Im mittelalterlichen Eneasroman von Veldeke wird der Stoff von Vergils Aeneis rezipiert und an mittelalerliche Verhältnisse angepasst.
So muss sich Veldeke zwangsläufig mit der antiken Götterwelt, wie sie in der Aeneis präsentiert wird, auseinandersetzen und in seinen eigenen christlichen Hintergrund einbetten. Wie dies geschieht und ob es einen Hierarchiestreit - christlicher Gott vs. antike Götter - gibt, wird in diesem Aufsatz erörtert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Götter im Eneasroman
- Götterabstammung
- Göttereinwirkung
- Gott im Eneasroman
- Eneas und Gott
- Zusammenfassung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Verhältnis von Gott und Göttern im Eneasroman von Heinrich von Veldeke und vergleicht dieses mit Vergils Aeneis. Ziel ist es, die Rolle der Götter in beiden Werken zu analysieren und die Unterschiede in der Darstellung und Bedeutung von Gott und Göttern im Kontext der mittelalterlichen Lebenswelt Heinrichs von Veldeke aufzuzeigen.
- Die Rolle der Götter in der Handlung des Eneasromans
- Die Mediävalisierung des antiken Stoffes
- Der Einfluss der christlichen Lebenswelt auf die Darstellung von Gott und Göttern
- Die Bedeutung der Minne-Idee im Eneasroman
- Die Unterschiede zwischen Vergils Aeneis und Heinrichs von Veldekes Eneasroman
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem Verhältnis von Gott und Göttern im Eneasroman von Heinrich von Veldeke und vergleicht dieses mit Vergils Aeneis. Dabei wird die Bedeutung der Mediävalisierung des antiken Stoffes im Kontext der christlichen Lebenswelt Heinrichs von Veldeke hervorgehoben.
Das Kapitel "Götter im Eneasroman" analysiert die Rolle der Götter in der Handlung des Eneasromans. Es wird zwischen der Darstellung der Götterabstammung und der Göttereinwirkung unterschieden. Die Götterabstammung wird im Eneasroman nur kurz erwähnt, während die Göttereinwirkung eine wichtige Rolle in der Handlung spielt. Die Götter werden im Eneasroman funktionalisiert und allegorisiert, um die Minne-Idee zu verdeutlichen.
Das Kapitel "Gott im Eneasroman" befasst sich mit der Darstellung Gottes im Eneasroman. Es wird gezeigt, dass Gott im Eneasroman eine weniger prominente Rolle spielt als in Vergils Aeneis. Die Handlung des Eneasromans wird jedoch von einer christlichen Moral geprägt, die sich in der Darstellung der Götter und der Handlungsmotive widerspiegelt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Eneasroman, Heinrich von Veldeke, Vergil, Aeneis, Götter, Gott, Mediävalisierung, Minne-Idee, christliche Lebenswelt, Handlungsmotive, Vergleich, Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Wie verarbeitet Heinrich von Veldeke die antike Götterwelt?
Er passt den Stoff von Vergils „Aeneis“ an mittelalterliche Verhältnisse an (Mediävalisierung), indem er die antiken Götter in einen christlichen Kontext einbettet.
Welche Rolle spielen die Götter im Eneasroman?
Die Götter wirken funktionalisiert und allegorisiert, um insbesondere die Motive der Minne (Liebe) und das Schicksal des Helden zu verdeutlichen.
Gibt es einen Konflikt zwischen dem christlichen Gott und den antiken Göttern?
Die Arbeit erörtert einen möglichen Hierarchiestreit, zeigt jedoch, dass die Handlung letztlich von einer christlich geprägten Moral dominiert wird.
Was bedeutet „Minne-Idee“ im Kontext des Romans?
Die Minne-Idee beschreibt das mittelalterliche Konzept der Liebe, das im Eneasroman durch die Einwirkung von Göttern (wie Venus oder Amor) symbolisch dargestellt wird.
Wie unterscheidet sich Veldekes Werk von Vergils Aeneis?
Veldeke legt mehr Gewicht auf höfische Tugenden und die psychologische Darstellung der Liebe, während bei Vergil die politische Mission Roms im Vordergrund steht.
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- B.A. Sarah K. Weber (Author), 2014, Gott und Götter im Eneasroman, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280334