Untersuchungsgegenstand dieses Essays ist die Zeitung, die Abiturienten zum Abschluss ihrer Schulzeit als Gemeinschaftsprojekt schreiben, die sogenannte Abizeitung.
Als kollektives Projekt, an dem fast alle Abiturienten in unterschiedlichem Umfang beteiligt sind, gibt sie Aufschluss über die Betrachtung der Gymnasiasten von sich selbst, ihrer Mitschüler und Lehrer. Sie ist in einem sehr informellen Stil gehalten, hält jedoch meist ein weitgehend festgelegtes Format ein. In diesem Essay soll sich zeigen, dass es sich hierbei um eine Institution im Sinne von Peter L. Berger und Thomas Luckmann handelt, die auf habitualisierten Handlungen gründet.
Inhaltsverzeichnis
- Abizeitung als Institution
- Habitualisierung als Grundlage für die Abizeitung
- Institutionelle Charakteristika der Abizeitung
- Legitimation der Abizeitung
- Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay untersucht die Abizeitung als Institution, insbesondere im Hinblick auf die habitualisierten Handlungen, die ihr zugrunde liegen. Es wird analysiert, ob die Abizeitung die Kriterien einer Institution im Sinne von Peter L. Berger und Thomas Luckmann erfüllt.
- Die Abizeitung als Ausdruck von Habitualisierung
- Die Institutionalisierung der Abizeitung
- Die Legitimierung der Abizeitung
- Die Rolle der Abizeitung in der Schulgemeinschaft
- Der Einfluss der Abizeitung auf die Schülerkultur
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel behandelt die Abizeitung als Institution und erläutert, wie sie sich durch habitualisierte Handlungen entwickelt hat. Das zweite Kapitel untersucht die institutionellen Charakteristika der Abizeitung im Sinne von Berger und Luckmann. Im dritten Kapitel wird die Legitimation der Abizeitung analysiert. Das vierte Kapitel beleuchtet die Rolle der Abizeitung in der Schulgemeinschaft und ihren Einfluss auf die Schülerkultur.
Schlüsselwörter
Abizeitung, Institution, Habitualisierung, Institutionalisierung, Legitimation, Schülerkultur, Schulgemeinschaft, Berger und Luckmann.
Häufig gestellte Fragen
Kann eine Abizeitung als Institution betrachtet werden?
Ja, im Sinne von Berger und Luckmann erfüllt sie die Kriterien einer Institution, da sie auf habitualisierten (gewohnheitsmäßigen) Handlungen der Schüler beruht.
Was bedeutet „Habitualisierung“ in Bezug auf die Abizeitung?
Es beschreibt den Prozess, bei dem sich bestimmte Abläufe (wie das Sammeln von Zitaten oder Lehrer-Rankings) über Generationen von Schülern verfestigt haben.
Welche Funktion hat die Abizeitung für die Schüler?
Sie dient der Selbstvergewisserung der Identität, der Dokumentation der gemeinsamen Schulzeit und der (oft humoristischen) Abrechnung mit dem Schulalltag.
Wie wird die Abizeitung legitimiert?
Die Legitimation erfolgt durch die Tradition („Das haben wir schon immer so gemacht“) und die Anerkennung als fester Bestandteil des Abschlussrituals.
Welchen Stil pflegt eine typische Abizeitung?
Der Stil ist meist informell, subjektiv und oft ironisch, folgt aber dennoch einem weitgehend festgelegten Format.
Wer sind die Autoren einer Abizeitung?
Es handelt sich um ein kollektives Projekt des gesamten Abiturjahrgangs, wobei einzelne Komitees die Hauptarbeit übernehmen.
- Quote paper
- Ingmar Ehler (Author), 2011, Abizeitung als Institution mit habitualisierten Handlungen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298532