In diesem Essay wird erläutert, warum der Klimazertifikatshandel in Deutschland nicht zielorientiert umgesetzt wurde und welche bedeutende Rolle der Lobbyismus einnahm.
Inhaltsverzeichnis
- Der Klimazertifikatshandel ist in Deutschland nicht zielorientiert umgesetzt worden
- Emissionsrechtehandel als Instrument der Klimapolitik
- Das Coase-Theorem und die Allokationstheorie
- Die Europäische Emissionshandelsrichtlinie (2003/87/EC)
- Der Zertifikatshandel in den Phasen I-III
- Der Emissionshandel – ein Instrument mit Schwächen
- Die Überallokation und der Preisverfall
- Der Einfluss von Lobbyismus auf die Gestaltung des Systems
- Die Berücksichtigung von partikularen Interessen
- Ursachen für das Scheitern des Emissionshandels
- Die negativen Folgen des Klimawandels
- Die unzureichende Berücksichtigung von Externalitäten
- Der Einfluss politischer Rahmenbedingungen
- Die Kapazität der Vetoüberwindung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung des Emissionsrechtehandels in Deutschland und analysiert die Gründe für dessen fehlgeschlagene Zielerreichung. Die Arbeit zeigt auf, dass die Implementierung des Systems von verschiedenen Faktoren beeinflusst wurde, die zu einer Überallokation und einem Preisverfall der Emissionszertifikate führten.
- Der Einfluss von Lobbyismus auf die Gestaltung des Emissionshandels
- Die Bedeutung von Externalitäten und deren Berücksichtigung im Systemdesign
- Die Rolle politischer Rahmenbedingungen und die Kapazität der Vetoüberwindung
- Die Auswirkungen der Überallokation auf die Wirksamkeit des Emissionshandels
- Die Bedeutung einer zielgerichteten und effizienten Implementierung von Umweltpolitik
Zusammenfassung der Kapitel
- Der erste Teil der Arbeit analysiert den Emissionsrechtehandel als Instrument der Klimapolitik und beleuchtet die theoretischen Grundlagen des Coase-Theorems und die Einführung des EU-ETS.
- Der zweite Teil der Arbeit beleuchtet die Schwächen des Emissionshandels, insbesondere die Überallokation und den Preisverfall der Zertifikate, sowie den Einfluss von Lobbyismus auf die Gestaltung des Systems.
- Der dritte Teil der Arbeit untersucht die Ursachen für das Scheitern des Emissionshandels in Deutschland, unter anderem die unzureichende Berücksichtigung von Externalitäten, die Rolle politischer Rahmenbedingungen und die Kapazität der Vetoüberwindung.
Schlüsselwörter
Emissionsrechtehandel, Klimapolitik, Überallokation, Preisverfall, Lobbyismus, Externalitäten, Vetomacht, politische Rahmenbedingungen, EU-ETS, Coase-Theorem, Energiewende, Kyoto-Protokoll.
Häufig gestellte Fragen
Warum gilt der Emissionshandel in Deutschland als nicht zielorientiert?
Hauptgründe sind die massive Überallokation von Zertifikaten und der damit verbundene Preisverfall, was den Anreiz zur CO2-Einsparung minderte.
Welchen Einfluss hatte der Lobbyismus auf das System?
Lobbyismus führte dazu, dass partikulare Interessen der Industrie stark berücksichtigt wurden, was zu Ausnahmeregelungen und einer zu hohen Zuteilung von kostenlosen Zertifikaten führte.
Was besagt das Coase-Theorem im Kontext der Klimapolitik?
Es besagt, dass bei klar definierten Eigentumsrechten und niedrigen Transaktionskosten Marktakteure externe Effekte (wie Verschmutzung) effizient durch Verhandlungen internalisieren können.
Was ist das EU-ETS?
Das EU-ETS ist das Europäische Emissionshandelssystem, das als zentrales Instrument der EU zur Senkung von Treibhausgasemissionen dient.
Was bedeutet „Vetoüberwindung“ in der Umweltpolitik?
Es beschreibt die politische Fähigkeit, gegen den Widerstand mächtiger Interessengruppen (Vetospieler) notwendige ökologische Reformen durchzusetzen.
- Quote paper
- Annike Abromeit (Author), 2013, Emissionsrechtehandel in Deutschland. Zur Umsetzung des Klimazertifikatshandels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299716