Begriffe wie Werte und Moral bestimmen das tägliche Miteinander von Menschen in der Gesellschaft. Sie definieren, was als gut oder schlecht angesehen wird, wie man sich verhält und wie man handeln sollte, um nicht mit sich, mit anderen oder gar dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Wert- und Moralvorstellungen haben sich in einem langen Prozess entwickelt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts jedoch wurden mit dem Nationalsozialismus bis dahin geltende Werte- und Moralbegriffe außer Kraft gesetzt, umgekehrt oder ersetzt. Der Nationalsozialismus verdankt seinen Siegeszug in gewisser Weise der Durchsetzungskraft seines ideologischen Gedankenguts. Die Frage ist, wie konnten sich diese Werte- und Moralvorstellungen so schnell bei so vielen Menschen durchsetzen und verfestigen? Die Antworten auf diese Frage zählen zu den meist diskutierten unserer Zeit. Neben vielen anderen Faktoren spielte die Erziehung im National-sozialismus eine wichtige Rolle. Kinder und Jugendliche lassen sich leicht beeinflussen und übernehmen Werte und Moralvorstellungen leichter als Erwachsene. In dieser Ar-beit sollen die Werte und Moralvorstellungen des Nationalsozialismus, wie sie durch erzieherische Maßnahmen vermittelt wurden, näher beleuchtet werden. Dabei soll kurz geklärt werden, was Werte und Moral eigentlich sind. Anschließend soll die Erziehung im Kindesalter während des Nationalsozialismus erläutert werden und speziell auf außerschulische Kinder- und Jugendorganisationen eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Werte und Moral im Nationalsozialismus
- Kindeserziehung im Nationalsozialismus
- Hitlerjugend und Bund Deutscher Mädel
- Schlussfolgerung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Werte- und Moralerziehung während des Nationalsozialismus. Sie analysiert, wie die nationalsozialistische Ideologie in die Erziehung von Kindern und Jugendlichen integriert wurde und welche Auswirkungen dies auf die Gesellschaft hatte. Die Arbeit beleuchtet die spezifischen Werte und Moralvorstellungen des Nationalsozialismus, die Rolle der Erziehung im Kindesalter und die Bedeutung außerschulischer Organisationen wie der Hitlerjugend und des Bundes Deutscher Mädel.
- Werte und Moral im Nationalsozialismus
- Rolle der Erziehung im Kindesalter
- Einfluss außerschulischer Organisationen
- Vermittlung nationalsozialistischer Ideologie
- Auswirkungen auf die Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Werte und Moral im Kontext des Nationalsozialismus ein. Sie beleuchtet die Bedeutung von Werten und Moral für das gesellschaftliche Zusammenleben und stellt die Frage, wie sich die nationalsozialistischen Werte- und Moralvorstellungen so schnell verbreiten konnten.
Das zweite Kapitel analysiert die Werte und Moralvorstellungen des Nationalsozialismus. Es werden die wichtigsten ideologischen Ziele des Nationalsozialismus, wie die „Rassenreinheit“ und die Trennung der Rassen in höhere und niedrigere Werte, erläutert. Die Arbeit zeigt, wie die nationalsozialistische Moralvorstellung im Widerspruch zu demokratischen und humanitären Normen stand und wie sie das Handeln der Nationalsozialisten rechtfertigte.
Das dritte Kapitel befasst sich mit der Kindeserziehung im Nationalsozialismus. Es wird deutlich, wie die nationalsozialistischen Werte und Moralvorstellungen gezielt durch Erziehung und Bildung vermittelt wurden. Die Arbeit zeigt, wie die Nationalsozialisten die Bedeutung der Erziehung für die Vermittlung ihrer Ideologie erkannten und wie sie alle Erziehungsinstanzen unter ihre Kontrolle brachten.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Werte und Moral, Nationalsozialismus, Kindeserziehung, Hitlerjugend, Bund Deutscher Mädel, Rassenideologie, Ideologiekritik, Erziehungswissenschaft, Geschichte, Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Wie wurden Werte und Moral im Nationalsozialismus vermittelt?
Die Vermittlung erfolgte gezielt durch Erziehung in Schulen sowie in außerschulischen Organisationen wie der Hitlerjugend (HJ) und dem Bund Deutscher Mädel (BDM).
Was war das Ziel der nationalsozialistischen Erziehung?
Ziel war die Formung eines "neuen Menschen", der bedingungslos der NS-Ideologie folgt, die Rassenlehre verinnerlicht und dem Staat gegenüber absolut loyal ist.
Welche Rolle spielten HJ und BDM?
Diese Organisationen dienten der ideologischen Indoktrination außerhalb des Elternhauses und bereiteten Jungen auf den Kriegsdienst und Mädchen auf ihre Rolle als Mutter vor.
Wie unterschied sich die NS-Moral von demokratischen Werten?
Die NS-Moral ersetzte universelle Menschenrechte durch ein rassistisches Wertesystem, in dem das Recht des Stärkeren und die "Volksgemeinschaft" über dem Individuum standen.
Warum ließen sich Kinder so leicht beeinflussen?
Kinder und Jugendliche sind in ihrer Entwicklungsphase empfänglicher für Gemeinschaftserlebnisse und autoritäre Vorbilder, was die Nationalsozialisten gezielt ausnutzten.
- Quote paper
- Christian Haas (Author), 2014, Werte- und Moralerziehung im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292908