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Die pflegerische Versorgung von Erwachsenen mit geistiger Behinderung im Krankenhaus

Aktuelle Situation und Probleme

Titel: Die pflegerische Versorgung von Erwachsenen mit geistiger Behinderung im Krankenhaus

Hausarbeit , 2014 , 41 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Urban (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In zahlreichen Publikationen der letzten Jahre wurden Defizite in der medizinischen Versorgung von geistig oder mehrfach behinderten Menschen, in der Bundesrepublik Deutschland, beschrieben. Überdies fanden verschiedene Fachtagungen bezüglich dieser Thematik statt. Viele Betroffene, Angehörige, Ärzte und Fachverbände der Behindertenhilfe beklagen die aktuelle Situation von Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung hinsichtlich der medizinischen, aber auch pflegerischen Versorgung in Akutkrankenhäusern, mit teils drastischen Formulierungen. So sprach beispielsweise Prof. Dr. Michael Seidel, ärztlicher Direktor des Stiftungsbereichs Bethel.regional, in diesem Zusammenhang von einem „gesundheitspolitischen Skandal“ ) und prangerte unter anderem „erhebliche Pflegemängel“ ) an. Dr. Kai Harenski vom Universtitätsklinikum Regensburg behauptete, geistig behinderte Menschen seien im Krankenhaus „Alles andere als Wunschpatienten“ ). Infolge der öffentlichen Diskussion wurden mehrfach verschiedene Forderungen ) gestellt, mit der Intention, die derzeitige Situation dieser Patientengruppe zu verbessern. Dabei muss berücksichtigt werden, dass, sollte die Versorgung geistig behinderter Menschen in deutschen Krankenhäusern, im Vergleich mit der übrigen Bevölkerung, tatsächlich deutliche Mängel aufweisen, nicht nur aus ethischen Beweggründen heraus Handlungsbedarf besteht, sondern auch ein Verstoß gegen bestehendes Recht in Deutschland vorliegt. )
Im Folgenden wird die aktuelle Situation von Menschen mit geistigen Behinderungen in Akutkrankenhäusern hinsichtlich ihrer pflegerischen Versorgung dargestellt und die sich hierbei eröffnenden Probleme, sowohl aus Sicht der Patienten als auch aus Sicht der Pflegenden, weiter erörtert. Aufgrund des vorgegebenen Umfangs der Hausarbeit werden nicht alle, sondern nur die schwerwiegendsten Problemfelder behandelt. Eine eigene Datenerhebung, die aufgrund der doch begrenzten Datenlage bezüglich der konkreten Fragestellung eingangs sinnvoll erschien, war angesichts des zeitlichen Rahmens nicht realisierbar. Infolgedessen wurden anhand von Studien und Expertenmeinungen verschiedene Probleme bezüglich der stationären Versorgung von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung im Krankenhaus herausgearbeitet, zu denen weitere Literaturrecherchen durchgeführt wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Problemstellung und Vorgehensweise

1.2 Geistige Behinderung

1.2.1 Die Bezeichnung geistige Behinderung und ihre Definition

1.2.2 Klassifikation und Epidemiologie

1.3.2 Gesetz zur Regelung des Assistenzpflegebedarfs im Krankenhaus

2. Analyse der aktuellen Situation und Problematik

2.1 Stationäre Aufnahme

2.1.1 Zugang zur Versorgung und Persönliche Assistenz im Akutkrankenhaus

2.1.2 Emotionale Situation des Patienten – Unsicherheit und Angst

2.1.3 Pflegeanamnese und individueller Hilfebedarf

2.2 Betreuung und Pflege während des stationären Aufenthaltes

2.2.2 Verhaltensauffälligkeiten

2.2.3 Kommunikation

2.2.4 Aus- und Fortbildung

2.3 Die stationäre Entlassung

2.3.1 Entlass-Management

2.3.2 Aufwandsgerechte Vergütung

3. Ergebnisse und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die pflegerische Versorgungssituation von erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung im deutschen Akutkrankenhaus. Ziel ist es, die spezifischen Barrieren, Versorgungsdefizite und strukturellen Herausforderungen aufzuzeigen, denen diese Patientengruppe in einem standardisierten klinischen Umfeld begegnet.

