Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Politisches System Deutschlands

Ursprung, Programm und Ziele der Piratenpartei Deutschland

Titel: Ursprung, Programm und Ziele der Piratenpartei Deutschland

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lars Paulus (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im September 2011 erreicht die Piratenpartei bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin ein überraschend starkes Wahlergebnis von 8,9 Prozent (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2012) und zog damit zum ersten Mal in ihrer Geschichte in ein deutsches Landesparlament ein. Dieses Wahlergebnis zeigt, dass es sich bei der Piratenpartei um eine politische Kraft handelt, die ernsthafte Ambitionen und Möglichkeiten hat, Einfluss auf das deutsche Politikgeschehen zu nehmen. Es ist daher nicht abwegig anzunehmen, dass die Piratenpartei in Zukunft eine immer größere Rolle in der deutschen Parteienlandschaft spielen könnte. Insbesondere vor diesem Hintergrund ist eine politikwissenschaftliche Beschäftigung mit der Piratenpartei von großer Relevanz.
In meiner Hausarbeit werde ich mich daher mit der Piratenpartei in Deutschland beschäftigen und dabei die Frage analysieren, wie sich die Partei typisieren lässt. Als theoretische Grundlage wird dabei das Typisierungsschema nach Paul Lucardie dienen, welches zur Typisierung von politischen Parteien fünf verschiedene Dimensionen unterscheidet (Lucardie 2007: 62). Ich werde die Piratenpartei in Bezug auf jede dieser fünf Dimensionen analysieren und somit eine detailierte Typisierung der Partei vornehmen.
Zu Beginn der Hausarbeit werde ich zunächst auf die Problematik der Typisierung von politischen Parteien im Allgemeinen eingehen und darlegen, warum das Typisierungsschema nach Lucardie am geeignetsten ist, um die Piratenpartei zu analysieren. Darauf folgend wird eine genaue Analyse der Partei bezüglich der fünf Typisierungsdimensionen durchgeführt, um abschließend im Fazit die Ergebnisse der Analyse zusammenzufassen und einen Ausblick auf weitere, sich anschließende Forschungsfragen zu eröffnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Typisierung von politischen Parteien im Allgemeinen

3. Analyse und Typisierung der Piratenpartei Deutschland

3.1. Ursprung und Genese

3.2. Programmatik und Ideologie

3.3. Ziele und Funktion im politischen System

3.4. Aufbau und Struktur der Parteiorganisation

3.5. Wählerschaft und soziologische Basis

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Piratenpartei Deutschland politikwissenschaftlich zu analysieren und mittels des Typisierungsschemas nach Paul Lucardie einzuordnen, um ihr Selbstverständnis und ihre Rolle im politischen System besser zu verstehen.

  • Methodische Anwendung der fünf Dimensionen der Parteientypisierung nach Lucardie
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte als außerparlamentarische Bewegung
  • Analyse der programmatischen Ausrichtung mit Fokus auf die "digitale Revolution"
  • Bewertung der Organisationsstruktur zwischen klassischer Partei und netzwerkartiger Bewegung
  • Charakterisierung der Wählerschaft und soziologischen Basis der Partei

Auszug aus dem Buch

3.4. Aufbau und Struktur der Parteiorganisation

In Bezug auf den Aufbau und die Struktur von politischen Parteien beschreibt Paul Lucardie (2007: 70) Parteien im Allgemeinen als verhältnismäßig kompliziert strukturierte Organisationen, die sich anhand verschiedener Merkmale wie Mitgliederzahl, Anzahl und Funktion der Ortsverbände oder Professionalisierung unterscheiden lassen. Erneut differenziert Lucardie zwischen drei verschiedenen Grundtypen: Kaderparteien, Massenparteien und Wählerparteien (Lucardie 2007: 70-71). Diese drei Typen kommen laut Lucardie (2007: 72) allerdings nur selten in Reinform vor. Stattdessen kommt es sehr häufig zu Mischformen, die einzelne Elemente der verschiedenen Typen in sich vereinen (Lucardie 2007: 72).

Auch die Piratenpartei Deutschland lässt sich nicht ausschließlich einem der drei Grundtypen zuordnen. Dennoch lässt sich beispielsweise sagen, dass die Piratenpartei einige Elemente der Kaderpartei aufweist. So beschreibt Lucardie (2007: 70-71) die relativ autonome Grundorganisation von Parteien mit vergleichsweise lockeren Strukturen als ein zentrales Element einer Kaderpartei. Dieser Aspekt einer autonomen und lockeren Struktur zeigt sich bei der Piratenpartei deutlich. Prokopf, Strauch und Zolleis (2010: 19) beschreiben diesbezüglich den Versuch der Piratenpartei sich möglichst antihierarchisch zu präsentieren. Jedes Parteimitglied und jeder Parteiunterstützer soll die Chance auf Mitspracherecht innerhalb der Partei haben, „wobei das offizielle Stimmrecht auf Parteitagen […] gemäß dem Parteienrecht nach wie vor ausschließlich eingetragenen Mitgliedern vorbehalten ist“ (Prokopf / Strauch / Zolleis 2010: 19).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Piratenpartei nach ihrem Berliner Wahlerfolg ein und skizziert die methodische Vorgehensweise auf Basis von Paul Lucardies Typisierungsschema.

