Die Liberalisierung des Welthandels durch politische Entscheidungen sowie maßgebliche technische Fortschritte in den Bereichen der Kommunikation und des Transports haben in den vergangenen Jahrzehnten zu einer enormen Verflechtung der globalen Beziehungen geführt. Der Export von Waren stieg so zwischen den Jahren 1960 und 2008 um rund 1.450 Prozent. Die Bedeutung des Außenhandels ist damit für viele Ökonomien, wie beispielsweise Deutschland und insbesondere für zahlreiche Unternehmen zu einer Existenzgrundlage herangewachsen. Aufgrund unterschiedlicher rechtlicher Rahmenbedingungen zwischen einzelnen Staaten, bringt der internationale Warenhandel aus Unternehmersicht jedoch auch gewisse Risiken mit sich, welche sich je nach Auftragsvolumen als existenzgefährdend erweisen können.
Um diese Risiken zu minimieren und gar gänzlich auszuschließen hat sich das Akkreditiv in den vergangenen Jahrzehnten als ein zuverlässiges Zahlungsinstrument erwiesen. Der Exporteur kann hierbei weitestgehend sicher sein den vereinbarten Verkaufspreis zu erhalten und zugleich kann der Importeur weitestgehend sicher sein die korrekte Ware zum richtigen Zeitpunkt zu erhalten. Zwar wurde zwischenzeitlich weitläufig vermutet, dass im Rahmen der Fortentwicklung der Europäischen Gemeinschaft der Zahlungsverkehr unter Unternehmen keine wesentliche Rolle mehr spiele, jedoch weisen aktuelle Untersuchungen auf das Gegenteil hin und verzeichnen deutliche Wachstumsraten bei der Nutzung von Akkreditiven.
Inhaltsverzeichnis
- EINFÜHRUNG
- GRUNDLAGEN
- Zahlungsbedingungen im Überblick
- Definition Dokumentenakkreditiv
- Beteiligte Personen
- Funktionen des Dokumentenakkreditiv
- Praktische Bedeutung des Dokumentenakkreditiv
- FORMEN VON AKKREDITIVEN
- Benutzbarkeit und Zeitpunkt der Zahlung
- Auszahlungsakkreditive: Sichtakkreditiv, Deferred-pay-ment Akkreditiv
- Wechsel- / Akzeptakkreditive: Remboursakkreditiv, Negoziationsakkreditiv
- Nachsichtakkreditiv
- Anzahl der Zahlungsversprechen: unbestätigtes und bestätigtes Akkreditiv
- Sicherheit des Zahlungsversprechens: unwiderrufliches und widerrufliches Akkreditiv
- übertragbares und nicht übertragbares Akkreditiv
- Häufigkeit der Nutzbarkeit: revolvierendes und nicht revolvierendes Akkreditiv
- Benutzbarkeit und Zeitpunkt der Zahlung
- ABLAUF EINES DOKUMENTENAKKREDITIVS
- SCHLUSSWORT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit "Akkreditive im internationalen Geschäftsverkehr" befasst sich mit der Definition, den Arten, dem Ablauf, den Einsatzbereichen und der Bedeutung von Dokumentenakkreditiven im internationalen Handel. Sie dient dazu, ein umfassendes Verständnis dieser wichtigen Zahlungsmethode zu vermitteln und die relevanten Aspekte für Unternehmen und Akteure im internationalen Geschäftsverkehr aufzuzeigen.
- Definition und Funktionsweise von Dokumentenakkreditiven
- Arten und Formen von Akkreditiven im internationalen Handel
- Ablauf eines Dokumentenakkreditivs in der Praxis
- Einsatzbereiche und Bedeutung von Akkreditiven im internationalen Geschäftsverkehr
- Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte von Akkreditiven
Zusammenfassung der Kapitel
- Das Kapitel "Einführung" bietet eine kurze Einleitung in die Thematik von Akkreditiven im internationalen Geschäftsverkehr und stellt die Bedeutung dieses Finanzinstruments in der heutigen globalisierten Welt dar.
- Das Kapitel "Grundlagen" behandelt die wichtigsten Begriffe und Definitionen im Zusammenhang mit Dokumentenakkreditiven, insbesondere die Definition des Dokumentenakkreditivs selbst sowie die verschiedenen Arten von Akkreditiven.
- Das Kapitel "Formen von Akkreditiven" befasst sich mit den verschiedenen Formen von Akkreditiven, die im internationalen Handel verwendet werden, einschließlich ihrer besonderen Eigenschaften und Anwendungsbereiche. Hier werden verschiedene Kriterien zur Klassifizierung von Akkreditiven vorgestellt.
- Das Kapitel "Ablauf eines Dokumentenakkreditivs" erklärt den Ablauf eines Dokumentenakkreditivs anhand eines praktischen Beispiels. Es wird dargestellt, wie die einzelnen Beteiligten im Prozess agieren und welche Dokumente bei der Abwicklung des Geschäfts benötigt werden.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit behandelt zentrale Begriffe und Konzepte im Zusammenhang mit Dokumentenakkreditiven im internationalen Geschäftsverkehr. Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören: Dokumentenakkreditiv, Sichtakkreditiv, Deferred-pay-ment Akkreditiv, Remboursakkreditiv, Negoziationsakkreditiv, unwiderrufliches Akkreditiv, übertragbares Akkreditiv, revolvierendes Akkreditiv, International Chamber of Commerce (ICC), Einheitliche Richtlinien und Gebräuche für Dokumenten-Akkreditive (ERA), Zahlungsbedingungen, Zahlungsrisiken, Sicherheitsaspekte, internationales Handelsrecht, Finanzierungsinstrumente.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Dokumentenakkreditiv?
Ein Dokumentenakkreditiv ist ein bedingtes Zahlungsversprechen einer Bank, das dem Exporteur Sicherheit gibt, den Kaufpreis zu erhalten, sofern er die vereinbarten Dokumente vorlegt.
Warum sind Akkreditive im internationalen Handel wichtig?
Sie minimieren Risiken wie Zahlungsunfähigkeit des Importeurs oder Lieferverzug und stellen sicher, dass die Ware gemäß den Vereinbarungen versendet wird.
Was ist der Unterschied zwischen einem Sichtakkreditiv und einem Nachsichtakkreditiv?
Beim Sichtakkreditiv erfolgt die Zahlung sofort bei Dokumentenvorlage, beim Nachsichtakkreditiv erst nach einer vereinbarten Frist.
Was bedeutet ein „bestätigtes“ Akkreditiv?
Bei einem bestätigten Akkreditiv übernimmt neben der Bank des Importeurs auch eine zweite Bank (meist im Land des Exporteurs) ein eigenständiges Zahlungsversprechen.
Was sind die ERA (Einheitliche Richtlinien und Gebräuche)?
Die ERA sind ein von der Internationalen Handelskammer (ICC) entwickeltes Regelwerk, das weltweit die Abwicklung von Akkreditiven standardisiert.
- Quote paper
- Matthias Pflüger (Author), 2013, Akkreditive im internationalen Geschäftsverkehr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283419