  • Rechtliche Grundlagen und gesetzliche Rahmenbedingungen der Assistenz im Krankenhaus.
  • Herausforderungen bei der stationären Aufnahme, insbesondere in Bezug auf Begleitpersonen.
  • Emotionale Belastungen und das Phänomen von Verhaltensauffälligkeiten in der Pflege.
  • Kommunikationsdefizite und notwendige Anpassungen in der Pflegeanamnese.
  • Auswirkungen der DRG-Vergütung auf die pflegerische Versorgung geistig behinderter Menschen.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Zugang zur Versorgung und Persönliche Assistenz im Akutkrankenhaus

In einigen Fällen stellt bereits der Zugang zur stationären Aufnahme für Menschen mit geistiger Behinderung ein Problem dar. Seidel schreibt in diesem Zusammenhang von einer Ablehnung von kostenintensiven Patienten „Als offene oder verdeckte Verweigerung von stationären Aufnahmen“ und davon, dass Begleitpersonen für den stationären Aufenthalt als Aufnahmevoraussetzung eingefordert werden. Diese Forderung nach Personen, die den Patienten während des Krankenhausaufenthaltes begleiten, als obligate Aufnahmebedingung, sowie die Verweigerung der Aufnahme, werden auch von Betroffenen berichtet. Wie häufig es tatsächlich dazu kommt, oder ob es sich hier nur um Ausnahmen mit Seltenheitscharakter handelt, kann aufgrund der begrenzten Datenlage, bezüglich der Situation von Menschen mit geistiger Behinderung im Akutkrankenhaus, speziell in Deutschland, nicht eruiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Erläutert die Problemstellung, definiert den Begriff der geistigen Behinderung im klinischen Kontext und nennt relevante rechtliche Rahmenbedingungen.

2. Analyse der aktuellen Situation und Problematik: Detaillierte Betrachtung der Versorgungskette von der Aufnahme über die stationäre Betreuung bis zur Entlassung, inklusive der Barrieren in der Kommunikation und Finanzierung.

3. Ergebnisse und Ausblick: Resümiert die wesentlichen Defizite in der aktuellen Versorgung und skizziert Forschungsbedarfe sowie notwendige Handlungsfelder für die Zukunft.

Schlüsselwörter

Geistige Behinderung, Krankenhaus, pflegerische Versorgung, Assistenzbedarf, Verhaltensauffälligkeiten, Pflegeanamnese, Kommunikation, DRG-System, Entlassmanagement, Barrierefreiheit, Patientenrechte, Behindertenrechtskonvention, stationärer Aufenthalt, Pflegekomplexmaßnahmen-Score, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Defizite und die aktuelle Situation in der pflegerischen Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung in deutschen Akutkrankenhäusern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Aufnahmeprozess, der Betreuung während des Aufenthalts, der Kommunikation zwischen Personal und Patienten sowie der Finanzierung pflegerischer Mehraufwände.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, welche spezifischen Probleme bei der stationären Behandlung auftreten und warum eine qualitativ hochwertige Versorgung dieser Patientengruppe derzeit noch nicht flächendeckend gewährleistet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Auswertung von Fachpublikationen, Studien, Expertenmeinungen und rechtlichen Grundlagen, da eine eigene Primärerhebung im Rahmen der Arbeit nicht realisierbar war.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von der stationären Aufnahme über die pflegerische Betreuung und den Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu den Herausforderungen bei der Entlassung und Vergütung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem geistige Behinderung, stationärer Krankenhausaufenthalt, Pflegeanamnese, Verhaltensauffälligkeiten und das DRG-Vergütungssystem.

Warum stellt das DRG-System ein Problem dar?

Das DRG-System orientiert sich primär an Hauptdiagnosen, was den oft zeit- und personalintensiven pflegerischen Mehraufwand für geistig behinderte Menschen häufig nicht adäquat abbildet.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in der Pflege?

Die Kommunikation wird als Kernaufgabe der Pflege hervorgehoben; mangelnde Sprachfähigkeit oder fehlende Hilfsmittel führen oft zu Missverständnissen und einer qualitativ unzureichenden Versorgung.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die pflegerische Versorgung von Erwachsenen mit geistiger Behinderung im Krankenhaus
Untertitel
Aktuelle Situation und Probleme
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
1,0
Autor
Thomas Urban (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
41
Katalognummer
V280580
ISBN (eBook)
9783656744146
ISBN (Buch)
9783656744184
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geistige Behinderung Pflege Menschen mit geistiger Behinderung Krankenhaus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Urban (Autor:in), 2014, Die pflegerische Versorgung von Erwachsenen mit geistiger Behinderung im Krankenhaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280580
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Leseprobe aus  41  Seiten
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