zwischen dem Protagonisten Georg Bendemann und seinem dominanten Vater.
Wie lässt sich die Vater-Sohn-Beziehung interpretieren?
Die Beziehung kann als eine Art metaphorische Gerichtsverhandlung gesehen werden, in der der Vater den Sohn anklagt, verurteilt und schließlich in den Tod treibt.
Welche Rolle spielt der Begriff „Schuld“ in dem Werk?
Die Schuld in „Das Urteil“ ist ambivalent; es bleibt unklar, ob Georg eine reale Schuld trägt oder ob die „Schuld“ ein Konstrukt der väterlichen Autorität ist.
Gibt es autobiographische Bezüge in „Das Urteil“?
Ja, die Erzählung weist deutliche Analogien zu Kafkas eigener schwieriger Beziehung zu seinem Vater Hermann Kafka auf.
Warum begeht Georg Bendemann am Ende Selbstmord?
Der Selbstmord wird als sofortige Vollstreckung des väterlichen Todesurteils („Ich verurteile dich jetzt zum Tode des Ertrinkens!“) dargestellt, der sich Georg nicht entziehen kann.
- Arbeit zitieren
- B.A. Anna Stumpe (Autor:in), 2014, Schuld und Unschuld in Kafkas "Das Urteil", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306185