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Die Erneuerung des stadtrömischen Compitalkults unter Augustus

Title: Die Erneuerung des stadtrömischen Compitalkults unter Augustus

Term Paper , 2013 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ann Greenberg (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Laut Cassius Dio hat Augustus 7 v. Chr. einige alte Kulte wieder hergestellt. Zu diesen Kulten gehörte unter anderem der Compitalkult. Die Geschichte dieses Kultes beinhaltet Phasen der Stärkung des Kultes, Verbote wie beispielsweise unter Caesar, aber eben auch eine Neubelebung wie unter Augustus. Cassius Dio berichtet weitergehend von Ritualen, die Augustus Genius verehrten und die Inkorporation des Augustus in den Kult. Ebenfalls bei Cassius Dio finden sich Belege von Augustus Umgestaltung der Verwaltung im Imperium Romanum. Eine Frage die mit Hilfe von Cassius Dio nicht beantwortet werden kann, ist die nach der Intention Augustus den diskutierten Kult wiederherzustellen und in der konkreten Ausgestaltung wie er es getan hat. Im Folgenden soll eben diese Frage beantwortet werden.
Die Zweiteilung die bei Cassius Dio zu finden ist, also eine Trennung von religiösem Hintergrund und Ausgestaltung des Compitalkultes und die Umstrukturierung der Verwaltung, wird in dieser Arbeit beibehalten werden. Zuerst werden die religiösen Aspekte geklärt werden, beginnend mit der Geschichte des Kultes, seiner Bedeutung und den Verboten in der Republik. Der zweite Teil befasst sich mit der Umstrukturierung der Verwaltung und der Neuinstitution des Kultes unter Augustus. In diesem Zusammenhang werden die neu eingerichteten Ministerien näher erläutert. Konkret wird geklärt werden, welche Hintergründe der Kult hat und ob er von Augustus instrumentalisiert wurde um die Beziehung zwischen ihm und der plebs zu festigen.
Zur Erarbeitung dienen als schriftliche Quellen schwerpunktmäßig der Historiker Cassius Dio, der ausführlich über die Änderungen unter Augustus berichtet und Suetons Kaiserviten, die sowohl über Caesars als auch Augustus Umgang mit den Kulten berichtet. Zusätzlich werden Inschriften und Altarreliefs genutzt werden, um die Rolle der Freigelassenen und Sklaven in den Kulten zu identifizieren und interpretieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursprünge und Hintergründe des Kultes

2.1. Laren

2.2. compitalia

2.3. Verbote zu Zeiten der Republik

3. Neuinstitution unter Augustus

3.1. Genius

3.2. Neuorganisation

3.3. Umstrukturierung der Verwaltung

3.1.1. Exkurs Augustalen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Reorganisation und Instrumentalisierung des stadtrömischen Compitalkults durch Augustus, um das Verhältnis zwischen dem Herrscher und der plebs zu festigen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Intention hinter der Wiederherstellung dieses spezifischen Kultes sowie dessen Rolle im Kontext der augusteischen Verwaltungsreformen.

  • Religiöse Hintergründe und Geschichte des Laren- und Compitalkults
  • Die Auswirkungen früherer Verbote auf die städtische Ordnung
  • Die Rolle des Genius Augusti bei der Integration des Herrschers in den Kult
  • Verwaltungstechnische Neuordnung durch die Einteilung in 14 Regionen und 265 vici
  • Soziale Funktion der Ämter der vico magistri und deren Bindung an den Prinzipat

Auszug aus dem Buch

3.3. Umstrukturierung der Verwaltung

Sueton schreibt, dass Augustus „[divided] the area of the city […] into regions and districts and made provisions so that the former were watched over by magistrates, selected by lot each year, the latter by 'masters' who were chosen from the common people of each district.“ und umfasst damit die wesentlichen Punkte der Neuordnung Roms 7 v. Chr.

