Der vorliegende Text ist die schriftliche Ausarbeitung eines Referates aus der Lehrveranstaltung. „Strukturelle Analogien: Von Dependenzsyntax zu Dependenz in Phonologie und Morphologie“. Im Vortrag wurde vor allem die von Roman Jakobson bereits anfangs der vierziger Jahre veröffentlichte Arbeit zu den allgemeinen Lautgesetzen des Spracherwerbs „Kindersprache, Aphasie und allgemeine Lautgesetze“ zu Grunde gelegt. Erläutert wurde dabei in erster Linie die Reihenfolge der Aneignung der einzelnen Sprachlaute und deren lautsubstanzliche Begründung, wie sie von Jabobson gegeben wurde. In der schriftlichen Ausarbeitung wird versucht, den Brückenschlag zur Dependenzphonologie zu finden, wozu insbesondere der Aufsatz John Andersons „English Phonology: Theoretical, Clinical and Medieval“ herangezogen wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Lautgesetze der Kindersprache
- Vom Principle of Least Effort zum Principle of Maximum Contrast
- Artikulatorische und akustische Oppositionen
- Dependenzphonologie
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert die Lautgesetze des Spracherwerbs, wie sie von Roman Jakobson in seiner Arbeit "Kindersprache, Aphasie und allgemeine Lautgesetze" beschrieben wurden. Er untersucht die Reihenfolge der Aneignung von Sprachlauten und deren lautsubstanzliche Begründung, wobei er die Verbindung zur Dependenzphonologie herstellt.
- Das Prinzip des maximalen Kontrastes im Spracherwerb
- Die Rolle von Artikulations- und akustischen Oppositionen
- Die Entwicklung des minimalen Phonemsystems
- Die Implikationen der Lautgesetze für die Dependenzphonologie
- Die Bedeutung der Schichtungsstruktur im Spracherwerb
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext des Textes dar und erläutert die zugrundeliegende Arbeit von Roman Jakobson. Sie führt den Leser in die Thematik des Spracherwerbs und die Verbindung zur Dependenzphonologie ein.
Das Kapitel "Die Lautgesetze der Kindersprache" analysiert Jakobsons Theorie des Spracherwerbs. Es beschreibt das Prinzip des maximalen Kontrastes, das die Reihenfolge der Aneignung von Sprachlauten bestimmt. Das Kapitel erläutert die Rolle von Artikulations- und akustischen Oppositionen und die Entwicklung des minimalen Phonemsystems. Es zeigt, wie die Lautgesetze eine Schichtungsstruktur im Spracherwerb bilden.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Spracherwerb, die Lautgesetze, die Kindersprache, das Prinzip des maximalen Kontrastes, Artikulations- und akustische Oppositionen, das minimale Phonemsystem, die Dependenzphonologie und die Schichtungsstruktur.
Häufig gestellte Fragen
Was besagt das Prinzip des maximalen Kontrastes im Spracherwerb?
Nach Roman Jakobson bestimmt das Prinzip des maximalen Kontrastes die Reihenfolge, in der Kinder Sprachlaute erwerben, wobei extreme Gegensätze zuerst gelernt werden.
Welche Rolle spielen artikulatorische Oppositionen in der Kindersprache?
Artikulatorische und akustische Oppositionen sind die Grundlage für die Unterscheidung von Lauten und bilden die Basis für die Entwicklung des Phonemsystems beim Kind.
Was versteht man unter dem minimalen Phonemsystem?
Das minimale Phonemsystem beschreibt die erste stabile Stufe der Lautentwicklung, in der die grundlegendsten lautlichen Unterscheidungen getroffen werden.
Wie hängen Lautgesetze und Dependenzphonologie zusammen?
Der Text untersucht, wie die von Jakobson beschriebenen Lautgesetze des Spracherwerbs strukturelle Analogien in der Dependenzphonologie finden und diese theoretisch begründen können.
Was bedeutet Schichtungsstruktur im Kontext des Spracherwerbs?
Die Schichtungsstruktur bezieht sich auf den hierarchischen Aufbau der Lautaneignung, bei dem spätere Stufen auf den bereits erworbenen grundlegenden Lautkontrasten aufbauen.
- Arbeit zitieren
- Dieter Stubbemann (Autor:in), 2003, Die Lautgesetze der Kindersprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277862