Der Historiker Fritz Fischer und seine Thesen zur Kriegszielpolitik des Deutschen Kaiserreiches und zur Frage der Schuld am Ersten Weltkrieg.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- 1. Einleitung
- 2. Der Historiker Fritz Fischer und seine Thesen zur Kriegszielpolitik des Deutschen Kaiserreiches und zur Frage der Schuld am Ersten Weltkrieg
- 3. Thesen und Einschätzungen anderer Historiker
- 3.1. Gerhard Ritter
- 3.2. Ludwig Dehio
- 3.3. Egmont Zechlin
- 3.4. Klaus-Dietrich Erdmann
- 3.5. Wolfgang J. Mommsen
- 4. Zusammenfassung
- 5. Schlußwort
- 6. Quellen- und Literaturverzeichnis
- 6.1. Quellenverzeichnis
- 6.2. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die kontroverse Debatte um die deutsche Verantwortung für den Ersten Weltkrieg am Beispiel der Fischer-Kontroverse. Der Fokus liegt auf der Darstellung der Thesen von Fritz Fischer, die in seinen Werken „Griff nach der Weltmacht“ und „Krieg der Illusionen“ eine entscheidende Rolle spielten. Die Arbeit untersucht, inwiefern Fischers Argumentation die deutsche Kriegszielpolitik und den Weg zum Ersten Weltkrieg neu interpretiert und gleichzeitig eine intensive Debatte in der deutschen Geschichtswissenschaft auslöste.
- Die Rolle des Deutschen Kaiserreiches im Ersten Weltkrieg
- Fritz Fischers Thesen zur deutschen Kriegszielpolitik
- Die Reaktionen anderer Historiker auf Fischers Arbeit
- Die Bedeutung der Fischer-Kontroverse für die deutsche Geschichtswissenschaft
- Die Frage der Schuld am Ersten Weltkrieg
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Problematik der Fischer-Kontroverse ein und beleuchtet die zentrale Frage nach der deutschen Schuld am Ersten Weltkrieg. Kapitel 2 widmet sich den Thesen von Fritz Fischer und stellt seine Interpretation der deutschen Kriegszielpolitik im Kontext der Vorkriegsjahre dar. Fischer argumentiert, dass Deutschland den Krieg aktiv herbeigeführt habe, um zur Weltmacht aufzusteigen. Kapitel 3 analysiert die Reaktionen anderer Historiker auf Fischers Thesen, unter anderem von Gerhard Ritter, Ludwig Dehio, Egmont Zechlin, Klaus-Dietrich Erdmann und Wolfgang J. Mommsen. Diese Historiker vertreten unterschiedliche Positionen und kritisieren teilweise Fischers These einer geplanten deutschen Kriegszielpolitik.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themenfelder der deutschen Kriegszielpolitik, der Fischer-Kontroverse, der Schuld am Ersten Weltkrieg, des deutschen Kaiserreiches, der Historiographie, der nationalistischen Ideologie und der Machtpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Was war der Kern der Fischer-Kontroverse?
Die Kontroverse drehte sich um die These des Historikers Fritz Fischer, dass das Deutsche Kaiserreich den Ersten Weltkrieg aktiv herbeigeführt habe, um Weltmachtstatus zu erlangen.
In welchem Werk formulierte Fischer seine Thesen?
Seine zentralen Argumente veröffentlichte er in den Werken „Griff nach der Weltmacht“ (1961) und später in „Krieg der Illusionen“.
Welche Historiker kritisierten Fritz Fischer?
Zu den namhaften Kritikern gehörten Gerhard Ritter, Egmont Zechlin und Klaus-Dietrich Erdmann, die Fischers Interpretation einer geplanten Kriegszielpolitik widersprachen.
Warum war die Debatte für die deutsche Geschichtswissenschaft so bedeutend?
Sie brach mit dem Tabu der deutschen Alleinschuld und zwang die deutsche Historiographie zu einer kritischen Auseinandersetzung mit nationalistischer Ideologie und Machtpolitik.
Wie bewertete Wolfgang J. Mommsen die Kontroverse?
Mommsen gehörte zu den Historikern, die die Debatte weiterführten und die strukturellen Probleme des Kaiserreiches in den Fokus der Schuldfrage rückten.
- Quote paper
- Dominik Petko (Author), 2003, Zur Diskussion über die Frage der Schuld am Ersten Weltkrieg am Beispiel der Fischer-Kontroverse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29514