Bereits seit über 30 Jahren existiert das Internet und seit etwa 15 Jahren tritt es seinen weltweiten Siegeszug an.
Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben ist ohne es kaum mehr denkbar und so ist es nicht verwunderlich, dass die Vernetzung der Schulen stetig voranschreitet.
Natürlich ist auch der DaF-Unterricht hiervon nicht ausgenommen.
Seit den 1960er Jahren kommen Computer zum Erlernen der deutschen Sprache zum Einsatz. Diese Entwicklungen werden von ständigen Diskussionen über den didaktischen Nutzen dieser Anwendungen begleitet. Mit dem Einsatz des Internets reißen diese nicht ab, sondern werden vielmehr weiter angeheizt. Von den Kritikern wird die Wirksamkeit bezweifelt und eine Vereinsamung des Lerners proklamiert. Auf der anderen Seite sind auch euphorische Zwischenrufe von DaF-Lehrern (DaF bezieht sich ebenso auf die Anwendung im DaZ-Bereich; aus Gründen der Übersichtlichkeit benutze ich in der Seminararbeit nur DaF) zu vernehmen, die den Unterricht nun als ‚offene Lernwerkstatt‘ begreifen.
Welche Aufgaben kann das Internet nun im Fremdsprachenunterricht erfüllen und welche nicht?
Inhaltsverzeichnis
- Hinführung zum Thema
- Lehr- und Lerntheoretische Grundlagen beim Lernen mit dem Internet
- Behaviorismus
- Kognitivismus
- Konstruktivismus
- Aufgabentypen beim Lernen mit dem Internet
- Interaktive Übungen
- Gelenkte und freie Rechercheaufgaben
- E-Mail-Projekte
- Internet-Projekte
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- Anlagen
- Anlage 1
- Anlage 2
- Anlage 3
- Anlage 4
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit den Grundlagen und Aufgabentypen beim Lernen mit dem Internet im DaF-Unterricht. Sie untersucht die lerntheoretischen Grundlagen, die dem Lernen mit dem Internet zugrunde liegen, und analysiert verschiedene Aufgabentypen, die im Internet zur Verfügung stehen. Die Arbeit zielt darauf ab, den didaktischen Nutzen des Internets für den DaF-Unterricht aufzuzeigen und die verschiedenen Facetten seines Einsatzes zu beleuchten.
- Lerntheoretische Grundlagen des Lernens mit dem Internet (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus)
- Aufgabentypen im Internet (interaktive Übungen, Rechercheaufgaben, E-Mail-Projekte, Internet-Projekte)
- Didaktische Nutzung des Internets im DaF-Unterricht
- Einsatzszenarien für verschiedene Aufgabentypen
- Bewertung des Internets als Lernmedium im DaF-Unterricht
Zusammenfassung der Kapitel
Die Hinführung zum Thema beleuchtet die Bedeutung des Internets im heutigen Bildungssystem und stellt die Relevanz des Themas für den DaF-Unterricht heraus. Es werden die unterschiedlichen Perspektiven auf den Einsatz des Internets im Unterricht beleuchtet, von Kritik bis hin zu Euphorie. Die Arbeit stellt die Forschungsfrage nach den Möglichkeiten und Grenzen des Internets im Fremdsprachenunterricht.
Der Abschnitt über die lerntheoretischen Grundlagen des Lernens mit dem Internet stellt die drei Hauptströmungen des Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus vor. Die jeweiligen Theorien werden in ihrer allgemein-psychologischen Sicht des Lernens erläutert und auf das Lernen mit dem Computer angewendet. Die Rolle des Lernenden und des Lehrenden wird dabei ausführlich behandelt.
Der Abschnitt über die Aufgabentypen beim Lernen mit dem Internet stellt fünf häufig vorkommende Aufgabentypen vor: interaktive Übungen, gelenkte und ungelenkte Rechercheaufgaben, E-Mail-Projekte und Internet-Projekte. Jeder Aufgabentyp wird kurz skizziert und Einsatzszenarien entworfen. Es werden Beispiele aus dem lehrbuchunterstützenden und dem lehrbuchunabhängigen Bereich vorgestellt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das Lernen mit dem Internet, lerntheoretische Grundlagen, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Aufgabentypen, interaktive Übungen, Rechercheaufgaben, E-Mail-Projekte, Internet-Projekte, DaF-Unterricht, didaktischer Nutzen, Einsatzszenarien, Bewertung des Internets als Lernmedium.
Häufig gestellte Fragen
Welchen didaktischen Nutzen bietet das Internet im DaF-Unterricht?
Das Internet fungiert als "offene Lernwerkstatt". Es ermöglicht den Zugriff auf authentische Materialien, fördert die Lernerautonomie und bietet vielfältige Möglichkeiten für interaktive Übungen sowie die Kommunikation mit Muttersprachlern durch E-Mail-Projekte.
Welche lerntheoretischen Grundlagen werden beim E-Learning unterschieden?
Es werden drei Hauptströmungen unterschieden: Der Behaviorismus (Lernen durch Reiz-Reaktions-Muster), der Kognitivismus (Fokus auf Informationsverarbeitung) und der Konstruktivismus (Lernen als aktiver Aufbau von Wissen durch den Lernenden selbst).
Was sind typische Aufgabentypen für den Unterricht mit dem Internet?
Zu den gängigen Aufgabentypen gehören interaktive Online-Übungen, gelenkte und freie Rechercheaufgaben (z. B. WebQuests), E-Mail-Austauschprojekte und komplexe Internet-Projekte zur Erarbeitung spezifischer Themen.
Gibt es Kritik am Einsatz des Internets beim Sprachenlernen?
Kritiker befürchten oft eine Vereinsamung der Lernenden vor dem Computer oder zweifeln an der Wirksamkeit rein digitaler Aufgaben. Die Arbeit zeigt jedoch, dass bei richtigem didaktischen Einsatz die Vorteile überwiegen können.
Was ist der Unterschied zwischen DaF und DaZ in diesem Kontext?
DaF steht für Deutsch als Fremdsprache (Lernen im Ausland), DaZ für Deutsch als Zweitsprache (Lernen im Zielsprachenland). Die methodischen Ansätze zum Internet-Einsatz sind für beide Bereiche weitgehend identisch, weshalb die Arbeit meist den Begriff DaF stellvertretend nutzt.
- Quote paper
- Kristin L. (Author), 2012, Grundlagen und Aufgabentypen beim Lernen mit dem Internet. Unter besonderer Berücksichtigung des DaZ-Unterrichts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292762