Obwohl der Wandel an den Finanzmärkten bereits weit fortgeschritten ist legen die Unternehmen ihren Schwerpunkt nach wie vor auf den klassischen Kredit. Die im internationalen Vergleich niedrige Eigenkapitalquote deutscher Mittelständler verteuert das Fremdkapital, da die Banken ihre Kreditzinsen heute nach der Bonität der Unternehmen festlegen. Alternative Finanzierungsformen wie Aktien und Anleihen gewannen immer weiter an Bedeutung. Deswegen sind Unternehmen gefordert ihre Eigenkapitalbasis zu stärken und alternative Finanzierungsinstrumente zu nutzen.
Ich bin Inhaber und Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens Automotive Sondermaschinen GmbH. Das Unternehmen ist im Bereich Spezialmaschinenbau für die Investitionsgüterindustrie tätig, vorwiegend für die Automobilbranche. Diese Arbeit entstand vor dem Hintergrund einer Expansion der AS GmbH und soll dem Leser einen Einstieg in das Thema Going Public ermöglichen. Zunächst wird das Feld der Finanzierung Kategorisiert. Anschließend werden die Vor- und Nachteile eines Börsengangs abgewogen und anschließend die Maßnahmen für ein erfolgreiches Going Public dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der Finanzierung
2.1. Arten der Finanzierung
2.2 Finanzierungsmöglichkeiten einer Unternehmenserweiterung
2.2.1 Fremdfinanzierung
2.2.2 Mezzanine Finanzierung
2.2.3 Eigenfinanzierung
3. Der Börsengang als Finanzierungsalternative
3.1 Einordung ins Finanzierungsspektrum
3.2 Going Public
3.3 Vorteile eines Börsengangs
3.3.1 Wachstumsfinanzierung und Eigenkapitalstärkung
3.3.2 Imagegewinn
3.3.3 Nachfolgeregelung
3.3.4 Vermögensdiversifikation
3.4 Nachteile eines Börsengangs
3.4.1 Publizitätspflicht
3.4.2 Kosten
3.4.3 Überfremdungsgefahr
4. Börsenreifekriterien
4.1 Gesetzliche Anforderungen
4.2 Wirtschaftliche Anforderungen
4.3 Organisatorische Anforderungen
5. Going Public
5.1 Weichenstellungen: Berater, Banken, ect.
5.1.1 Der Emissionsberater
5.1.2 Wirtschaftsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
5.1.3 Die Emissionsbank
5.1.4 Emissionszeitpunkt
5.1.5 Marktsegment und Börsenplatz
5.1.6 Emissionsvolumen
5.2 Vorbereitung des Börsengangs
5.2.1 Due Diligence
5.2.2 Die Equity Story
5.2.3 Research Material
5.2.4 Verkaufsprospekt
5.3 Die Preisfindung
5.3.1 Festpreisverfahren
5.3.2 Bookbuildingverfahren
5.4 Nachbetreuung
6 Fazit
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Going Public"?
Going Public bezeichnet den Prozess, bei dem ein Unternehmen erstmals Aktien an der Börse ausgibt, um Eigenkapital für Wachstum zu generieren.
Welche Vorteile bietet ein Börsengang für Mittelständler?
Zu den Vorteilen zählen die Stärkung der Eigenkapitalbasis, ein erheblicher Imagegewinn, die Erleichterung der Nachfolgeregelung und die Diversifikation des Vermögens.
Was sind die Nachteile eines Börsengangs?
Nachteile sind die hohen Kosten des Verfahrens, strenge Publizitätspflichten (Transparenz) und die Gefahr der Überfremdung durch externe Aktionäre.
Was ist das Bookbuilding-Verfahren?
Es ist eine Methode der Preisfindung, bei der potenzielle Investoren innerhalb einer vorgegebenen Spanne Gebote abgeben, woraus der endgültige Emissionspreis ermittelt wird.
Was versteht man unter einer "Equity Story"?
Die Equity Story ist das überzeugende Konzept und die Zukunftsstrategie des Unternehmens, mit der Investoren von einem Aktienkauf überzeugt werden sollen.
- Quote paper
- Christoph Kartmann (Author), 2014, Wachstumsfinanzierung mit Hilfe eines Börsengangs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287321