In meiner Arbeit werde ich das Konzept der Wahrnehmungsförderung nach Félicie AFFOLTER vorstellen und dessen Bedeutung in der heilpädagogischen Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung erörtern.
Nach der Erläuterung grundlegender Zusammenhänge im Bereich von Wahrnehmung und Wahrnehmungsstörungen komme ich zu AFFOLTERs Konzept der Wahrnehmungsförderung.
Einführend stelle ich kurz die Person Félicie AFFOLTER vor und zeige die Entstehung ihres Förderkonzepts im Laufe ihrer Forschungsarbeiten auf. Daneben gehe ich auf die Zielgruppe von Personen ein, für deren Förderung das Konzept von AFFOLTER besonders geeignet ist.
Anschließend gehe ich auf die allgemeinen Grundprinzipien des Konzepts ein, zeige die einzelnen Stufen des Lernprozesses beim Führen auf, sowie wichtige, beim Führen zu beachtende Grundregeln.
Zum Abschluss dieses Kapitels komme ich dann auf die Umsetzung der „gespürten Interaktion“ im Alltag zu sprechen und erläutere AFFOLTERs Ausführungen zur Anwendung ihres Konzepts im Rahmen von Therapiesituationen.
Das zweite Kapitel meiner Arbeit wird sich dann mit der Anwendung des AFFOLTER-Konzepts in der heilpädagogischen Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung beschäftigen.
Zunächst erläutere ich, in welchen Bereichen der Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung das Konzept von F. AFFOLTER angewendet wird, so zum Beispiel im Rahmen der Einzelförderung, aber auch im Alltag.
Zur Beurteilung der Anwendung von AFFOLTERs Konzept in der Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung stelle ich SPECKs (1999) Richtziele der heilpädagogischen Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung vor. Danach werde ich aufzeigen, inwiefern diese Ziele durch Anwendung des AFFOLTER-Konzepts bei Menschen mit geistiger Behinderung zu erreichen sind.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitungsgedanken
- Wahrnehmen und Spüren – das AFFOLTER-Konzept
- Zur Person F. AFFOLTER
- Entstehung des AFFOLTER-Konzepts
- Zielgruppe des Konzepts
- Grundprinzipien des Konzepts
- Lernprozess im Rahmen des AFFOLTER-Konzepts
- Regeln beim Führen
- Geführt durch den Alltag
- Menschen mit geistiger Behinderung
- Anwendung des AFFOLTER-Konzepts in der heilpädagogischen Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung
- Richtziele heilpädagogischer Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung
- Heilpädagogische Richtziele und das AFFOLTER-Konzept
- Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Wahrnehmungsförderung nach Félicie Affolter und dessen Bedeutung in der heilpädagogischen Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung. Die Autorin stellt das Konzept vor, erläutert seine Entstehung und Grundprinzipien sowie die Anwendung in der Praxis.
- Die Entstehung des AFFOLTER-Konzepts aus der Beobachtung von Kindern mit Wahrnehmungsstörungen
- Die Grundprinzipien des AFFOLTER-Konzepts, insbesondere die Bedeutung von „gespürter Interaktion“
- Die Anwendung des AFFOLTER-Konzepts in der heilpädagogischen Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung
- Die Bedeutung des AFFOLTER-Konzepts für die Erreichung heilpädagogischer Richtziele
- Die Relevanz des AFFOLTER-Konzepts für die Praxis der heilpädagogischen Arbeit
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit widmet sich der Einführung in das AFFOLTER-Konzept. Es beginnt mit einer kurzen Vorstellung der Person Félicie Affolter und ihrer beruflichen Laufbahn. Anschließend wird die Entstehung des Konzepts aus der Beobachtung von Kindern mit Wahrnehmungsstörungen erläutert. Die Autorin beleuchtet die Zielgruppe des Konzepts und stellt die Grundprinzipien der Wahrnehmungsförderung nach Affolter vor. Im weiteren Verlauf des Kapitels werden die einzelnen Stufen des Lernprozesses beim Führen im Rahmen des AFFOLTER-Konzepts beschrieben. Die Autorin geht auf wichtige Regeln beim Führen ein und erläutert die Umsetzung der „gespürten Interaktion“ im Alltag.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Anwendung des AFFOLTER-Konzepts in der heilpädagogischen Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung. Die Autorin erläutert, in welchen Bereichen der Förderung das Konzept von F. Affolter angewendet wird, beispielsweise im Rahmen der Einzelförderung oder im Alltag. Um die Anwendung des Konzepts in der Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung zu beurteilen, stellt die Autorin die Richtziele der heilpädagogischen Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung nach Speck (1999) vor. Anschließend zeigt sie auf, inwiefern diese Ziele durch Anwendung des AFFOLTER-Konzepts bei Menschen mit geistiger Behinderung zu erreichen sind.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das AFFOLTER-Konzept, Wahrnehmungsförderung, heilpädagogische Förderung, Menschen mit geistiger Behinderung, „gespürte Interaktion“, Lernprozess, Führen, Richtziele, Einzelförderung, Alltag, Praxisrelevanz.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Kernziel des Konzepts nach Félicie Affolter?
Das Ziel ist die Wahrnehmungsförderung durch „gespürte Interaktion“, um Menschen mit Wahrnehmungsstörungen oder geistiger Behinderung bei der Alltagsbewältigung zu unterstützen.
Wer war Félicie Affolter?
Félicie Affolter war eine Forscherin, die ihr Förderkonzept aus der Beobachtung von Kindern mit Wahrnehmungsstörungen entwickelte, um Lernprozesse durch körperliches Führen zu ermöglichen.
Was bedeutet „Führen“ im Rahmen des Affolter-Konzepts?
Beim Führen leitet eine Bezugsperson die Hände des Klienten bei Alltagstätigkeiten, um taktile und kinästhetische Erfahrungen (Spüren) zu vermitteln, die für die Informationsverarbeitung wichtig sind.
Für welche Zielgruppe ist das Konzept besonders geeignet?
Es ist besonders für Menschen mit Wahrnehmungsstörungen, geistiger Behinderung und schweren Entwicklungsverzögerungen konzipiert.
Welche Rolle spielt die „gespürte Interaktion“ im Alltag?
Sie ermöglicht es den Betroffenen, durch körperliche Interaktion mit der Umwelt Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zu begreifen und so mehr Selbstständigkeit zu erlangen.
Wie lassen sich heilpädagogische Richtziele mit dem Affolter-Konzept erreichen?
Durch die Förderung der Wahrnehmung werden grundlegende kognitive und soziale Kompetenzen gestärkt, was den Richtzielen der heilpädagogischen Arbeit nach Speck (1999) entspricht.
- Quote paper
- M.A. Nina Friedlein (Author), 2006, Einführung in das heilpädagogische Konzept nach Affolter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286196