Rom, welches bisher in vier Regionen unterteilt worden war, wurde nun in 14 Regionen unterteilt. Weiter ordnete Augustus die vici neu. Unter vicus versteht man im Allgemeinen eine Nachbarschaft, hier im Sinne angrenzender Häuser einer Stadt. Diese vici, im Einzelnen die in ihnen tätigen Vereine, hatten wie eingangs erläutert häufig einen Unruhefaktor dargestellt. Insgesamt, so schreibt Plinius, wurden 265 vici eingerichtet. Es bleibt zu beachten, dass sich die Stadt ständig im Wandel befand, so wurden Straßen neu gebaut, andere aufgegeben, während also einige neue Nachbarschaften entstanden, gingen andere verloren.

Sueton beschreibt, dass Augustus Magistrate einsetzte um diese vici zu kontrollieren und zu pflegen. Dass diese Magistrate von den Mitgliedern der vici gewählt wurden zeigt, dass es in der antiken Vorstellung von Nachbarschaft nicht nur um eine räumliche Beziehung zwischen den Bewohnern ging, sondern ebenfalls eine soziale.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert das Ziel der Arbeit, die religiösen und administrativen Aspekte des Compitalkults unter Augustus durch die Analyse antiker Quellen zu untersuchen.

2. Ursprünge und Hintergründe des Kultes: Dieses Kapitel behandelt die ursprüngliche Bedeutung der Laren als Schutzgeister und die Rolle des Compitalfestes für die familia sowie die historischen Verbote dieser Kulte während der Republik.

3. Neuinstitution unter Augustus: Das Hauptkapitel analysiert die Einführung des Kultes um den Genius des Augustus, die administrative Neuordnung der Stadt in vici sowie die Einsetzung der vico magistri als Instrument der Herrschaftssicherung.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Augustus durch die kultische Aufwertung der vici und die Einbindung der unteren Schichten erfolgreich Loyalität gewann und die Gefahr politischer Unruhen minimierte.

Schlüsselwörter

Augustus, Compitalkult, Laren, Genius, Prinzipat, plebs, vici, vico magistri, Augustalen, Rom, Herrscherkult, Verwaltung, Religion, Freigelassene, Sklaven

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die staatlich gelenkte Erneuerung des Compitalkults unter Kaiser Augustus und wie diese Maßnahme religiöse Traditionen mit administrativen Reformen verknüpfte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die römische Religionsgeschichte, die soziale Rolle der Freigelassenen und Sklaven, die augusteische Verwaltungsorganisation sowie die Machtsicherung des Prinzipats.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, zu klären, warum Augustus den Compitalkult wiederbelebte und inwieweit er diesen instrumentalisierte, um die plebs enger an seine Person und die neue Herrschaftsform zu binden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine quellenkritische Analyse literarischer Zeugnisse (insbesondere Cassius Dio und Sueton) sowie eine Auswertung epigraphischer Funde (Inschriften und Altarreliefs).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Genius-Kults, die Neuorganisation der römischen Stadtbezirke (vici) und eine differenzierte Betrachtung der Ämter der Magistri und Augustalen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Begriffe wie Compitalkult, Genius Augusti, vico magistri und die soziale Integration der unteren Schichten durch den Kaiserkult stehen im Zentrum der Analyse.

Wie unterschied sich die Augustalen-Vereinigung von den vico magistri?

Während die vico magistri spezifisch für die Verwaltung und kultische Pflege innerhalb der Stadt Rom zuständig waren, waren die Augustalen-Kollegien in verschiedenen Regionen des westlichen Imperiums verbreitet.

Inwieweit wurde Augustus selbst im Kult verehrt?

Die Arbeit stellt heraus, dass keine direkte Verehrung der Person des Augustus stattfand, sondern offiziell sein Genius kultisch verehrt wurde, was eine Verbindung zwischen dem traditionellen Larenkult und der neuen Herrscherideologie herstellte.

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Details

Title
Die Erneuerung des stadtrömischen Compitalkults unter Augustus
College
University of Münster
Grade
1,7
Author
Ann Greenberg (Author)
Publication Year
2013
Pages
15
Catalog Number
V276055
ISBN (eBook)
9783656688389
ISBN (Book)
9783656688372
Language
German
Tags
erneuerung compitalkults augustus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann Greenberg (Author), 2013, Die Erneuerung des stadtrömischen Compitalkults unter Augustus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276055
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