2. Typisierung von politischen Parteien im Allgemeinen: Dieses Kapitel erläutert die politikwissenschaftliche Notwendigkeit der Typenbildung zur Komplexitätsreduktion und diskutiert verschiedene Ansätze der Parteienklassifikation.

3. Analyse und Typisierung der Piratenpartei Deutschland: In diesem Hauptteil wird die Piratenpartei anhand der fünf Dimensionen von Lucardie – Ursprung, Programmatik, Ziele, Organisation und Wählerschaft – detailliert untersucht.

3.1. Ursprung und Genese: Das Kapitel verortet die Gründung der Partei als außerparlamentarische Bewegung im Kontext des Filesharing-Konflikts nach schwedischem Vorbild.

3.2. Programmatik und Ideologie: Hier wird die Partei als tendenziell liberal eingestuft, wobei auf die Fokussierung auf Themen der "digitalen Revolution" hingewiesen wird.

3.3. Ziele und Funktion im politischen System: Die Partei wird in die Gruppe der "Idealhüter" eingeordnet, da sie ihre Ideologie verbreiten möchte, sich aber dennoch für neue Themen öffnet.

3.4. Aufbau und Struktur der Parteiorganisation: Das Kapitel analysiert die antihierarchische, netzwerkartige Organisationsstruktur der Piraten und die damit verbundenen Herausforderungen bei der klassischen Typisierung.

3.5. Wählerschaft und soziologische Basis: Hier wird die Internetaffinität und die junge Altersstruktur der Mitglieder als zentrales Merkmal für die soziologische Basis der Partei identifiziert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der typologischen Einordnung zusammen und gibt einen Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf zur Entwicklung der Piratenpartei.

Schlüsselwörter

Piratenpartei, Parteientypisierung, Paul Lucardie, Politikwissenschaft, Digitale Revolution, Idealhüter, Kaderpartei, Parteiorganisation, Filesharing, politische Partizipation, Wählerschaft, Internet, Parteienlandschaft, Deutschland, Parteiprogramm

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer politikwissenschaftlichen Analyse der Piratenpartei Deutschland, um diese mithilfe eines etablierten Typisierungsschemas in das deutsche Parteiensystem einzuordnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Entstehung der Partei, ihre ideologische Ausrichtung, ihre Zielsetzungen, die interne Organisationsstruktur sowie die soziologische Zusammensetzung ihrer Wähler.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie sich die Piratenpartei auf Basis der fünf Dimensionen von Paul Lucardie typisieren lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Als methodische Grundlage dient das fünfdimensionale Typisierungsschema von Paul Lucardie, ergänzt durch die Auswertung existierender politikwissenschaftlicher Literatur zur Piratenpartei.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fünf Analysebereiche, die jeweils einen Aspekt der Parteientypologie (Ursprung, Ideologie, Ziele, Organisation und Wählerschaft) systematisch beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Parteientypisierung, Piratenpartei, Digitale Revolution, Idealhüter und Parteiorganisation.

Inwiefern beeinflusst das Internet die Organisationsstruktur der Piraten?

Das Internet fungiert laut der Arbeit nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern bildet das Fundament für die Parteiorganisation, was eine Einordnung in klassische Schemata wie die Kader- oder Massenpartei erschwert.

Was versteht die Arbeit unter dem Typ der "Idealhüter"?

Idealhüter sind laut Lucardie Parteien, die zwar eine klare Ideologie verfolgen und diese verbreiten möchten, dabei aber gleichzeitig Interesse an politischer Teilhabe und Machtausübung zeigen und zur inhaltlichen Anpassung fähig sind.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ursprung, Programm und Ziele der Piratenpartei Deutschland
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Politikwissenschaften)
Veranstaltung
Basisseminar: Politisches System der BRD
Note
1,3
Autor
Lars Paulus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V282309
ISBN (eBook)
9783656770077
ISBN (Buch)
9783656770084
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ursprung programm ziele piratenpartei deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lars Paulus (Autor:in), 2012, Ursprung, Programm und Ziele der Piratenpartei Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282309
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  13  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum