Die Zielsetzung dieser Diplomarbeit besteht darin, die Entwicklung einer
Handelsmarke im Rahmen des Marketingkonzeptes einer mittelständischen
Großhandelsunternehmung zu beschreiben und erklären.
Eine ausgeklügelte und geschlossene Konzeption setzt voraus, daß alle
absatzpolitischen Instrumente, also Produkt, Distribution, Kommunikation und
Preispolitik zu einer geschlossenen Einheit zusammengefügt werden. Denn nur
so bietet sich keine Angriffsfläche für Mitbewerber und Marktpositionen
können gehalten und sogar verbessert werden.
Die richtige Strategie ist also lebenswichtig für ein Unternehmen. Der hier
anhand eines Beispiels beschriebene Entwicklungs- und Einführungsprozeß
kann jedoch kein Allheilmittel sein, er darf lediglich ein Leitfaden für andere
Unternehmen sein und kann somit nur Hilfestellung bieten.
Aus diesem Grund zeigt diese Diplomarbeit die theoretischen Grundlagen eine
Marketingkonzeption auf und versucht diese bei einer
Großhandelsunternehmung im Nutzfahrzeugteilehandel anzuwenden. Auf diese
Art und Weise wird die Entwicklung und Einführung einer Handelsmarke
anhand eines praktischen Beispiels dokumentiert.
Der erste Schritt der Arbeit besteht darin, theoretische Grundlagen auf der
Basis von Fachliteratur zusammenzutragen. Nur so ist erkennbar, wie der
Marketing Planungsprozeß abzulaufen hat.
Aufgrund des im Unternehmen zusammengetragenen Datenmaterials wird im
weiteren Verlauf eine Situationsanalyse durchgeführt, um die zum Nachbau
geeigneten Produktgruppen heraus zu filtern.
Mit Hilfe des theoretischen Handlungsschemas ist es dann möglich,
realistische Ziele und daraus resultierende Handlungsempfehlungen [Abb.1.1]
zu entwickeln.
Das Resultat muß die gelungene Entwicklung einer Handelsmarke im Rahmen
eines Marketingkonzeptes für eine Großhandelsuntenehmung im
Nutzfahrzeugteilebereich sein, welche für andere mittelständische
Unternehmen als Leitfaden dient.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Darstellung des Nutzfahrzeugteilemarktes in Deutschland
1.2 Aufgabenstellung und Ergebnisse
2. Der Begriff Handelsmarke
2.1 Definitionen
2.2 Abgrenzung gegenüber ähnlichen Begriffen
2.3 Handelsmarkentypen
2.4 Handelsmarkenpolitik
2.4.1 Qualität
2.4.2 Werbemittel
2.4.3 Erfolgsbedingungen für Handelsmarken
2.5 Handelsmarken im Wettbewerb
2.6 Die Entwicklung der Handelsmarken im 20Jahrhundert
2.7 Handelsmarkenziele
2.7.1 Unternehmensinterne Ziele
2.7.2 Kundenbezogene Ziele
2.7.3 Konkurrenzbezogene Ziele
2.7.4 Herstellerbezogene Ziele
3.Schritte zur Entwicklung einer Handelsmarke im Rahmen einer Marketingkonzeption
3.1 Informationsbeschaffung und Analyse
3.2 Unternehmens und Marketingziele festlegen
3.3 Erarbeitung des Marketingplans
3.3.1 Marktfeldbestimmung
3.3.2 Lieferantenauswahl und Bewertung
3.3.2.1 Kriterien der Lieferantenauswahl
3.3.2.2 Techniken der Lieferantenbeurteilung
3.3.3 Branding
3.3.3.1 Markenaufbau
3.3.3.2 Phasen der Gestaltung von Markennamen
3.3.4 Produktpolitik
3.3.5 Kontrahierungspolitik
4. Ist-Zustand einer Großhandelsunternehmung für Nutzfahrzeugteile
4.1 Unternehmen
4.2 Marktanalyse
5. Marketingstrategie zur Einführung der Handelsmarke
5.1 Definition der Ziele
5.2 Festlegung der Vorgehensweise
6. Schlußbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, die Entwicklung und Einführung einer Handelsmarke im Rahmen des Marketingkonzepts einer mittelständischen Großhandelsunternehmung zu beschreiben. Dabei wird erörtert, wie alle absatzpolitischen Instrumente zu einer geschlossenen Einheit zusammengefügt werden können, um eine erfolgreiche Marktpositionierung zu erreichen.
