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Übersicht zu den Alten und Neuen Kriegen. Was ist neu an den Neuen Kriegen?

Titel: Übersicht zu den Alten und Neuen Kriegen. Was ist neu an den Neuen Kriegen?

Referat (Ausarbeitung) , 2014 , 22 Seiten

Autor:in: Ann-Britt Ohlsen (Autor:in)

Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese graphische Zusammenfassung liefert einen Überblick zu den Alten und Neuen Kriegen in Stichpunkten und enthält ein Literaturverzeichnis.

Es wird auf verschiedene Definitionen von "Krieg" eingegangen und der Staat im Realismus betrachtet. Anschließend wird auf die alten, "klassischen" Bürgerkriege und die neuen Kriege wie z.B. in Somalia eingegangen.
Eine Diskussion zum Thema "Sind Neue Kriege wirklich neu?" und ein Fazit schließen die Zusammenfassung ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Kriegsdefinitionen

Staat im Realismus

Alte Kriege

Alte (klassische) Bürgerkriege

Neue Kriege

Beispiel: Somalia

Diskussion:

Sind Neue Kriege wirklich neu?

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Differenzierung zwischen sogenannten „Alten“ und „Neuen“ Kriegen in der internationalen Politik. Dabei wird analysiert, inwiefern sich die Kriegsführung im Laufe der Zeit gewandelt hat, welche Rolle der Zerfall staatlicher Gewaltmonopole spielt und ob die wissenschaftliche Kategorisierung als „Neue Kriege“ trotz historischer Parallelen einen analytischen Mehrwert bietet.

  • Theoretische Grundlagen von Krieg und staatlicher Souveränität
  • Charakteristika und Abgrenzung Alter gegenüber Neuer Kriege
  • Die Rolle der Privatisierung und Entstaatlichung bei modernen Konflikten
  • Analyse des Beispiels Somalia als Failed State
  • Kritische wissenschaftliche Diskussion zur Neuartigkeit dieser Konfliktform

Auszug aus dem Buch

Neue Kriege: Faktoren nach Münkler u.a.

Akteure sowohl von außen als auch von innen her oft nicht klar zu definieren

"Entgrenzung" des Kriegsgeschehens: Aktive/ passive Beteiligung am Krieg wechselt sich ab, Grenze zwischen Soldaten und Zivilisten verschwimmt, Gewalt räumlich nicht mehr allein auf Schlachtfeld beschränkt

Staatliche Grenzen und Nationalität häufig nicht mehr von hoher Relevanz, Transnationalisierung (Beispiel: Terroranschläge am 11. September)

Ziele meist nicht mehr politischer Natur, sondern Verteidigung ethnischer/ religiöser Gruppe oder Profit

Vor allem Zivilbevölkerung betroffen, hier (im Gegensatz zu Alten Kriegen) gezielt das Opfer, wie z.B. bei terroristischen Anschlägen, materieller Bereicherung an dieser (Plünderungen, Zwangsabgaben), Zwangsrekrutierung usw.

Neue Formen der Finanzierung über Privatleute, Kontrolle von internationalen Hilfsgeldern, Plünderungen etc., weil im Gegensatz zum Staatenkrieg, wo die Regierung das Militär fördert, Eigenversorgung der Kriegstruppen

Neue Strategien: z.B. Machtausübung durch Verbreitung von Angst und Schrecken (Terrorismus)

Neue Formen der Brutalität: u.a. verstärkter Einsatz sexualisierter Gewalt, Rekrutierung von Kindersoldaten etc.

Zusammenfassung der Kapitel

Kriegsdefinitionen: Es werden verschiedene wissenschaftliche Definitionen von Krieg vorgestellt, wobei sowohl allgemeine Begriffe als auch quantitative Indikatoren wie Opferzahlen kritisch beleuchtet werden.

Staat im Realismus: Dieses Kapitel erläutert die realistische Sichtweise auf das internationale System, das durch Anarchie, staatliche Selbsthilfe und das Sicherheitsdilemma geprägt ist.

