Im Verlauf dieser Arbeit soll auf die Rolle von Lebensmittelzusatzstoffen für ADHS-Patienten eingegangen werden. Hierbei wird unter anderem auf die Isle-of-Wight-Studie, sowie auf die Southampton-Studie eingegangen.
Die folgenden Ausführungen basieren teilweise auf der Hypothese Feingolds, dass bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe hyperaktives Verhalten bei Kindern auslösen können. Der wesentliche Unterschied zur Feingold-Hypothese besteht darin, dass Salicylaten aus der Nahrung hier keine Bedeutung mehr zugeschrieben wird.
Die folgenden Abschnitte beziehen sich auf Metaanalysen und klinische Studien der letzten 10 Jahre und auf die aktuelle wissenschaftliche und öffentliche Diskussion in Bezug auf bestimmte Zusatzstoffe. Ergebnisse und Ereignisse werden chronologisch wiedergegeben, so dass sich inhaltlich ggf. einige Wiederholungen ergeben.
Inhaltsverzeichnis
- Die besondere Rolle von Lebensmittelzusatzstoffen
- Hypothese
- Metaanalysen zu adversen Effekten
- Die Rolle des Konservierungsstoffs Propionat
- Die Isle of Wight-Studie
- Die Southampton-Studie
- Reevaluierung von Lebensmittelzusatzstoffen in der EU
- Weitere Reaktionen auf die Ergebnisse der Southampton-Studie
- Die mögliche Rolle von Benzoat
- Schlussfolgerung
- Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Rolle von Lebensmittelzusatzstoffen für ADHS-Patienten, insbesondere mit den Auswirkungen von künstlichen Lebensmittelfarbstoffen (AFCs) auf das Verhalten von Kindern. Die Arbeit basiert auf der Hypothese, dass bestimmte AFCs hyperaktives Verhalten bei Kindern auslösen können, wobei Salicylaten keine Bedeutung zugeschrieben wird. Die Arbeit analysiert Metaanalysen und klinische Studien der letzten 10 Jahre und beleuchtet die aktuelle wissenschaftliche und öffentliche Diskussion zu diesem Thema.
- Zusammenhang zwischen AFCs und Hyperaktivität bei Kindern
- Metaanalysen und klinische Studien zu den Auswirkungen von AFCs
- Die Rolle von Tartrazin (E102) und anderen AFCs
- Die Isle of Wight-Studie und die Southampton-Studie
- Reevaluierung von Lebensmittelzusatzstoffen in der EU
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Hypothese, dass bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe hyperaktives Verhalten bei Kindern auslösen können. Es werden Metaanalysen und klinische Studien der letzten 10 Jahre vorgestellt, die den Zusammenhang zwischen AFCs und Hyperaktivität untersuchen. Die Arbeit konzentriert sich dabei auf die Rolle von Tartrazin (E102) und anderen AFCs, sowie auf die Isle of Wight-Studie und die Southampton-Studie. Es werden auch die Reaktionen auf die Ergebnisse der Southampton-Studie und die Reevaluierung von Lebensmittelzusatzstoffen in der EU diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Lebensmittelzusatzstoffe, ADHS, Hyperaktivität, künstliche Lebensmittelfarbstoffe (AFCs), Tartrazin (E102), Isle of Wight-Studie, Southampton-Studie, Metaanalysen, Reevaluierung von Lebensmittelzusatzstoffen, EU, Benzoat, Propionat.
Häufig gestellte Fragen
Können Lebensmittelfarbstoffe ADHS-Symptome verschlimmern?
Ja, Studien wie die Southampton-Studie legen nahe, dass bestimmte künstliche Lebensmittelfarbstoffe (AFCs) hyperaktives Verhalten bei Kindern auslösen oder verstärken können.
Was ist die Southampton-Studie?
Eine wegweisende klinische Studie, die den Zusammenhang zwischen einer Mischung aus Farbstoffen und dem Konservierungsstoff Natriumbenzoat und erhöhter Hyperaktivität untersuchte.
Welche Farbstoffe stehen besonders in der Kritik?
Vor allem Tartrazin (E102) und andere künstliche Farbstoffe wurden in Metaanalysen mit adversen Effekten auf das Verhalten von Kindern in Verbindung gebracht.
Wie reagierte die EU auf die Erkenntnisse zu Zusatzstoffen?
Die EU führte eine Reevaluierung durch, die dazu führte, dass Lebensmittel mit bestimmten Farbstoffen einen Warnhinweis bezüglich der Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern tragen müssen.
Was besagt die Feingold-Hypothese?
Sie postuliert, dass Zusatzstoffe und Salicylate Hyperaktivität verursachen. Moderne Ansätze konzentrieren sich jedoch primär auf die Zusatzstoffe und weniger auf natürliche Salicylate.
Welche Rolle spielen Konservierungsstoffe wie Benzoat oder Propionat?
Studien deuten darauf hin, dass auch diese Stoffe, oft in Kombination mit Farbstoffen, einen negativen Einfluss auf das Verhalten von ADHS-Patienten haben können.
- Quote paper
- M. Sc. troph. Kristina Bergmann (Author), 2008, Die besondere Rolle von Lebensmittelzusatzstoffen für ADHS-Patienten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293033