- Theoretische Grundlagen des Handelsmarketing
- Strategische Planung und Positionierung von Handelsmarken
- Instrumente der Lieferantenauswahl und -bewertung
- Gestaltung der Produkt- und Kontrahierungspolitik
- Praktische Umsetzung der Markenstrategie im Nutzfahrzeugteilehandel
Auszug aus dem Buch
3.3.2.1. Kriterien der Lieferantenauswahl
Die Lieferantenauswahl, ein nicht nur tabellarisch beschreibbarer Vorgang, kann durch den Einsatz von marketinggesteuerten Strategien besser bewältigt werden als früher. Dabei werden neue Wege beschritten, denn diese Aufgabe ist keineswegs auf die ersten beiden oben genannten Positionen beschränkt. Der Wertewandel in der Wirtschaft verlangt das Einbringen neuer Auswahlgesichtspunkte, die zum Teil allein Marketingcharakter tragen.
Die Lieferantenauswahl könnte auf der Basis eines gewogenen Mittelwerts aus marktpolitischen und rechnerischen Erhebungen durchgeführt werden. In jedem Fall sind stets mehrere Kriterien heranzuziehen und gegeneinander abzuwägen.
Das Ziel besteht darin, die Marketingaspekte dieser eminent wichtigen Einkaufsleistung zu erfassen. Nur so ist es möglich, die eindimensionalen Überlegungen, die sich nur auf den Preis oder auf Gegengeschäfte beziehen, als selbstverständlich zu vernachlässigen.
Ausgehend von den Zielen des Einkaufs und den damit verbundenen Marketingüberlegungen sollen Informationen über folgende Kriterien eingeholt und bei der Lieferantenauswahl berücksichtigt werden:
• die betriebsbezogene Kostenstruktur
• die technische Ausrüstung und Vertigung
• die Innovations- und Investitionsbereitschaft
• die Leistungselastizität
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Analyse des Nutzfahrzeugteilemarktes und Darlegung der Aufgabenstellung der Diplomarbeit.
2. Der Begriff Handelsmarke: Definition und Abgrenzung von Handelsmarken sowie Beschreibung ihrer Entwicklungsstufen und Ziele.
3.Schritte zur Entwicklung einer Handelsmarke im Rahmen einer Marketingkonzeption: Detaillierte Darstellung des Prozesses der Marketingplanung, von der Informationsbeschaffung bis zur Kontrahierungspolitik.
4. Ist-Zustand einer Großhandelsunternehmung für Nutzfahrzeugteile: Situationsanalyse und Untersuchung der Anforderungen in Bezug auf eine neue Handelsmarke.
5. Marketingstrategie zur Einführung der Handelsmarke: Definition der Ziele und Vorgehensweise für die praktische Umsetzung der Handelsmarkenstrategie.
6. Schlußbemerkung: Fazit zur Notwendigkeit professioneller Vermarktungsstrategien bei Handelsmarken.
Schlüsselwörter
Handelsmarke, Marketingkonzeption, Nutzfahrzeugteilehandel, Strategische Planung, Lieferantenauswahl, Produktpolitik, Markenaufbau, Positionierung, Branding, Sortimentspolitik, Wettbewerb, Kundenbindung, Absatzmarkt, Handelsmarkenmanagement, Markenartikel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Einführung einer Handelsmarke im Marketing-Konzept einer mittelständischen Großhandelsunternehmung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Fokus stehen die Definition und strategische Bedeutung von Handelsmarken, deren Positionierung im Wettbewerb, die systematische Erarbeitung eines Marketingplans sowie die konkrete Ausgestaltung der Produkt- und Kontrahierungspolitik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen Leitfaden für mittelständische Unternehmen zu erstellen, wie eine Handelsmarke durch eine geschlossene Marketingkonzeption erfolgreich eingeführt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die Aufbereitung theoretischer Grundlagen aus der Fachliteratur und deren Anwendung auf eine praxisorientierte Situations- und Marktanalyse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beschreibt die fünf Schritte der Marketingplanung: Informationsbeschaffung, Zielsetzung, Strategieentwicklung, Realisation und Kontrolle, insbesondere mit Blick auf die Lieferantenauswahl und Branding-Strategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Handelsmarke, Marketing-Mix, Sortimentspolitik, Markenaufbau, Kundenbindung und Wettbewerbsstrategie.
Welche Rolle spielt die Lieferantenbeurteilung für den Markenerfolg?
Da die Handelsmarke die Qualität und das Image des Unternehmens repräsentiert, ist die Auswahl professioneller Lieferanten entscheidend für die Produktqualität und damit für das Vertrauen der Kunden.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Handelsmarken und Herstellermarken heute weniger wichtig?
Durch professionelle Markenführung bei Handelsmarken nähern sich diese in Qualität und Image den Herstellermarken an, sodass die Unterschiede für den Konsumenten zunehmend verschwimmen.
- Citar trabajo
- Gerd Nettesheim (Autor), 2000, Die Entwicklung einer Handelsmarke - Die Entwicklung einer Handelsmarke im Rahmen des Marketing-Konzeptes einer mittelständischen Großhandelsunternehmung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29386