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Engel oder Heuschrecken? "Private Equity" aus wirtschaftsethischer Sicht

Title: Engel oder Heuschrecken? "Private Equity" aus wirtschaftsethischer Sicht

Master's Thesis , 2014 , 66 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefan Tobler (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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Private Equity Investoren wurden von Franz Müntefering weiland als Heuschrecken bezeichnet. Anderseits werden sie insbesondere bei Investments in Start-Ups häufig auch als Business-Angels bezeichnet. Sind diese Leute nun Engel oder Heuschrecken? Sind solche polarisierenden Bezeichnungen angebracht?

Der Autor stellt die Arbeit von Private Equity Investoren den wirtschaftethischen Theorien von Peter Ulrich und Karl Hohmann gegenüber und stellt kritische Fragen insbesondere zur Wirkung der bei "Leveraged-Buyouts" meistens sichtbaren hohen Fremdverschuldung auf das ethische Gebaren von Unternehmungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Persönliche Verbindung zu Private Equity

2. Beschreibung meiner Praxissituation und Definition der Fragestellungen

2.1. Kurzbeschreibung meiner Aktivitäten im Bereich Private Equity

2.2. Konkret erfahrene ethische Dilemmatas

2.3. Fragestellungen dieser Arbeit

3. Philosophie

3.1. Auswahl der relevanten Autoren

3.2. Theoretische Grundlagen der Wirtschaftsethik von Peter Ulrich

3.3. Theoretische Grundlagen der Wirtschaftsethik von Karl Homann

3.4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Positionen Ulrichs und Homanns

3.5. Gewinnmaximierung aus der Sicht der Autoren Ulrich und Homann

4. Private Equity aus der Sicht der wirtschaftsethischen Positionen

4.1. Vertretbarkeit des Handels mit Unternehmen

4.2. Vertretbarkeit hoher Gewinne

4.3. Zusammenhang zwischen Finanzkraft und ethischem Verhalten

4.4. Ethische Problematik der bewusst hohen Verschuldung

4.5. Gesamtbeurteilung von Private Equity aus wirtschaftsethischer Sicht

4.6. Persönliche Schlussfolgerungen des Autors

4.7. Klärungsbedarf/ mögliche weiterführende Arbeiten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der wirtschaftlichen Tätigkeit von Private-Equity-Investoren und den ethischen Anforderungen einer sozial verantwortlichen Marktwirtschaft, um zu prüfen, ob die in der öffentlichen Debatte oft als "Heuschrecken" bezeichneten Akteure aus wirtschaftsethischer Sicht kritisch zu beurteilen sind.

  • Analyse und Vergleich der wirtschaftsethischen Positionen von Peter Ulrich und Karl Homann.
  • Untersuchung der Vertretbarkeit von Unternehmenshandel und Gewinnmaximierung.
  • Diskussion der ethischen Relevanz von Finanzkraft und Verschuldungsgraden (Leverage-Effekt).
  • Synthese der theoretischen Ansätze zur Bewertung der Private-Equity-Branche.

Auszug aus dem Buch

4.4. Ethische Problematik der bewusst hohen Verschuldung

PEF werden häufig dafür kritisiert, dass von ihnen übernommene Unternehmen eine hohe Verschuldung aufweisen. Regelmässig setzen die finanzstarken Investoren bei den Übernahmen minimale eigene Mittel ein. Ein möglichst hoher Anteil der Kaufpreise wird durch Bankkredite finanziert. Der Grund dafür ist der sogenannte Leverage-Effekt. Im Falle einer Unternehmenswertsteigerung wird mittels einer möglichst tiefen Eigenfinanzierung eine optimale Rendite erzielt. Der Leverage-Effekt wird in der Beilage 3 anhand eines einfachen Beispiels (Kauf und Verkauf eines Hauses mit unterschiedlich hohen Hypotheken) erklärt.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist die Nutzung des Leverage-Effekts nachvollziehbar und sinnvoll. Das Vorgehen ist legal und die Banken gehen die entsprechenden Risiken bewusst ein. Für die hohen Bankkredite müssen hohe periodische Rückzahlungen geleistet werden, welche durch die Unternehmen zu erwirtschaften sind.

Aufgrund dieser Finanzierungsstrukturen sind die Spielräume der Unternehmen bezüglich Liquidität oftmals stark begrenzt. Eine Verschlechterung des Geschäftsgangs oder die Notwendigkeit einer nicht geplanten Investition können dazu führen, dass Liquiditätsprobleme entstehen.

