Der Leistungsdruck der deutschen SchülerInnen wird immer größer, der Stress wächst, die Frustration ist immens. Ständig kommen neue Prüfungen hinzu, die die SchülerInnen überfordern. Was in der Schulzeit vor 2006 undenkbar gewesen wäre, ist nun Fakt: die SchülerInnen werden mit Prüfungen überhäuft. Im Folgenden werde ich in dieser Hausarbeit versuchen einen kritischen Blick auf die SchülerInnen und Schulzeit von heute zu werfen.
Inhaltsverzeichnis
1) Einleitung
2) Gründe der Einführung von Prüfungen in den Jahren 1999 - 2007
3) Kritik
4) Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit setzt sich kritisch mit der Zunahme von standardisierten Prüfungsformaten und strukturellen Veränderungen im nordrhein-westfälischen Schulsystem zwischen 1999 und 2010 auseinander, um die Auswirkungen auf Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zu beleuchten.
- Einführung und Analyse von zentralen Abschlussprüfungen (ZAP's)
- Bedeutung und Folgen von Lernstandserhebungen (LSE)
- Kritische Würdigung des Zentralabiturs
- Auswirkungen der Verkürzung der Schulzeit (Turbo-Abi)
- Psychische Belastung durch steigenden Leistungsdruck
Auszug aus dem Buch
Gründe für die Einführung von Prüfungen in den Jahren 1999 – 2007
Vor ca. 4 Jahren hätte noch niemand daran gedacht, dass auf die SchülerInnen in Nordrhein-Westfalen viel Arbeit zukommen würde. Im Schuljahr 2006/07 führte das Bundesland NRW ein neues Abschlussverfahren für den mittleren Schulabschluss, nämlich die Zentralen Abschlussprüfungen (in Schülerkreisen kurz „ZAP’s“ genannt), am Ende der zehnten Klasse ein. Den Kern bilden dabei bis heute noch schriftliche Prüfungen mit zentral gestellten Aufgaben in den Fächern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache, meistens Englisch. Laut Ministerium „sorg[t]en [die ZAP’s] für größere Transparenz hinsichtlich der gestellten Anforderungen, schaff[t]en eine bessere landesweite Vergleichbarkeit dieser Leistungen, sorg[t]en für mehr Gerechtigkeit bei der Abschlussvergabe und förder[te]n damit auch die Leistungserziehung in der Schule“.
Gleichzeitig wurden in NRW die Lernstandserhebungen (kurz „LSE“) eingeführt, sozusagen ein Vergleich zwischen den achten Klassen. Auch hier mussten die SchülerInnen in Deutsch, Englisch und Mathematik eine „Vergleichsarbeit“ schreiben. Laut Ministerium entstanden die Lernstandserhebungen dadurch, dass NRW bei der PISA-Studie extrem schlecht abschnitt.
Zusammenfassung der Kapitel
1) Einleitung: Die Einleitung thematisiert den zunehmenden Leistungsdruck und die steigende Belastung durch eine Vielzahl neuer Prüfungsformate im deutschen Schulalltag.
2) Gründe der Einführung von Prüfungen in den Jahren 1999 - 2007: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe des Landes NRW für die Implementierung von zentralen Abschlussprüfungen, Lernstandserhebungen und die Einführung des Turbo-Abis.
3) Kritik: Der Autor hinterfragt kritisch die Notengebung, den hohen Prüfungsdruck sowie die Folgen der Stoffverdichtung und zeigt die Herausforderungen für Lehrkräfte und Schüler auf.
4) Fazit: Das Fazit fordert eine einheitliche Regelung auf Bundesebene und spricht sich für eine Entlastung durch die Abschaffung einiger eingeführter Prüfungsformate aus, während das Zentralabitur als sinnvoll erachtet wird.
Schlüsselwörter
Schulsystem, NRW, ZAP, Lernstandserhebungen, Zentralabitur, Turbo-Abi, Leistungsdruck, Bildungsreform, PISA-Studie, Abschlussprüfungen, Schülerbelastung, Notengebung, Lehrplan, Bildungsstandards, Schulpolitik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert kritisch die bildungspolitischen Reformen in Nordrhein-Westfalen zwischen 1999 und 2010, insbesondere die Einführung zentraler Prüfungen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Themen zählen die ZAP's, Lernstandserhebungen, die Einführung des Zentralabiturs und die Verkürzung der Schulzeit zum Abitur.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Maßnahmen den Druck auf Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte erhöhen und ob die Versprechen der Politik in der Praxis haltbar sind.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Es handelt sich um eine kritische Analyse und einen Vergleich von bildungspolitischen Maßnahmen basierend auf Fachdiskursen und persönlichen Beobachtungen.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Gründen für die Reformen sowie einer fundierten Kritik an der Umsetzung und den Folgen für das Schulklima.
Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?
Zentrale Begriffe sind Leistungsdruck, Turbo-Abi, Zentralisierung und bildungspolitische Transparenz.
Wie bewertet der Autor die Einführung des Zentralabiturs?
Der Autor steht dem Zentralabitur positiv gegenüber, da es eine bessere Vergleichbarkeit schafft und die Chancengleichheit bei der Notenvergabe fördert.
Warum wird die Verkürzung der 11. Klasse kritisiert?
Die Verkürzung führt laut Autor zu enormem Stoffdruck, Überforderung und einem Wegfall von Raum für allgemeine Bildung und individuelle Förderung.
- Quote paper
- Knut Kumpe (Author), 2010, "ZAP's", Lernstandserhebungen, Zentral-Abi, Wegfall der 11. Klasse. Sind die Schüler von heute noch zu retten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298556