In der vorliegenden schriftlichen Arbeit wird die Entwicklung eines Theaterstücks aus dem Bilderbuch „Elmer“ von David McKee im Englischunterricht einer dritten Klasse auf die Eignung zur Entwicklung der mündlichen Kommunikationsfähigkeit der Schüler untersucht.
Dabei sollen die Kinder das Buch zuerst durch Storytelling kennenlernen, sich dann intensiv mit der Geschichte auseinandersetzen, um am Ende unter meiner Anleitung daraus ein szenisches Spiel zu entwickeln, dass vor den anderen Englisch-Klassen der Schule aufgeführt wird.
Hinsichtlich des von mir gewählten Themas lag der Fokus meines Interesses darin, inwieweit die Entwicklung eines Theaterstückes im ersten Ausbildungsjahr der ersten Fremdsprache gelingen kann und inwieweit dabei Einstellungen der Kinder zum Englischunterricht ausgebildet werden.
Im Laufe des ersten Halbjahres der dritten Klasse fiel mir auf, dass der Englisch-Unterricht zwar oft von Spielen, Bewegungen, Liedern und freien Methoden gekennzeichnet ist, das grobe Vorgehen jedoch oftmals wenig variierte: den Kindern wurde das neue Thema genannt, es wurde Vorwissen gesammelt, neues Vokabular auf verschiedene Weisen eingeführt und geübt. Dabei verlief der Unterricht jedoch oft vollkommen lehrergesteuert, die Kinder konnten nur selten eigene Ideen einbringen. In der Fachliteratur wird dieses Phänomen als „toter Drill“ bezeichnet, worauf im Kapitel 4 näher eingegangen wird.
Im Rahmen meiner Vorbereitung der schriftlichen Arbeit plante ich ein von den Schülern entwickeltes und bearbeitetes Projekt, welches ihnen ihre Fähigkeiten in der englischen Sprache aufzeigen und sie mit Stolz erfüllen sollte. Da die Klasse immer sehr motiviert und talentiert auf Rollenspiele (z.B. at the restaurant, dialogues etc.) reagiert, kam mir die Idee des Theaterstücks. Ein Theaterstück ermöglicht mir in dieser Arbeit sowohl dessen Entwicklung als auch das Endergebnis auf die pädagogischen Leitfragen hin zu untersuchen.
Weiterhin stellte sich die Frage, in welchem Rahmen dieses Stück eingebettet werden sollte: in ein neues oder bereits bekanntes Thema aus dem Lehrplan oder als Nachspielen eines bereits vorhandenen Stückes aus einem Lehrwerk? Da mein persönliches Steckenpferd das Storytelling mit Hilfe von Bilderbüchern ist und die Kinder aus solchen Stunden z.B. zu den Büchern ,There was an old lady‘ oder ,The Gingerbread Man‘ begeistert herausgingen, entschied ich mich für das bekannte und toll illustrierte Bilderbuch ,Elmer.
Inhaltsverzeichnis
- Teil I
- 1 Vorüberlegungen und Begründung der Themenwahl.
- Untersuchungsmethoden und Ziele der Arbeit
- Das szenische Darstellen im Englischunterricht ...
- Darstellung der methodischen Planung...
- Lernziele der einzelnen Stunden
- Einordnung in den Lehrplan....
- Unterrichtliche Voraussetzung und Beschreibung der Lerngruppe ..
- Teil II
- 8 Auswertung ausgewählter Beobachtungsschwerpunkte
- 8.1 Allgemeines Arbeitsklima, Abrechnung der Lernziele
- 8.2 Beobachtung leistungsstarker Schüler.....
- 8.3 Beobachtung leistungsschwächerer Schüler..\li>
- 8.4 Ergebnis: Stück.
- 9 Fazit....
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese schriftliche Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Theaterstücks aus dem Bilderbuch „Elmer“ von David McKee im Englischunterricht einer dritten Klasse. Die Arbeit untersucht, inwieweit die Erarbeitung eines Theaterstücks die mündliche Kommunikationsfähigkeit der Schüler fördern kann. Dabei soll das Theaterstück den Schülern helfen, sich mit dem Buch und der Geschichte auseinanderzusetzen und ihre Fähigkeiten in der englischen Sprache zu präsentieren.
- Die Entwicklung der mündlichen Kommunikationsfähigkeit der Schüler im Englischunterricht
- Die Nutzung von szenischem Darstellen als Element des Storytellings
- Die Integration des Bilderbuchs „Elmer“ in den Englischunterricht
- Die Gestaltung eines motivierenden und lernförderlichen Lernumfelds
- Die Förderung von Kreativität und eigenständigem Lernen
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 beleuchtet die Vorüberlegungen und Begründungen für die Themenwahl. Die Arbeit stellt die Untersuchungsmethoden und Ziele vor und beschreibt den Einsatz des szenischen Darstellens im Englischunterricht. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der methodischen Planung des Projekts und legt die Lernziele für die einzelnen Stunden fest. Kapitel 3 ordnet das Projekt in den sächsischen Lehrplan ein. Kapitel 4 analysiert die unterrichtlichen Voraussetzungen und die Lerngruppe. Kapitel 8 bewertet das Projekt anhand von Beobachtungsschwerpunkten, die während der Durchführung des Projekts entstanden sind.
Schlüsselwörter
Szenisches Darstellen, Storytelling, Bilderbuch, Englischunterricht, mündliche Kommunikationsfähigkeit, Lerngruppe, Motivation, Kreativität, Theaterstück, „Elmer“, David McKee
Häufig gestellte Fragen
Was ist szenisches Darstellen im Fremdsprachenunterricht?
Es ist das Nachspielen von Geschichten oder Dialogen, um die mündliche Kommunikation und Sprachfreude der Schüler zu fördern.
Warum wurde das Buch "Elmer" gewählt?
"Elmer" ist ein bekanntes, gut illustriertes Bilderbuch, das sich hervorragend für Storytelling und die Bearbeitung wichtiger sozialer Themen eignet.
Wie hilft Storytelling beim Sprachenlernen?
Es bettet Vokabeln in einen Kontext ein, fördert das Hörverstehen und motiviert Schüler durch eine spannende Handlung.
Was ist mit "totem Drill" gemeint?
Ein rein lehrergesteuerter Unterricht, der nur auf Vokabelwiederholung ohne kreative Eigenleistung der Schüler setzt.
Können auch leistungsschwächere Schüler profitieren?
Ja, durch Rollenspiele und non-verbale Elemente können sie ihre Ängste abbauen und Erfolgserlebnisse in der Fremdsprache sammeln.
- Quote paper
- Victoria Tutschka (Author), 2014, Szenisches Darstellen als Element des Storytellings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279105