Auch im einundzwanzigsten Jahrhundert ist der Begriff der Psychiatrie und der (chronisch) psychischen Erkrankung immer noch negativ und mit vielen Vorurteilen behaftet. Dabei ist doch Selbstbestimmung das Recht eines jeden Menschen unabhängig davon, ob er gesund oder krank ist. Und so wie sich die Psychiatrie im Wandel der Zeit verändert hat, so haben sich auch die Menschen von Insassen zu Betroffenen gewandelt. Psychiatrie-Erfahrene schließen sich zu Selbsthilfegruppen zusammen und die professionell Pflegenden werden als Informationsquelle und Unterstützung verstanden, wodurch ein Netzwerk entsteht. Gemeinsam wird an Prozessen des Empowerment und Recovery gearbeitet
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungen
- Einführung und Methode
- (Psychiatrisches) Gesundheits- und Krankheitsverständnis
- Chronizität und längerfristiger psychiatrischer Krankheitsverlauf
- Empowerment
- Recovery
- Bezug zur psychiatrischen Pflege
- Fazit und Ausblick
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Grundhaltung und dem psychiatrischen Gesundheits- und Krankheitsverständnis als Basis für das Handeln psychiatrischer Pflege bei Menschen mit einem längerfristigen psychiatrischen Krankheitsverlauf. Sie stellt die Konzepte des Empowerment und Recovery vor und untersucht deren Relevanz für die psychiatrische Pflege.
- Definitionen von Gesundheit und Krankheit
- Chronizität und längerfristiger psychiatrischer Krankheitsverlauf
- Empowerment und Recovery als Konzepte zur Selbsthilfe und Gesundung
- Bedeutung von Empowerment und Recovery für die psychiatrische Pflege
- Kritische Betrachtung und Ausblick auf weiter zu bearbeitende Themen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik und erläutert die Methode der Literaturrecherche. Im zweiten Kapitel werden verschiedene Definitionen von Gesundheit und Krankheit vorgestellt, um den Begriff der (psychiatrischen) Krankheit zu beleuchten. Kapitel 3 befasst sich mit der Chronizität und dem längerfristigen psychiatrischen Krankheitsverlauf, um den Kontext für die Konzepte des Empowerment und Recovery zu schaffen. In Kapitel 4 und 5 werden die Konzepte des Empowerment und Recovery allgemein vorgestellt und ihre Bedeutung für die Selbsthilfe und Gesundung von Menschen mit chronischen Erkrankungen hervorgehoben. Kapitel 6 setzt die Konzepte in Bezug zur psychiatrischen Pflege und untersucht deren Relevanz für das Handeln psychiatrischer Pflegekräfte. Die Arbeit schließt mit einem Fazit, einer kritischen Betrachtung und einem Ausblick auf mögliche weiter zu bearbeitende Themen.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen psychiatrische Pflege, Gesundheits- und Krankheitsverständnis, Chronizität, Empowerment, Recovery, Selbsthilfe, Gesundung, Stigmatisierung, Diskriminierung, Selbstbestimmung, soziale Ausgrenzung, psychiatrische Erkrankungen, längerfristiger Krankheitsverlauf, psychiatrisches Handeln.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeuten Empowerment und Recovery in der Psychiatrie?
Empowerment zielt auf die Selbstbestimmung und Stärkung der Eigenmacht von Betroffenen ab. Recovery beschreibt einen persönlichen Genesungsprozess, bei dem das Leben trotz psychischer Erkrankung als sinnerfüllt erlebt wird.
Wie hat sich das Bild der Psychiatrie gewandelt?
Menschen in der Psychiatrie werden heute nicht mehr als bloße „Insassen“, sondern als „Betroffene“ oder „Psychiatrie-Erfahrene“ gesehen, die aktiv an ihrem Heilungsprozess teilnehmen.
Welche Rolle spielt die psychiatrische Pflege?
Pflegekräfte fungieren als Informationsquelle und Unterstützung in einem Netzwerk. Ihr Handeln basiert auf einem modernen Gesundheits- und Krankheitsverständnis, das die Autonomie des Patienten achtet.
Was ist ein längerfristiger psychiatrischer Krankheitsverlauf?
Dies bezieht sich auf chronische psychische Erkrankungen, die eine dauerhafte Begleitung erfordern, wobei der Fokus auf der sozialen Teilhabe und der Vermeidung von Ausgrenzung liegt.
Warum sind Selbsthilfegruppen wichtig?
Selbsthilfegruppen ermöglichen den Austausch unter Betroffenen, bauen Stigmatisierung ab und sind ein zentraler Bestandteil des Recovery-Konzepts.
- Quote paper
- Annina Grimm (Author), 2014, Psychiatrisches Gesundheits- und Krankheitsverständnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287170