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Erklärungsfaktoren für den Bildungs(miss)erfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Titel: Erklärungsfaktoren für den Bildungs(miss)erfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Akademische Arbeit , 2006 , 52 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dipl.Soz.wiss. Feride Baduroglu (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die bedingte Abhängigkeit der drei Faktoren Familie, Schule und Peergroup stellen ein unzertrennliches Gerüst dar, die den Bildungserfolg von Migrantenjugendlichen erklären. Natürlich kann, auch wie in vielen Studien üblich, nur eine Instanz zur Erklärung von Bildungserfolg und Misserfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund herangezogen werden. Jedoch erscheint es sinnvoll alle Sozialisationsmächte heranzuziehen und sie auf ihre Wichtigkeit im Rahmen des Bildungserfolgs zu analysieren, um letztendlich eine eindeutige, aufschlussreichere und handfeste Erklärung sowohl für den Erfolg als auch für den Misserfolg zu erhalten. Denn es sind mehrere Faktoren, die den Erfolg oder den Misserfolg eines Jugendlichen bedingen.
Es soll daher im Weiteren auf einzelne Faktoren eingegangen werden, die auf den Bildungserfolg bzw. den Bildungsmisserfolg der Jugendlichen mit Migrationshintergrund fördernd oder eher hemmend wirken. Zunächst soll unter besonderer Berücksichtigung der drei Instanzen auf Ursachen eingegangen werden, die das schlechte Abschneiden der Migrantenjugendlichen im Bildungssystem bedingen bzw. keinen Bildungserfolg erlauben und danach sollen die wichtigsten Ergebnisse, die positiv auf die Schulkarriere der Migrantenjugendlichen wirken, auch unter Berücksichtigung der drei Sozialisationsinstanzen Familie, Schule und Peergroup, zusammengetragen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fördernde und erschwerende Erklärungsfaktoren für den Bildungs(miss)erfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

2.1 Ursachen für das schlechte Abschneiden im Bildungssystem

2.1.1 Selbstkonzeptionelle Lücken bzw. Defizite hinsichtlich der persönlichen Merkmale der Schülerin bzw. des Schülers

2.1.2 Defizite hinsichtlich familiärer Merkmale und Ressourcen

2.1.3 Defizite hinsichtlich der schulischen und außerschulischen Umgebung

2.2 Bedingungen bzw. Determinanten für den Schulerfolg der Migrantenjugendlichen

2.2.1 Faktoren hinsichtlich des Selbstkonzepts bzw. der persönlichen Merkmale der Schülerin bzw. des Schülers

2.2.2 Faktoren hinsichtlich familiärer Merkmale und Ressourcen

2.2.3 Faktoren hinsichtlich schulischer und außerschulischer Umgebung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die verschiedenen Erklärungsfaktoren zu identifizieren, die den Bildungs(miss)erfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem beeinflussen. Dabei wird untersucht, wie familiäre, schulische und soziale Instanzen ineinandergreifen, um sowohl Barrieren als auch förderliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schullaufbahn zu bilden.

  • Analyse des Einflusses familiärer Ressourcen und Sozialisation auf den Schulerfolg.
  • Untersuchung der Bedeutung des Selbstkonzepts für schulische Leistungen.
  • Bewertung des Einflusses der schulischen Umgebung und institutioneller Diskriminierung.
  • Erörterung der Rolle der Peergroup als soziale Instanz für Jugendliche.
  • Darstellung von Bedingungen für erfolgreiche Bildungsbiografien.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Selbstkonzeptionelle Lücken bzw. Defizite hinsichtlich der persönlichen Merkmale der Schülerin bzw. des Schülers

An dieser Stelle geht es um die persönlichen Merkmale von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die sich vor allem auf deren Selbstkonzept stützt um Misserfolge in der Schule zu erklären. Es sei hier angemerkt, dass unter dem Terminus Selbstkonzept, der hier indirekt als Synonym zu den persönlichen Merkmalen benutzt worden ist, vor allem das Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und die Offenheit der Jugendlichen zu verstehen sind, wobei bei der Begriffsvorstellung und -interpretation die Meinungen deutlich variieren können; doch im Kontext dieser Arbeit sollte dieser Ausdruck ausschließlich diese genannten Eigenschaften symbolisieren.

