International agierende Unternehmen verzeichnen Rechnungseingänge und Rechnungsausgänge in der eigenen Währung und in verschiedensten Fremdwährungen.
Anhand der vom Unternehmen vorgenommenen Preiskalkulation (Verkaufspreis = Einkaufspreis + kalkulierte (Gemein-)Kosten + kalkulierter Gewinn), ergibt sich der zu zahlenden bzw. der in Rechnung gestellte Preis. Wird jedoch eine Geschäftsbeziehung über Währungsgrenzen hinweg getätigt, muss ggf. eine Unternehmung in einer Fremdwährung zahlen bzw. eine Rechnung in einer Fremdwährung ausstellen.
Jedoch ist in der Praxis zwischen dem Erhalten/Ausstellen einer Rechnung und dem Zahlungseingang/-ausgang eine zeitliche Differenz zu verbuchen.
Die oben erwähnte zeitliche Differenz trägt ein nicht zu unterschätzendes Risiko für Geschäftsabwicklungen über Währungsgrenzen mit sich. Wechselkurse zwischen zwei Währungen können sehr starke Ausschläge haben. Die von den Unternehmen angewendete Kalkulation, welche häufig Gewinne im unteren einstelligen Prozentbereich erwarten ließ, ist durch mögliche Wechselkursänderungen nicht sicher zu planen. Hier können unerwartet zusätzliche Gewinne entstehen, aber auch nicht eingeplante Wechselkursverluste.
Im Währungsmanagement, welches Thema dieser Hausarbeit sein soll, wurde sich die Aufgabe gesetzt, Unternehmen vor nicht vorhersehbaren Wechselkursschwankungen zu sichern, sodass die Preiskalkulation auch über Währungsgrenzen hinweg ohne ungewolltes Risiko einzusetzen ist.
Um das Währungsmanagement vollständig zu verstehen, soll zu Beginn dieser Hausarbeit erläutert werden, wie Wechselkurse und Wechselkursschwankungen zustande kommen. Anschließend werden verschiedene Instrumente des Währungsmanagements vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Wechselkurs
- nominale Wechselkurs
- Darstellung des Wechselkurs
- Aufwertung / Abwertung einer Währung
- reale Wechselkurs
- Zusammenhang realer und nominaler Wechselkurs
- Wechselkursschwankungen
- Währungsmanagement
- Beispiel: Folgen von Wechselkursschwankungen
- Notwendigkeit des Währungsmanagements
- Haupt- und Nebenziele
- Wechselkursrisiko
- Wichtige Instrumente der Risikoabsicherung von Währungskursen
- Interne Kurssicherungsinstrumente
- Fakturierungspolitik
- Leading and Lagging
- Netting
- externe Kurssicherungsinstrumente
- Devisentermingeschäfte
- Währungs-Futures
- Währungsswaps
- Devisenoptionen
- Zusammenfassung
- Anhang
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Währungsmanagement international tätiger Unternehmen. Ziel ist es, die Funktionsweise von Wechselkursen und Wechselkursschwankungen zu erläutern und verschiedene Instrumente zur Absicherung von Wechselkursrisiken vorzustellen.
- Wechselkursmechanismen und -schwankungen
- Notwendigkeit des Währungsmanagements
- Haupt- und Nebenziele des Währungsmanagements
- Interne und externe Kurssicherungsinstrumente
- Risikoabsicherung von Währungskursen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Währungsmanagements ein und beleuchtet die Bedeutung des Themas im Kontext des internationalen Handels. Sie stellt die Problematik von Wechselkursschwankungen für Unternehmen dar und erläutert die Notwendigkeit eines effektiven Währungsmanagements.
Das Kapitel "Wechselkurs" behandelt die Funktionsweise von Wechselkursen, sowohl den nominalen als auch den realen Wechselkurs. Es werden die Faktoren erläutert, die den Wechselkurs beeinflussen, und die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf Unternehmen werden dargestellt.
Das Kapitel "Währungsmanagement" befasst sich mit den Zielen und Instrumenten des Währungsmanagements. Es werden die verschiedenen Arten von Wechselkursrisiken erläutert und die Notwendigkeit der Risikoabsicherung hervorgehoben.
Das Kapitel "Wichtige Instrumente der Risikoabsicherung von Währungskursen" stellt verschiedene interne und externe Instrumente zur Absicherung von Wechselkursrisiken vor. Es werden die Funktionsweise und die Vor- und Nachteile der einzelnen Instrumente erläutert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das Währungsmanagement, Wechselkurse, Wechselkursschwankungen, Risikoabsicherung, interne und externe Kurssicherungsinstrumente, Fakturierungspolitik, Leading and Lagging, Netting, Devisentermingeschäfte, Währungs-Futures, Währungsswaps und Devisenoptionen. Der Text beleuchtet die Bedeutung des Währungsmanagements für international tätige Unternehmen und stellt verschiedene Instrumente zur Absicherung von Wechselkursrisiken vor.
Häufig gestellte Fragen
Warum benötigen international tätige Unternehmen Währungsmanagement?
Wechselkursschwankungen zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang können kalkulierte Gewinne zunichtemachen. Währungsmanagement sichert Unternehmen gegen diese unvorhersehbaren Risiken ab.
Was ist der Unterschied zwischen nominalem und realem Wechselkurs?
Der nominale Wechselkurs ist das Austauschverhältnis zweier Währungen. Der reale Wechselkurs berücksichtigt zusätzlich die Kaufkraft und das Preisniveau der beteiligten Länder.
Welche internen Instrumente zur Kurssicherung gibt es?
Dazu gehören die Fakturierungspolitik (Wahl der Währung), Leading and Lagging (Vorziehen oder Verzögern von Zahlungen) und Netting (Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten).
Was sind externe Kurssicherungsinstrumente?
Zu den externen Instrumenten zählen Devisentermingeschäfte, Währungs-Futures, Währungsswaps und Devisenoptionen, die meist über Banken oder Börsen abgewickelt werden.
Was ist ein Devisentermingeschäft?
Es ist eine Vereinbarung, eine bestimmte Währung zu einem heute festgelegten Kurs zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen, um Planungssicherheit zu gewinnen.
- Quote paper
- Maximilian Schröer (Author), 2014, Währungsmanagement bei international tätigen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293840