Die nach der Hauptstadt zweitgrößte Stadt Luxemburgs, Esch-sur-Alzette, weist bei ihren rund 32.600 Einwohnern einen beachtlichen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund auf. Ziel unserer Exkursion in die Grenzregion SaarLorLux soll es sein, die kulturwissenschaftlichen Methoden unseres Studiums einmal in der Praxis und in kurzer Zeit auszuprobieren und auf sich wirken zu lassen. »Friseur« steht als Thema auf meinem Zettel und die Besonderheit dieser Übung liegt dabei sicherlich darin, dass wir unvorbereitet in ein unbekanntes, eventuell völlig fremdes Feld und noch dazu in fremder Umgebung, geschickt werden. Auf diese Weise ins kalte Wasser geworfen liegt es an uns, je nach Fall aus dem Stegreif geeignete Methoden und Vorgehensweisen auszuwählen und in den nächsten zweieinhalb Stunden anzuwenden.
Inhaltsverzeichnis
- Friseursalons in Esch-sur-Alzette - Eine teilnehmende Beobachtung
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Exkursionsbericht befasst sich mit einer teilnehmenden Beobachtung von Friseursalons in Esch-sur-Alzette, Luxemburg. Ziel ist es, die kulturwissenschaftlichen Methoden des Studiums in der Praxis anzuwenden und die Besonderheiten der lokalen Friseurlandschaft zu erforschen.
- Beobachtung der Friseursalonlandschaft in Esch-sur-Alzette
- Analyse der Preisgestaltung und des Preis-Leistungs-Verhältnisses
- Untersuchung der Kundschaft und der Mitarbeiter in den Salons
- Beobachtung der Integration von Migranten in Luxemburg
- Reflexion über die eigenen Erwartungen und Vorurteile als Forscher
Zusammenfassung der Kapitel
- Der Bericht beginnt mit der Beschreibung der Ausgangssituation und der Forschungsfrage. Der Autor geht mit der Erwartung in das Feld, vermeintlich typische türkische Friseursalons vorzufinden.
- Die Beobachtung zeigt jedoch, dass die Realität anders aussieht. Der Autor findet überwiegend französische Namen und teure Preise. Die Methode des Wahrnehmungsspaziergangs erweist sich als nur bedingt geeignet.
- Der Autor entscheidet sich, als Kundin in einen Salon zu gehen und beobachtet die Kundschaft und die Mitarbeiter. Er erfährt, dass die Friseurkette »Ryanhair« ein Konzept mit niedrigen Preisen und hoher Qualität verfolgt.
- Der Autor reflektiert seine eigenen Erwartungen und Vorurteile und stellt fest, dass er mit bestimmten Annahmen in das Feld gegangen ist. Die Erfahrung zeigt die Gefahr auf, als Forscher bereits mit Erwartungen ins Feld zu gehen.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die teilnehmende Beobachtung, Friseursalons, Esch-sur-Alzette, Luxemburg, Migranten, Integration, Preisgestaltung, Preis-Leistungs-Verhältnis, Erwartungen, Vorurteile, Kulturwissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Ziel der Feldforschung in Esch-sur-Alzette?
Ziel war es, kulturwissenschaftliche Methoden wie die teilnehmende Beobachtung in der Praxis anzuwenden, um die lokale Friseurlandschaft zu erforschen.
Welche Rolle spielen Migranten in Esch-sur-Alzette?
Die Stadt hat einen sehr hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, was sich auch in der Vielfalt der Dienstleistungsbetriebe widerspiegelt.
Warum ist die Reflexion eigener Vorurteile wichtig?
Die Forscherin stellte fest, dass ihre Erwartung (z.B. typisch türkische Salons) nicht der Realität entsprach, was die Gefahr von Vorannahmen in der Forschung verdeutlicht.
Was ist ein „Wahrnehmungsspaziergang“?
Es ist eine Methode, bei der man unvorbereitet ein Feld begeht, um erste Eindrücke über Preise, Kundschaft und Atmosphäre zu sammeln.
Welche Besonderheit wies die Kette „Ryanhair“ auf?
Sie verfolgt ein Konzept mit niedrigen Preisen bei gleichzeitig hoher Qualität, was im Kontrast zu den sonst eher teuren Salons in der Region steht.
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- Lisa Fink (Author), 2014, Feldforschung bei Friseursalons in Esch-sur-Alzette, Luxemburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281783