Alte Kriege: Hier werden die Merkmale klassischer zwischenstaatlicher Kriege definiert, bei denen Staaten als Hauptakteure um Territorium und Macht kämpfen.

Alte (klassische) Bürgerkriege: Dieser Abschnitt beschreibt innerstaatliche Konflikte zwischen Regierung und Opposition, die oft durch koloniale Hintergründe oder schwache staatliche Strukturen motiviert sind.

Neue Kriege: Das Kapitel analysiert moderne Kriegsformen, die durch Privatisierung, Entstaatlichung und eine gezielte Gefährdung der Zivilbevölkerung gekennzeichnet sind.

Beispiel: Somalia: Anhand des Falls Somalia wird die Praxis des „Failed State“ und die damit einhergehende Entstehung eines „Neuen Krieges“ illustriert.

Diskussion: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, ob die „Neuen Kriege“ tatsächlich ein neues Phänomen darstellen oder lediglich eine neue Kombination bekannter historischer Faktoren sind.

Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die begriffliche Unterscheidung zwar für wissenschaftliche Analysen hilfreich ist, man jedoch den individuellen Charakter jedes Konfliktes nicht aus den Augen verlieren darf.

Schlüsselwörter

Alte Kriege, Neue Kriege, Herfried Münkler, Mary Kaldor, Failed State, Gewaltmonopol, Somalia, Realismus, Sicherheitsdilemma, Entstaatlichung, Asymmetrische Kriegsführung, Privatisierung, Konfliktanalyse, Internationale Beziehungen, Kriegsführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Unterscheidung und den praktischen Merkmalen von „Alten“ und „Neuen“ Kriegen im Kontext internationaler Beziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Wandel von Kriegsursachen, die Rolle von Staaten und privaten Akteuren, das Sicherheitsdilemma sowie die Erosion staatlicher Gewaltmonopole.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die wissenschaftliche Debatte darüber zu führen, ob die Kategorisierung „Neue Kriege“ eine sinnvolle analytische Unterscheidung zu klassischen, zwischenstaatlichen Kriegen bietet.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?

Die Arbeit greift vor allem auf die realistische Perspektive der internationalen Beziehungen zurück, bindet aber auch Ansätze des Institutionalismus und Konstruktivismus ein.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Definitionen von Krieg, die Merkmale Alter und Neuer Kriege, die Ursachen für moderne Konfliktverläufe sowie eine ausführliche Fallstudie zu Somalia behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Entstaatlichung, Privatisierung der Kriegsführung, Failed States, asymmetrische Kriegsführung und die wissenschaftliche Debatte um den Begriff „Neue Kriege“.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Zivilbevölkerung in Alten und Neuen Kriegen?

Während die Zivilbevölkerung in Alten Kriegen primär unbeabsichtigtes Opfer war, wird sie in Neuen Kriegen oft gezielt zum Opfer, etwa durch Terror, Zwangsrekrutierungen oder Plünderungen.

Warum wird Somalia als Beispiel für einen Neuen Krieg angeführt?

Somalia dient als Fallbeispiel für einen sogenannten „Failed State“, in dem staatliche Strukturen weitgehend zerfallen sind und Warlords oder nichtstaatliche Gruppen die Gewalt ausüben.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Übersicht zu den Alten und Neuen Kriegen. Was ist neu an den Neuen Kriegen?
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto Suhr Institut)
Autor
Ann-Britt Ohlsen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
22
Katalognummer
V282093
ISBN (eBook)
9783668104440
ISBN (Buch)
9783668104457
Sprache
Deutsch
Schlagworte
alte kriege neue kriege somalia bürgerkrieg staatenkrieg zwischenstaatlich münkler
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ann-Britt Ohlsen (Autor:in), 2014, Übersicht zu den Alten und Neuen Kriegen. Was ist neu an den Neuen Kriegen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282093
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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