Aus ökonomischer Sicht wird argumentiert, dass diese Ressourcenknappheit das Management motiviert, mit den vorhandenen Mitteln haushälterisch umzugehen und keine sinnlosen Investitionen wie beispielsweise Prestige-Projekte zu tätigen. Es resultiert eine disziplinierende Wirkung und häufig eine Effizienzsteigerung.

Aus ethischer Sicht ist die Praxis der bewusst hohen Verschuldung jedoch zu hinterfragen. Leider nehmen weder Ulrich noch Homann zum Thema der Verschuldung bei den von PEF strukturierten Transaktionen Stellung. Es muss also der Versuch unternommen werden, aufgrund ihrer allgemeinen Positionen entsprechende Thesen abzuleiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Persönliche Verbindung zu Private Equity: Der Autor erläutert seine berufliche Vergangenheit als Mitakteur bei verschiedenen Investitionen und seine erste Berührung mit der öffentlichen "Heuschrecken"-Debatte.

2. Beschreibung meiner Praxissituation und Definition der Fragestellungen: Darstellung der eigenen Investitionstätigkeit sowie Identifikation von Dilemma-Situationen, aus denen vier zentrale Forschungsfragen abgeleitet werden.

3. Philosophie: Umfassende theoretische Auseinandersetzung mit den Wirtschaftsethik-Ansätzen von Peter Ulrich und Karl Homann, inklusive eines Vergleichs ihrer Positionen.

4. Private Equity aus der Sicht der wirtschaftsethischen Positionen: Anwendung der theoretischen Grundlagen auf die Praxis des Private Equity, unter Berücksichtigung von Handel, Gewinn, Finanzkraft und Verschuldung.

Schlüsselwörter

Private Equity, Wirtschaftsethik, Peter Ulrich, Karl Homann, Gewinnmaximierung, Leverage-Effekt, Unternehmensethik, Finanzkapitalismus, Soziale Marktwirtschaft, Unternehmenshandel, Stakeholder-Ansatz, Standortwettbewerb, Moral, Wirtschaftsordnung, Verschuldung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Private-Equity-Branche aus einer wirtschaftsethischen Perspektive, um die Kritik an solchen Investoren auf ihre moralische Haltbarkeit hin zu prüfen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die ethischen Grundlagen der Marktwirtschaft, die Rolle der Gewinnmaximierung, die Auswirkungen von hoher Fremdfinanzierung sowie die moralische Verantwortung von Investoren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, objektiv zu untersuchen, ob Private-Equity-Investoren ethisch als "Heuschrecken" verurteilt werden müssen oder ob ihr Handeln innerhalb einer Marktwirtschaft ethisch vertretbar bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse der wirtschaftsethischen Konzepte von Peter Ulrich und Karl Homann, die er auf seine eigene praktische Erfahrung und konkrete Dilemma-Situationen anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Diskussion der Ansätze von Ulrich und Homann sowie eine praxisnahe Anwendung dieser Theorien auf die spezifischen Geschäftspraktiken von Private-Equity-Fonds.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Private Equity, Wirtschaftsethik, Gewinnmaximierung, Leverage-Effekt sowie die Begriffe Unternehmensethik und soziale Marktwirtschaft.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Leverage-Effekts?

Er erkennt an, dass der Effekt betriebswirtschaftlich legal und oft disziplinierend wirkt, räumt jedoch ein, dass die damit verbundene hohe Verschuldung ethisch problematisch ist, da sie das Management unter existenziellen Druck setzt.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der "Heuschrecken"-Kritik?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Begriff der "Heuschrecken" für Private-Equity-Investoren unangemessen ist, da diese sich meist gesetzeskonform verhalten und ihr Handeln in der Regel keinen intrinsisch unethischen Tatbestand darstellt.

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Details

Title
Engel oder Heuschrecken? "Private Equity" aus wirtschaftsethischer Sicht
College
University of Luzern
Course
Philosophie und Management
Grade
1,0
Author
Stefan Tobler (Author)
Publication Year
2014
Pages
66
Catalog Number
V298677
ISBN (eBook)
9783656951087
ISBN (Book)
9783656951094
Language
German
Tags
engel heuschrecken private equity sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Tobler (Author), 2014, Engel oder Heuschrecken? "Private Equity" aus wirtschaftsethischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298677
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