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Kennzahlengestützte Unternehmensanalyse

Title: Kennzahlengestützte Unternehmensanalyse

Research Paper (undergraduate) , 2002 , 58 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Daniel Kienzle (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Kreditinstitute und Sparkassen geraten wegen Kreditausfällen immer mehr unter Druck, Anleger verzweifeln aufgrund immer tiefer fallender Aktienkurse an den Börsen. Solche Schlagzeilen findet man in letzter Zeit zuhauf in Zeitungen und Nachrichten.
Gerade auch die Insolvenzen der Unternehmen wie Enron, Worldcom oder Comroad beweisen, wie wichtig in der heutigen Wirtschaft die Unternehmensanalyse und die Wirtschaftsprüfung geworden ist.
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen dürfte dieses Jahr nach Einschätzung der Wirtschaftsauskunft Creditreform auf über 40.000 klettern und somit der deutschen Wirtschaft die größte Pleitewelle der Nachkriegszeit einbringen, weshalb die Unternehmensanalyse bei der Kreditvergabe für die Kreditinstitute zunehmend essentieller wird.
Durch Basel II und den damit verbundenen neuen Eigenmittelvorschriften für Kreditinstitute wird gerade von den Banken eine qualitative Unternehmensbeurteilung für ihre Firmenkunden gefordert, um die Betriebe entsprechend ihrer Bonität zu „raten“ und somit eine Basis für eine risikoadäquate Konditionengestaltung zu schaffen.
Genauso wichtig ist die Unternehmensanalyse auch für potentielle Anleger. Um an den Kapitalmärkten erfolgreich zu sein, bedarf es einer umfangreichen Untersuchung der Unternehmen, bevor man sich für oder gegen eine Investition entscheidet.
Bei der Unternehmensanalyse wird unter Berücksichtigung der aktuellen und zu erwartenden Branchen- und Konjunkturentwicklungen die wirtschaftliche Lage und Aussicht der Betriebe untersucht. Sie dient zum einen den Kreditinstituten als Kreditwürdigkeitsprüfung, auch Bonitätsprüfung genannt, vor einer Krediteinräumung sowie für die
laufende Kreditüberwachung. Zum anderen soll der Finanzwert einer Gesellschaft untersucht und mit dessen Marktwert verglichen werden. Somit kann potentiellen Anlegern und Investoren geholfen werden, nach Unternehmen Ausschau zu halten, bei welchen der Finanzwert unter dem Marktwert liegt. Hierbei werden verschiedene Bilanz- und Kurskennzahlen
in Betracht gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung

1.2 Aufbau und Ziele dieser Arbeit

2 Die Jahresabschlussanalyse anhand von Bilanzkennzahlen

2.1 Liquiditätskennzahlen

2.1.1 Liquiditätsgrade

2.1.2 Anlagendeckung

2.2 Finanzwirtschafts- und Kapitalstrukturkennzahlen

2.2.1 Eigenkapitalquote

2.2.2 Dynamischer Verschuldungsgrad

2.3 Rentabilitätskennzahlen

2.3.1 Eigenkapitalrentabilität (EKR)

2.3.2 Gesamtkapitalrentabilität (GKR)

2.3.3 Umsatzrentabilität

2.4 Die Multivariate Diskriminanzanalyse (MDA)

2.5 Die weichen Faktoren der Unternehmensanalyse

3 Die Aktienanalyse

3.1 Finanzkennzahlen

3.1.1 Gewinn je Aktie

3.1.2 Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

3.1.3 Dynamisches Kurs-Gewinn-Verhältnis (PEG-Ratio)

3.1.4 Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) und Kurs-Cash-flow-Verhältnis (KCV)

3.1.5 Dividendenrendite

3.2 Barwertmodelle

3.2.1 Ertragswertmethode

3.2.2 Discounted Cash-flow Methode (DCF-Methode)

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Unternehmensanalyse durch die Anwendung elementarer Finanzkennzahlen, um eine fundierte Bewertung der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens zu ermöglichen. Dabei liegt der Fokus auf der Forschungsfrage, wie durch quantitative Bilanz- und Aktienkennzahlen sowie ergänzende qualitative Faktoren eine fundierte Prognose über die zukünftige Bonität und den fairen Unternehmenswert erstellt werden kann.

  • Systematische Analyse von Jahresabschlusskennzahlen zur Beurteilung der Bonität für Fremdkapitalgeber.
  • Untersuchung von Aktienkennzahlen und Barwertmodellen zur Bewertung aus Sicht der Eigenkapitalgeber.
  • Einsatz statistischer Verfahren wie der Multivariaten Diskriminanzanalyse (MDA) zur Insolvenzfrüherkennung.
  • Einordnung qualitativer "weicher Faktoren" zur ganzheitlichen Ergänzung der quantitativen Analyse.

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Multivariate Diskriminanzanalyse (MDA)

Die Multivariate Diskriminanzanalyse ist ein statistisches Verfahren, mit dem Unternehmen anhand von mehreren Variablen in „gesunde“ (solvente) und „ungesunde“ (insolvenzgefährdete) Gruppen klassifiziert werden. Die Variablen, mit denen die Gruppenzugehörigkeit bestimmt werden, sind die Bilanzkennzahlen. Multivariat bedeutet, dass eine Kombination mehrerer Kennzahlen nebeneinander zur Eingruppierung eingesetzt wird.

