Erlebnispädagogische Ideen gibt es seit über zweihundert Jahren, jedoch vorwiegend im außerschulischen Bereich. In Deutschland trat sie erstmals Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts im Kontext der Reformpädagogik auf. In den eigentlichen Ort der Erziehung, der Schule, hat die Erlebnispädagogik erst in den letzten Jahren Einzug gefunden.
Es gibt zahlreiche Wissenschaftler die als Vordenker und Wegbereiter der heutigen Erlebnispädagogik gelten. Die wohl bedeutsamsten der neueren Zeit sind Jean-Jacques Rousseau, Johann Heinrich Pestalozzi, David Henry Thoreau und Kurt Hahn.
Für die Entwicklung der Erlebnispädagogik in Deutschland und die Outward-Bound-Bewegung weltweit ist jedoch Kurt Hahn am bedeutendsten. Deshalb wird der Fokus dieser Arbeit auf den Grundlagen der Erlebnispädagogik nach Hahn liegen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778)
- Johann Heinrich Pestalozzi (1746 – 1827)
- David Henry Thoreau (1817 - 1862)
- Kurt Hahn (1886 – 1974)
- Schloss Salem
- Hahn in der NS-Zeit (1933-1945)
- British Salem School in Gordonstoun und Outward Bound
- Outward Bound
- Heute
- Fazit
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit den historischen Grundlagen der Erlebnispädagogik und beleuchtet die Entwicklung dieses pädagogischen Ansatzes von seinen Anfängen bis zur Gegenwart. Der Fokus liegt dabei auf der Rolle von Kurt Hahn als einem der wichtigsten Vordenker der Erlebnispädagogik.
- Die Entwicklung der Erlebnispädagogik von ihren Anfängen bis zur Gegenwart
- Die Bedeutung von Kurt Hahn für die Erlebnispädagogik
- Die Rolle von Natur und Erfahrung in der Erlebnispädagogik
- Die Bedeutung von Selbstorganisation, Selbstverwaltung und Mitbestimmung in der Erlebnispädagogik
- Die Verbindung von Bildung und Erziehung in der Erlebnispädagogik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Erlebnispädagogik ein und stellt die Bedeutung von Kurt Hahn für die Entwicklung dieses pädagogischen Ansatzes heraus. Im Anschluss werden die wichtigsten Vordenker der Erlebnispädagogik vorgestellt, darunter Jean-Jacques Rousseau, Johann Heinrich Pestalozzi und David Henry Thoreau. Die Kapitel über Kurt Hahn und Schloss Salem beleuchten Hahns pädagogisches Konzept und die Umsetzung seiner Ideen in der Gründung des Internats Schloss Salem. Die Arbeit beleuchtet auch die Rolle von Hahn in der NS-Zeit und die Entwicklung der Outward-Bound-Bewegung.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Erlebnispädagogik, Kurt Hahn, Schloss Salem, Outward Bound, Natur, Erfahrung, Selbstorganisation, Selbstverwaltung, Mitbestimmung, Bildung und Erziehung.
Häufig gestellte Fragen
Wer gilt als wichtigster Vordenker der Erlebnispädagogik?
Für die Entwicklung in Deutschland ist Kurt Hahn die bedeutendste Figur, aber auch Jean-Jacques Rousseau, Pestalozzi und Thoreau gelten als wichtige Wegbereiter.
Was ist das Konzept von „Schloss Salem“?
Schloss Salem ist ein von Kurt Hahn gegründetes Internat, in dem seine pädagogischen Ideen von Selbstverwaltung, Mitbestimmung und Charakterbildung durch Erlebnisse umgesetzt wurden.
Was verbirgt sich hinter der Outward-Bound-Bewegung?
Outward Bound ist eine weltweit tätige Organisation für Erlebnispädagogik, die auf den Prinzipien von Kurt Hahn basiert und die Persönlichkeitsentwicklung durch Herausforderungen in der Natur fördert.
Welche Rolle spielt Jean-Jacques Rousseau für die Erlebnispädagogik?
Rousseau forderte bereits im 18. Jahrhundert eine naturnahe Erziehung und das Lernen durch unmittelbare Erfahrung, was das Fundament für spätere Ansätze legte.
Wie beeinflusste die NS-Zeit die Arbeit von Kurt Hahn?
Aufgrund seiner jüdischen Herkunft und seiner politischen Haltung musste Hahn 1933 emigrieren, woraufhin er seine pädagogische Arbeit in Schottland (Gordonstoun) fortsetzte.
- Arbeit zitieren
- Anne Westphal (Autor:in), 2011, Wegbereiter der Erlebnispädagogik. Von Jean-Jacques Rousseau bis Kurt Hahn, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279872