Im Zuge der Globalisierung und der länderübergreifenden Tätigkeiten von Unternehmen gewinnen Bonitätsbeurteilungen immer mehr an die Bedeutung. Ein gutes Bonitätsrating öffnet Unternehmen die Tür zum nationalen und internationalen Kapitalmarkt, da es bei Geldgebern als wichtiges Kriterium für eine Investition gilt. Das von internationalen, marktführenden Ratingorganisationen bewertete Spektrum ist umfangreich und erlaubt dem Geldgeber einen schnellen Vergleich der Bonitätsrisiken unabhängig von Anlageform und Sitz des Emittenten.
Erhebliche, aus dem Wirtschaftswachstum resultierende liquide Mittel seitens der Anleger, stehen dem ansteigenden Finanzmittelbedarf von Unternehmen und staatlichen Institutionen gegenüber. Dies führt zu einem massiven Anstieg des Emissionsvolumens am Kapitalmarkt. Infolge der zunehmenden Verbriefung von Forderungen wird den Wertpapiermärkten eine immer höhere Bedeutung zuteil, was in einem gesteigerten Informationsbedarf bezüglich der Bonitätsrisiken dieser Wertpapiere resultiert.
Jedoch gilt es die statistisch eindeutig belegte Korrelation zwischen einem Rating und den Kapitalbeschaffungskosten an den Geld-, Kredit- und Kapitalmärkten zu beachten.
Ein hohes Ratingniveau bescheinigt dem Emittenten eine hohe Bonität. Ferner bekommt er bessere Geldbeschaffungskonditionen und verringert damit seine Kapitalkosten. Im Umkehrschluss gilt, je niedriger das Rating ist, desto höher die Zinsforderungen der Gläubiger, da die erwartete Risikoprämie steigt.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Problematik der wertorientierten Unternehmensführung
- Gang der Untersuchung
- Begriffserklärung und Abgrenzung der Eigenkapitalfinanzierung und der eigenkapitalähnlichen Formen der Fremdfinanzierung
- Eigenkapital und Eigenkapitalquote
- Mezzanine-Kapital
- Auswirkung der Eigenkapitalquote auf die Bonitätsprüfung eines Unternehmens am Kapitalmarkt
- Grundlage der Bonitätsprüfung
- Eigenkapitalquote als die wichtigste Ratingkennzahl
- Bonitätsprüfung als Mittel zur Reduzierung der Kapitalkosten im Finanzierungsprozess
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Eigenkapitalquote bei der Bonitätsbeurteilung von Unternehmen. Sie untersucht die Auswirkungen der Eigenkapitalquote auf die Kapitalkosten und die Möglichkeiten der Kapitalaufnahme. Dabei werden die Grundlagen der Bonitätsprüfung und die Rolle der Eigenkapitalquote als wichtige Ratingkennzahl beleuchtet.
- Die Bedeutung der Eigenkapitalquote für die Bonitätsbeurteilung von Unternehmen
- Die Auswirkungen der Eigenkapitalquote auf die Kapitalkosten
- Die Möglichkeiten der Kapitalaufnahme in Abhängigkeit von der Eigenkapitalquote
- Die Rolle der Eigenkapitalquote als wichtige Ratingkennzahl
- Die Bedeutung der Bonitätsprüfung für Unternehmen in der heutigen Zeit
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung
Die Einführung stellt die Problematik der wertorientierten Unternehmensführung dar und erläutert den Zusammenhang zwischen der Eigenkapitalquote und der Bonitätsbeurteilung. Sie hebt die Bedeutung der Kapitalstrukturstrukturanalyse hervor und zeigt, wie die Eigenkapitalquote das Finanzrisiko und das Bonitätsniveau beeinflusst.
Begriffserklärung und Abgrenzung der Eigenkapitalfinanzierung und der eigenkapitalähnlichen Formen der Fremdfinanzierung
Dieses Kapitel definiert den Begriff des Eigenkapitals und der Eigenkapitalquote. Es beleuchtet die verschiedenen Formen der Eigenkapitalfinanzierung und grenzt diese von den eigenkapitalähnlichen Formen der Fremdfinanzierung ab. Der Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung des Mezzanine-Kapitals.
Auswirkung der Eigenkapitalquote auf die Bonitätsprüfung eines Unternehmens am Kapitalmarkt
Das dritte Kapitel führt in das Thema Bonitätsbeurteilung ein und erläutert die Bedeutung der Eigenkapitalquote als wichtigste Ratingkennzahl. Es beschreibt verschiedene Ratingtypen und ihre Unterschiede. Darüber hinaus wird der Einfluss der Eigenkapitalquote auf die Kapitalkosten und die Möglichkeiten der Kapitalaufnahme dargestellt.
Schlüsselwörter
Eigenkapitalquote, Bonitätsbeurteilung, Rating, Kapitalkosten, Kapitalstruktur, Mezzanine-Kapital, Finanzrisiko, Kapitalmarkt, Unternehmensführung.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Eigenkapitalquote für die Bonität so wichtig?
Die Eigenkapitalquote gilt als die wichtigste Ratingkennzahl. Sie zeigt die finanzielle Stabilität eines Unternehmens und dient als Puffer gegen Verluste, was das Ausfallrisiko für Gläubiger senkt.
Wie beeinflusst ein Rating die Kapitalkosten?
Ein hohes Rating (gute Bonität) führt zu niedrigeren Zinsen und besseren Konditionen bei der Kreditaufnahme. Ein niedriges Rating erhöht die Risikoprämie und damit die Kapitalkosten massiv.
Was versteht man unter Mezzanine-Kapital?
Mezzanine-Kapital ist eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Es wird in der Bilanz oft wirtschaftlich dem Eigenkapital zugerechnet und kann so das Rating eines Unternehmens verbessern.
Welche Rolle spielen Ratingorganisationen am Kapitalmarkt?
Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Emittenten unabhängig. Ihre Urteile sind für Investoren weltweit ein zentrales Kriterium für Anlageentscheidungen.
Was ist eine wertorientierte Unternehmensführung?
Es ist ein Managementansatz, der darauf abzielt, den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Eine solide Eigenkapitalbasis ist dabei Voraussetzung für den Zugang zu günstigem Kapital.
Wie korrelieren Rating und Kapitalbeschaffung?
Es besteht eine statistisch eindeutige Korrelation: Je besser das Rating, desto einfacher und kostengünstiger ist der Zugang zu nationalen und internationalen Geld- und Kapitalmärkten.
- Quote paper
- Kateryna Furlet (Author), 2015, Die Bedeutung der Eigenkapitalquote bei der Bonitätsbeurteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303696