Dieses oft bemühte Zitat des indischen Menschenrechtlers Mahatma Gandhi beschreibt auch 70 Jahre nach seiner Entstehung, wenn auch etwas vereinfacht, die Verteilung der Nahrungsmittel auf der Erde.
Es ist ein Paradoxon. Während unsereins in den westlich geprägten Industriestaaten förmlich dem Nahrungsmittelkonsumrausch verfallen ist, und absonderliche Gewohnheiten entwickelt, wie offensichtlich noch genießbare Produkte aufgrund eines aufdruckten Mindesthaltbarkeitsdatums zu entsorgen, leiden große Teile der Weltbevölkerung unter Hunger und Mangelernährung. Im Jahre 2012 litten etwa eine Milliarde Menschen weltweit an chronischer Mangelernährung. Für etwa zwei Milliarden Menschen war keine ausgewogene Ernährung gewährleistet. Dies führt zum sogenann-ten „Hidden-Hunger“, dem Mangel an bestimmten Mikronährstoffen wie etwa Eisen und Amino-säuren. Die bekannteste Form dieses „Hidden Hunger“ ist wohl Skorbut, dem bis vor 200 Jahren noch viele Seeleute zum Opfer fielen. Der lebensverkürzende Effekt des „Hidden Hunger“ betrifft vor allem hungernde Bevölkerungsschichten die nur auf ein sehr spärliches Nahrungsangebot zu-rückgreifen können. Auf die Erscheinung des „Hidden Hungers“ soll nachfolgend noch ausführlich eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Überblick über die globale Nahrungsmittelproduktion und Beispiele für den Handel
- Cerealien als Grundnahrungsmittel/tierische Erzeugnisse als Luxusgüter
- Handel mit Lebensmitteln am Beispiel Deutschland
- Gesamter Deutscher Außenhandel, aufgeschlüsselt nach Ländern/Ländergruppen
- Gesamter Deutscher Außenhandel, aufgeschlüsselt nach Kontinenten und Warengruppen
- Hunger in der Welt
- Definition von Hunger
- Die Milleniumsziele der Vereinten Nationen
- Die Folgen des Hungers
- Globale Verschwendung von Lebensmitteln
- Das Phänomen Hidden Hunger
- Begriffserklärung
- Wer ist wie betroffen?
- Ursachensuche
- Lösungsansätze für die Zukunft
- Handlungsansätze zur schnellen Krisenintervention
- Nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft und der Ernährung
- Stopp der Liberalisierung der Märkte
- Subistizenzwirtschaft
- Fazit und Ausblick
- Quellenverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der globalen Nahrungsmittelproduktion und deren Auswirkungen auf den Welthunger. Sie analysiert die Ursachen und Folgen des Hungers, insbesondere des „Hidden Hunger“, und beleuchtet die Herausforderungen der Lebensmittelversorgung in einer globalisierten Welt. Die Arbeit untersucht die Rolle des Handels, die Bedeutung von Cerealien als Grundnahrungsmittel und die Problematik des Konsums tierischer Produkte. Darüber hinaus werden Lösungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft und der Ernährung diskutiert.
- Globale Nahrungsmittelproduktion und Handel
- Ursachen und Folgen des Hungers
- Das Phänomen „Hidden Hunger“
- Nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft und der Ernährung
- Ethische und moralische Aspekte der Lebensmittelproduktion
Zusammenfassung der Kapitel
Das Vorwort führt in die Thematik des Welthungers ein und stellt die Problematik der ungleichen Verteilung von Nahrungsmitteln in den Vordergrund. Es wird auf das Paradoxon von Überfluss in den Industrieländern und Hunger in Teilen der Weltbevölkerung hingewiesen.
Der zweite Teil der Arbeit gibt einen Überblick über die globale Nahrungsmittelproduktion und den Handel mit Lebensmitteln. Es werden die wichtigsten Grundnahrungsmittel wie Cerealien und tierische Erzeugnisse betrachtet und die Bedeutung des Handels am Beispiel Deutschlands aufgezeigt.
Im dritten Kapitel wird das Phänomen des Hungers in der Welt beleuchtet. Es werden die Definition von Hunger, die Millenniumsziele der Vereinten Nationen und die Folgen des Hungers erläutert.
Das vierte Kapitel befasst sich mit dem „Hidden Hunger“, einem Mangel an bestimmten Mikronährstoffen. Es werden die Ursachen und Folgen des „Hidden Hunger“ sowie die betroffenen Bevölkerungsgruppen beschrieben.
Der fünfte Teil der Arbeit präsentiert Lösungsansätze für die Zukunft. Es werden Handlungsansätze zur schnellen Krisenintervention sowie nachhaltige Entwicklungen in der Landwirtschaft und der Ernährung diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die globale Nahrungsmittelproduktion, den Welthunger, den „Hidden Hunger“, die nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft und der Ernährung, die Liberalisierung der Märkte, die Subsistenzwirtschaft, die ethischen und moralischen Aspekte der Lebensmittelproduktion sowie die Rolle des Handels in einer globalisierten Welt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Paradoxon der globalen Nahrungsmittelverteilung?
In Industriestaaten herrscht ein Überfluss, der zu massiver Verschwendung führt, während gleichzeitig weltweit etwa eine Milliarde Menschen an chronischer Mangelernährung leidet.
Was versteht man unter „Hidden Hunger“?
Hidden Hunger bezeichnet einen Mangel an lebenswichtigen Mikronährstoffen wie Eisen oder Vitaminen, der auch bei ausreichender Kalorienzufuhr zu schweren Gesundheitsschäden führen kann.
Warum gelten tierische Erzeugnisse oft als Luxusgüter?
Ihre Produktion verbraucht wesentlich mehr Ressourcen (Wasser, Getreide) als der direkte Konsum von pflanzlichen Grundnahrungsmitteln wie Cerealien.
Welche Rolle spielt die Liberalisierung der Märkte beim Welthunger?
Die Arbeit diskutiert, dass Marktliberalisierung oft lokale Kleinbauern benachteiligt; ein Lösungsansatz könnte der Stopp dieser Liberalisierung zugunsten der Subsistenzwirtschaft sein.
Was sind die Millenniumsziele der Vereinten Nationen in Bezug auf Hunger?
Die Ziele sahen vor, den Anteil der hungernden Menschen weltweit massiv zu senken und eine nachhaltige Ernährungssicherung für alle Bevölkerungsschichten zu erreichen.
- Quote paper
- Josef Jobst (Author), 2014, Nahrungsmittelproduktion in einer globalisierten Welt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294438