Das Selbstkonzept ist „eine wichtige Determinante des Schulinteresses und Schulerfolgs, insbesondere in der Grundschule […] Einerseits wird die Selbstkonzeptentwicklung eines Kindes von seinem schulischem Erfolg weitgehend beeinflusst; andererseits resultiert schulisches Versagen aus seiner Überzeugung, nicht lesen, schreiben oder rechnen zu können“ (MARKOU, 1981, S. i, Einleitung). Unter dem Selbstkonzept wird „die Gesamtheit der die eigene Person betreffenden Kognitionen verstanden. Das Selbstkonzept umfaßt Einstellungen, Urteile und Werthaltungen eines Individuums bezüglich seines Verhaltens, seiner Fähigkeiten und Eigenschaften.

Das Selbstkonzept ist sowohl deskriptiv als auch evaluativ, Kognitionen werden von bedeutsamen Emotionen begleitet (z.B. Selbstwertgefühl). Das Selbstkonzept kann in bereichsspezifische, partielle Selbstbilder und Dimensionen unterschiedlichen Inhalts und Generalisierungsgrades zerlegt werden. In der Regel werden schulisch akademische, soziale, physische und globale Selbstkonzeptskalen unterschieden. Das Selbstkonzept wird durch Erfahrung, soziale Interaktion und Interpretation gebildet. Soziale Vergleichsprozesse spielen hierbei eine besondere Rolle. Das Selbstkonzept interpretiert und organisiert Handlungen und Erfahrungen, es wirkt als Regulationsinstanz für Wahrnehmung und Verhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Bildungserfolgs von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Kontext des deutschen Schulsystems und der PISA-Debatten.

2. Fördernde und erschwerende Erklärungsfaktoren für den Bildungs(miss)erfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Dieser Hauptteil analysiert die komplexen Ursachen für Bildungsdefizite sowie die Bedingungen, die zu einem erfolgreichen Bildungsabschluss beitragen, unterteilt in familiäre, schulische und individuelle Faktoren.

Schlüsselwörter

Bildungserfolg, Bildungsmisserfolg, Migrationshintergrund, Selbstkonzept, familiäre Ressourcen, soziale Instanzen, Schullaufbahn, Chancengleichheit, Sozialisation, schulische Diskriminierung, Migrationskinder, Bildungsbiografie, pädagogische Förderung, Leistungsmotivation, Peergroup.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Faktoren, die den Bildungs(miss)erfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem beeinflussen und erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die Bedeutung der Herkunftsfamilie, die Rolle der Schule als Institution sowie die soziale Einbindung in Peergroups.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, ein aufschlussreiches Bild über die verschiedenen Faktoren zu gewinnen, die eine Schullaufbahn fördern oder hemmen, um letztlich Gründe für Erfolg oder Misserfolg besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse vorhandener Fachliteratur und empirischer Studien zu den Themen Migration und Bildung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Ursachen für schulische Misserfolge sowie die Bedingungen für erfolgreiche Schullaufbahnen anhand von Faktoren wie Selbstkonzept, familiärer Ressourcen und schulischer Umwelt erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bildungserfolg, Migrationshintergrund, Selbstkonzept, familiäre Sozialisation und institutionelle Diskriminierung.

Warum spielt das Selbstkonzept eine so große Rolle für den Erfolg?

Das Selbstkonzept fungiert als Regulationsinstanz für Wahrnehmung und Verhalten; ein negatives Selbstkonzept kann zu Versagensängsten und sinkender Leistungsmotivation führen.

Wie beeinflussen die familiären Ressourcen den Schulerfolg konkret?

Familien mit mehr Ressourcen können ihre Kinder bei der schulischen Laufbahn besser unterstützen; Faktoren wie Wohnverhältnisse, Bildungsstand der Eltern und Anzahl der Geschwister spielen hierbei eine wesentliche Rolle.

Wird das Thema Diskriminierung in der Schule thematisiert?

Ja, das Dokument diskutiert Ansätze der institutionellen Diskriminierung und wie Selektionsprozesse im Schulsystem Bildungschancen beeinflussen können.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der Bedeutung der Peergroup?

Die Arbeit zeigt, dass die Peergroup sowohl als Schutzfaktor als auch als Risiko fungieren kann, wobei eine stabile soziale Einbindung entscheidend für die Fortbewegung im Bildungssystem ist.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erklärungsfaktoren für den Bildungs(miss)erfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,3
Autor
Dipl.Soz.wiss. Feride Baduroglu (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
52
Katalognummer
V285913
ISBN (eBook)
9783656858119
ISBN (Buch)
9783668139190
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erklärungsfaktoren bildungs jugendlichen migrationshintergrund
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.Soz.wiss. Feride Baduroglu (Autor:in), 2006, Erklärungsfaktoren für den Bildungs(miss)erfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285913
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Leseprobe aus  52  Seiten
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