Genossenschaftsbanken befinden sich angesichts diverser Rahmenbedingungen in einer Drucksituation. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang ausschnittsweise die Digitalisierung, die Globalisierung, die wachsenden Kundenansprüche und der demographische Wandel.
Dieses Gesamtgerüst versetzt Genossenschaftsbanken in eine Position, in der Handlungs- und Anpassungsbereitschaft unabdingbare Voraussetzungen sind. Andernfalls könnte die nachhaltige Existenz dieser Bankengruppe in diesem dynamischen Umfeld unter Bedrängnis geraten.
In der vorliegenden Ausarbeitung wird der Frage nachgegangen, wie sich ein Kreditinstitut des genossenschaftlichen Sektors den vielfältigen Leitplanken der heutigen Zeit anpassen könnte, um eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass es zunächst einer transparenten strategischen Positionierung bedarf. Es ist ein selbstkritischer Findungs- und anschließender Markenbildungsprozess voranzutreiben, der eine klare Abgrenzung zu Konkurrenten ermöglicht und dem Kunden einen Mehrwert kommuniziert. Mittels bedarfsgerechten kommunikations- und vertriebspolitischen Marketinginstrumenten ist dem Kunden ein breites Leistungsspektrum anzubieten, um den tendenziellen Marktanteilssteigerungen von Direktbanken und innovativen neuen Marktteilnehmern entgegenzuwirken.
Talentierte Bewerber könnten mithilfe eines optimierten Rekrutierungs- und Entlohnungskonzepts langfristig an die personalintensive Genossenschaftsbank gebunden werden.
Durch die Orchestrierung all dieser Maßnahmen könnte ein Fundament entstehen, durch das Genossenschaftsbanken auch für künftige Herausforderungen bestens gewappnet sind.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- Einführung: Ausgangssituation und Rahmenbedingungen
- Der Finanzdienstleistungssektor im Wandel
- Konkurrenzsituation
- Digitalisierung
- Kundenansprüche
- Engpassfaktor Personal
- Zukunftskonzept ,,Q110" der Deutschen Bank
- Vision
- Umsetzungsstrategie
- Empirische Studie: Der Kunde von morgen
- Vorgehensweise und Erwartungshaltung
- Resultat
- Konsequenzen für Genossenschaftsbanken
- Strategische Ausrichtung
- Markenbildung
- Marketing-Strategie
- Innovationsstreben
- Human Resource Management
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit der Frage, wie sich eine Genossenschaftsbank den Herausforderungen des sich wandelnden Finanzdienstleistungssektors stellen kann und welche Anpassungsstrategien zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit notwendig sind.
- Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf den Finanzsektor
- Steigende Kundenansprüche und veränderte Kundenerwartungen
- Wettbewerbsdruck durch neue Marktteilnehmer und Direktbanken
- Herausforderungen im Bereich Personalgewinnung und -bindung
- Strategische Positionierung und Markenbildung als wesentliche Erfolgsfaktoren
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die Ausgangssituation von Genossenschaftsbanken, die sich in einem dynamischen und wettbewerbsintensiven Umfeld befinden. Es werden die relevanten Rahmenbedingungen wie Digitalisierung, Globalisierung, Kundenansprüche und demographischer Wandel aufgezeigt, die Genossenschaftsbanken vor Herausforderungen stellen.
Kapitel 2 liefert einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Finanzdienstleistungssektor, insbesondere die Auswirkungen von Digitalisierung und Globalisierung. Zudem werden die Regulierungsanforderungen durch Basel III, MaRisk und CRD IV erläutert, die für kleinere und mittelgroße Kreditinstitute zusätzliche Herausforderungen darstellen.
In Kapitel 3 wird das Zukunftskonzept ,,Q110" der Deutschen Bank vorgestellt. Dieses Konzept zeigt auf, wie sich ein modernes Kreditinstitut den Anforderungen der Zukunft stellen kann. Dabei werden die Vision des Projekts und die angestrebte Umsetzungsstrategie erläutert.
Kapitel 4 befasst sich mit einer empirischen Studie, die die Ansprüche und Erwartungen zukünftiger Bankkunden analysiert. Die Vorgehensweise und die gewonnenen Ergebnisse werden detailliert dargestellt.
Kapitel 5 leitet auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse und des Zukunftskonzepts der Deutschen Bank Handlungsstrategien für eine Genossenschaftsbank ab, die zur Stabilisierung oder Stärkung der Marktposition beitragen können.
Schlüsselwörter
Genossenschaftsbanken, Finanzdienstleistungssektor, Digitalisierung, Globalisierung, Kundenansprüche, Wettbewerbsdruck, Zukunftskonzept, Q110, Markenbildung, Marketing, Innovationsstreben, Human Resource Management
Häufig gestellte Fragen
Welchen Herausforderungen stehen Genossenschaftsbanken aktuell gegenüber?
Genossenschaftsbanken sind durch die Digitalisierung, Globalisierung, wachsende Kundenansprüche und den demographischen Wandel einem starken Anpassungsdruck ausgesetzt.
Was ist das Ziel der vorliegenden Ausarbeitung?
Die Arbeit untersucht, wie sich Kreditinstitute des genossenschaftlichen Sektors an heutige Rahmenbedingungen anpassen können, um ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Welche Rolle spielt die Markenbildung für die Bank der Zukunft?
Eine klare Markenbildung und strategische Positionierung sind essenziell, um sich von Konkurrenten abzugrenzen und dem Kunden einen deutlichen Mehrwert zu kommunizieren.
Was verbirgt sich hinter dem Konzept „Q110“?
„Q110“ ist ein Pilotprojekt der Deutschen Bank, das als Beispiel für ein modernes Zukunftskonzept dient und zeigt, wie Visionen und Umsetzungsstrategien in der Bankenpraxis aussehen können.
Wie können Genossenschaftsbanken talentierte Mitarbeiter binden?
Durch optimierte Rekrutierungs- und Entlohnungskonzepte kann die personalintensive Genossenschaftsbank Fachkräfte langfristig an sich binden.
Welche Bedeutung hat das Innovationsstreben für Banken?
Kontinuierliches Innovationsstreben ist notwendig, um den steigenden Marktanteilen von Direktbanken und neuen, innovativen Marktteilnehmern entgegenzuwirken.
- Quote paper
- Lukas Lindemann (Author), 2015, Die Genossenschaftsbank der Zukunft am Beispiel eines praktizierten Pilotprojektes der Deutschen Bank AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301892