Falls nur eine Kennziffer zur Separation der Betriebe verwendet wird, handelt es sich um eine univariate Diskriminanzanalyse. Diese findet allerdings im Gegensatz zur MDA wenig Anwendung in der Bonitätsprüfung der Banken, da eine einzige Kennzahl nicht die gesamtwirtschaftliche Situation des Unternehmens abbilden kann, und es zu einer größeren Zahl von irrtümlichen Fehlklassifikationen kommen kann als bei der MDA.

Als Resultat einer MDA bekommt man eine lineare Diskriminanzfunktion und somit eine komprimierte Kennzahl. Sie setzt sich aus der Addition der unterschiedlich gewichteten Kennzahlen xm zusammen, wobei die Gewichtungsfaktoren am von ihrer möglichst hohen Trennfähigkeit in solvente und insolvenzgefährdete Unternehmen abhängen. Die Funktion ist dadurch ein Bonitätsindikator zur Früherkennung von Unternehmensfehlentwicklungen, der versucht, nicht analysierte Betriebe in die beiden Gruppen mit möglichst wenig Fehlklassifizierungen einzuordnen.

Bei eigentlich allen Diskriminanzfunktionen findet man eine Rendite-, eine Kapitalstruktur- und eine Kennzahl zum Kapitalrückfluss vor, wobei die Eigenkapitalquote die mit Abstand größte Bedeutung hat. Sie sollten dabei voneinander unabhängig sein und nicht miteinander korrelieren. Allgemein gilt, dass ein umso größerer Wert von D eine abnehmendere Insolvenzgefahr bedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Relevanz der Unternehmensanalyse für Kreditinstitute und Anleger im Kontext aktueller wirtschaftlicher Herausforderungen und Insolvenzrisiken.

2 Die Jahresabschlussanalyse anhand von Bilanzkennzahlen: Detaillierte Untersuchung von Liquiditäts-, Finanzstruktur- und Rentabilitätskennzahlen sowie statistischer Methoden und qualitativer Faktoren zur Beurteilung der Unternehmensbonität.

3 Die Aktienanalyse: Analyse von Kennzahlen für Eigenkapitalgeber wie Gewinn je Aktie, KGV und PEG-Ratio sowie Vorstellung von Barwertmodellen zur Bestimmung des fairen Wertes.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Kennzahlennutzung, wobei betont wird, dass eine Kombination mehrerer Kennzahlen und ein ganzheitlicher Blick für fundierte Analysen unerlässlich sind.

Schlüsselwörter

Unternehmensanalyse, Jahresabschlussanalyse, Bilanzkennzahlen, Aktienanalyse, Liquiditätsgrade, Eigenkapitalquote, Rentabilität, Cash-flow, Diskriminanzanalyse, Insolvenzprognose, Ertragswertmethode, Discounted-Cash-flow, KGV, Finanzstruktur, Bonitätsprüfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der fundierten Unternehmensanalyse unter Verwendung verschiedener quantitativer Kennzahlen aus dem Jahresabschluss sowie der Aktienanalyse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Jahresabschlussanalyse zur Fremdkapitalbeurteilung, die Aktienanalyse zur Bewertung für Investoren und die Anwendung der Multivariaten Diskriminanzanalyse zur Insolvenzfrüherkennung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beschreibung und Interpretation quantitativer Kennzahlen, um deren Aussagekraft für Kreditgeber und Eigenkapitalgeber bei der Entscheidungsfindung zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Neben der quantitativen Bilanzkennzahlenanalyse werden statistische Verfahren (Multivariate Diskriminanzanalyse) sowie Barwertmodelle zur Unternehmensbewertung angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Jahresabschlussdaten, die Untersuchung von Aktienkennzahlen wie KGV und PEG-Ratio sowie die Erläuterung von Barwertmodellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Unternehmensanalyse, Bilanzkennzahlen, Aktienanalyse, Rentabilität, Cash-flow und Insolvenzprognose.

Warum ist der dynamische Verschuldungsgrad für Banken so wichtig?

Er gibt an, in welchem Zeitraum die Effektivverschuldung theoretisch aus dem Cash-flow getilgt werden könnte, was für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit entscheidend ist.

Was ist die Hauptkritik an der Verwendung des KGV?

Die Hauptkritik besteht in der Abhängigkeit von unsicheren Gewinnprognosen und der fehlenden Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Branchen.

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Details

Title
Kennzahlengestützte Unternehmensanalyse
College
Karlsruhe University of Cooperative Education
Grade
1,4
Author
Daniel Kienzle (Author)
Publication Year
2002
Pages
58
Catalog Number
V30501
ISBN (eBook)
9783638317528
Language
German
Tags
Kennzahlengestützte Unternehmensanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Kienzle (Author), 2002, Kennzahlengestützte Unternehmensanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30501
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