Die deutsche Demokratie steckt in einem Dilemma. In kaum einer anderen westlichen Demokratie ist die Zahl der Nichtwähler und die Politikverdrossenheit in den vergangenen Jahrzehnten so stark angestiegen wie in Deutschland.
Spätestens seit Anfang des Jahrtausends werden die „Neuen Medien“ als Allheilmittel angepriesen, da sie als barrierefreie, zeit- und kostengünstige Alternative die Chance zur umfassenden Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben in einer Demokratie bieten. Mehr Information, mehr Transparenz, mehr Bürgerbeteiligung, mehr Legitimation. Das Dilemma wäre entschärft.
Sind die Erwartungen an die revolutionäre Kraft des Internets realistisch? Sind wir auf dem Weg in eine elektronische Demokratie?
Die vorliegende Hausarbeit gibt einen Überblick über den Stand der e-Democracy in Deutschland. Hierzu werden in Kapitel 2 die e-Democracy und ihre Bestandteile zunächst erläutert und wissenschaftlich eingeordnet, um dann in Kapitel 3 auf Rahmenbedingungen und aktuelle Anwendungen von
e-Democracy in Deutschland einzugehen. Mit Rücksicht auf die Vorgaben für diese Hausarbeit werden die Aspekte behandelt, die in Deutschland besonders diskutiert wurden und werden. Die anschließende Bewertung und ein Fazit runden die Ausführungen ab.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition von e-Democracy
- Begriffsbestimmung und Bestandteile
- e-Democracy im Kontext von e-Government
- Stand der e-Democracy in Deutschland
- Ausgangssituation
- Aktueller Stand
- Bewertung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem aktuellen Stand der e-Democracy in Deutschland. Ziel ist es, die Entwicklung der e-Democracy in Deutschland zu beleuchten, ihre Bedeutung im Kontext von e-Government zu analysieren und Herausforderungen sowie Chancen der digitalen Bürgerbeteiligung aufzuzeigen.
- Entwicklung der e-Democracy in Deutschland
- Bedeutung von e-Democracy im Kontext von e-Government
- Chancen und Herausforderungen der digitalen Bürgerbeteiligung
- Analyse der aktuellen Anwendungen von e-Democracy in Deutschland
- Bewertung des Standes der e-Democracy in Deutschland
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Thema ein und beleuchtet die aktuelle Situation der Demokratie in Deutschland. Es werden die Herausforderungen durch die zunehmende Politikverdrossenheit und den Anstieg der Nichtwählerzahlen beschrieben. Im zweiten Kapitel wird der Begriff der e-Democracy definiert und ihre wichtigsten Bestandteile werden erläutert. Es werden verschiedene Perspektiven auf die e-Democracy aus unterschiedlichen Disziplinen aufgezeigt. Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Stand der e-Democracy in Deutschland. Es werden die Ausgangssituation, aktuelle Anwendungen und Herausforderungen der e-Democracy in Deutschland analysiert und bewertet. Das vierte Kapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Hausarbeit zusammen.
Schlüsselwörter
e-Democracy, Bürgerbeteiligung, e-Government, digitale Demokratie, Politikverdrossenheit, Informations- und Kommunikationstechnologien, politische Partizipation, Online-Abstimmung, Wahlbeteiligung, politische Kontrolle.
Häufig gestellte Fragen
Was ist e-Democracy?
e-Democracy bezeichnet den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, um demokratische Prozesse zu unterstützen, die Bürgerbeteiligung zu erhöhen und politische Transparenz zu schaffen.
Wie unterscheidet sich e-Democracy von e-Government?
Während e-Government sich primär auf die Digitalisierung von Verwaltungsabläufen und Behördendienstleistungen konzentriert, zielt e-Democracy auf die politische Teilhabe und Willensbildung ab.
Kann e-Democracy die Politikverdrossenheit in Deutschland lösen?
Neue Medien werden oft als „Allheilmittel“ gegen Politikverdrossenheit gepriesen, da sie barrierefreie Teilhabe ermöglichen. Ob dies jedoch die tieferliegenden Ursachen der Nichtwählerzahlen löst, bleibt umstritten.
Welche Chancen bietet die digitale Bürgerbeteiligung?
Sie bietet mehr Information, Transparenz und eine kostengünstige Möglichkeit für Bürger, sich aktiv in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einzubringen.
Was sind die Risiken von e-Democracy?
Zu den Risiken gehören der mögliche Verlust politischer Kontrolle, die digitale Spaltung der Gesellschaft (nicht jeder hat Zugang) sowie Sicherheitsbedenken bei Online-Abstimmungen.
Wie ist der aktuelle Stand der e-Democracy in Deutschland?
Die Arbeit bewertet den aktuellen Stand kritisch und analysiert verschiedene Anwendungen, wobei Deutschland im Vergleich zu anderen westlichen Demokratien noch Entwicklungspotenzial aufweist.
- Quote paper
- Ri Sa (Author), 2015, "e-Democracy" in Deutschland. Chance für mehr Demokratie oder Verlust politischer Kontrolle?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298617