Die jüngste Finanzkrise lässt einige Nachwirkungen verspüren. Viele Großbanken trauen dem InvestmentBanking nicht mehr und scheuen das gestiegene Risiko. Eine Umorientierung zum vernachlässigten Privatkundengeschäft findet statt. Doch hier ist der Wettbewerb durch den Markteintritt vieler Neulinge wie den sogenannten NonBanks und vor allem den Direktbanken erheblich verschärft worden. Die etablierten Genossenschaftsbanken stellt dies vor enorme Herausforderungen.
Nicht nur der Bankenmarkt, sondern auch die Erwartungshaltung der Kunden bezüglich ihrer Bankverbindung hat eine Veränderung widerfahren. Hauptverantwortlich hierfür sind der technische Wandel und der daraus entstehende erhöhte Wettbewerb der Banken sowie die jüngste Finanzkrise.
Der heutige Bankkunde ist erheblich preissensibler und bequemer geworden. Er verlangt die Möglichkeit nach einer zeit- und ortsunabhängigen Verrichtung seiner Bankgeschäfte. Darüber hinaus sind die Ansprüche bezüglich der Beratungsqualität erheblich gestiegen. Auch das Sicherheitsbedürfnis bei der Inanspruchnahme von Bankdienstleistungen im Internet angesichts vermehrter Hackerangriffe in der Vergangenheit hat zugenommen. Nicht zuletzt wünschen sie sich ein wieder erstarktes Vertrauensverhältnis zu ihrer Bank. Aber auch allgemeine Transparenz spielt eine wichtige Rolle.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Entstehung und Bedeutung von Kundenzufriedenheit
- Das C/D-Paradigma
- Kundenbindung und ökonomischer Erfolg als Konsequenz von Kundenzufriedenheit
- Auswirkungen veränderter Rahmenbedingungen auf die Erwartungshaltung der Bankkundschaft
- Wesen und Strategie der Direktbanken
- Möglichkeiten zur Erreichung von Kundenzufriedenheit in Genossenschaftsbanken
- Produktpolitik
- Distributionspolitik
- Personalpolitik
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Studienarbeit befasst sich mit der Herausforderung, Kundenzufriedenheit in Genossenschaftsbanken zu erreichen, insbesondere im Kontext des wachsenden Einflusses von Direktbanken. Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des veränderten Marktumfelds auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Bankkunden und beleuchtet die Strategien, die Genossenschaftsbanken verfolgen können, um im Wettbewerb erfolgreich zu sein.
- Entwicklung der Kundenzufriedenheit im Bankensektor
- Einfluss von Direktbanken auf den Wettbewerb im Bankwesen
- Veränderte Bedürfnisse und Erwartungen der Bankkunden
- Strategien zur Steigerung der Kundenzufriedenheit in Genossenschaftsbanken
- Bedeutung der persönlichen Beratung in der heutigen Zeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Kundenzufriedenheit im Kontext von Genossenschaftsbanken ein und beschreibt die Relevanz der Thematik im aktuellen Marktumfeld. Das zweite Kapitel beleuchtet die Entstehung und Bedeutung von Kundenzufriedenheit im Allgemeinen, wobei das C/D-Paradigma sowie der Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit, Kundenbindung und ökonomischem Erfolg im Fokus stehen. Kapitel drei untersucht die Auswirkungen veränderter Rahmenbedingungen auf die Erwartungshaltung der Bankkundschaft und zeigt die Herausforderungen auf, die sich für Genossenschaftsbanken aus dem technischen Wandel, dem Wettbewerb und der jüngsten Finanzkrise ergeben. In Kapitel vier werden Wesen und Strategie von Direktbanken analysiert, wobei die Stärken und Schwächen dieses Geschäftsmodells im Detail betrachtet werden. Kapitel fünf beschäftigt sich mit den Möglichkeiten zur Erreichung von Kundenzufriedenheit in Genossenschaftsbanken, wobei insbesondere die Bereiche Produktpolitik, Distributionspolitik und Personalpolitik im Vordergrund stehen. Das Fazit fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Kundenzufriedenheit, Genossenschaftsbanken, Direktbanken, Bankkunden, Wettbewerb, Produktpolitik, Distributionspolitik, Personalpolitik, Finanzkrise, Kundenbindung, Erwartungshaltung.
Häufig gestellte Fragen
Warum stehen Genossenschaftsbanken unter Wettbewerbsdruck?
Durch den Markteintritt von Direktbanken und Non-Banks sowie ein verändertes Kundenverhalten nach der Finanzkrise hat sich der Wettbewerb verschärft.
Was ist das C/D-Paradigma?
Das Confirmation/Disconfirmation-Paradigma erklärt Kundenzufriedenheit als Ergebnis des Vergleichs zwischen Kundenerwartung und tatsächlicher Leistung.
Welche Erwartungen haben moderne Bankkunden?
Kunden fordern heute Preissensibilität, zeit- und ortsunabhängiges Banking sowie hohe Beratungsqualität und Datensicherheit.
Wie können Genossenschaftsbanken ihre Personalpolitik nutzen?
Durch persönliche Beratung und den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses können sie sich von rein digitalen Direktbanken abheben.
Was sind die Stärken von Direktbanken?
Direktbanken punkten oft durch günstigere Gebühren, einfache digitale Prozesse und ständige Erreichbarkeit ohne Filialnetz.
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- Tim Stolle (Author), 2015, Kundenzufriedenheit in Genossenschaftsbanken. Analyse der Beeinflussungsstrategien von Direktbanken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302709