Zum Gelingen der größten Forschungsreise in Nordamerika hat neben etlichen Männern auch die kleine Shoshonen-Indianerin Sacajawea (1787–1812) entscheidend beigetragen. Jene nach ihren weißen Anführern benannte „Lewis-und-Clark-Expedition“ (1804–1806) zum Pazifik und zurück bewältigte eine Gesamtstrecke von etwa 7.000 Meilen (über 13.000 Kilometer), knüpfte mit mehr als 50 Indianerstämmen Kontakte und entdeckte über 200 bis dahin unbekannte Pflanzenarten und 122 neue Tierarten. Dank der von den Captains Meriwether Lewis und William Clark angefertigten Landkarten konnten sich künftige Pioniere und Pelztierjäger bei Vorstößen in vorher unbekannte Gegenden nun im Westen orientieren. Sacajawea reagierte bei Gefahr mit großem Mut, hielt allein durch den Anblick von ihr und ihres Babys wiederholt Indianerstämme von Angriffen ab, wies oft den richtigen Weg, gab hilfreiche Hinweise, dolmetschte bei wichtigen Verhandlungen und verhinderte das Scheitern der Expedition. Ihr abenteuerliches Leben wird in dem Taschenbuch „Sacajawea. Die indianische Volksheldin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst geschildert. Aus seiner Feder stammen die Taschenbücher „Malinche. Die Gefährtin des spanischen Eroberers“, „Pocahontas. Die Indianer-Prinzessin aus Virginia“, „Cockacoeske. Die Königin der Pamunkey“, „Katerí Tekakwitha. Die erste selige Indianerin in Nordamerika“, „Sacajawea. Die indianische Volksheldin“, „Mohongo. Die Indianerin, die in Europa tanzte“, „Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen“, „Sieben berühmte Indianerinnen“ und „Superfrauen aus dem Wilden Westen“.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort. Kleine Frau mit großem Mut
Sacajawea. Die indianische Volksheldin
Teilnehmer der Lewis-und-Clark-Expedition
Chronologie der Lewis-und-Clark-Expedition
Zielsetzung & Themen
Dieses Buch dokumentiert die lebensgefährliche Lewis-und-Clark-Expedition von 1804 bis 1806, die den amerikanischen Kontinent bis zum Pazifik erschloss. Im Zentrum steht das abenteuerliche Leben der Shoshonen-Indianerin Sacajawea, deren Rolle als Dolmetscherin, Wegweiserin und Friedensstifterin das Gelingen der Forschungsreise entscheidend beeinflusste.
- Die historische Bedeutung der Lewis-und-Clark-Expedition für die USA
- Biografie der Shoshonen-Indianerin Sacajawea
- Biografische Daten der Expeditionsteilnehmer
- Chronologische Aufarbeitung der Forschungsreise
Auszug aus dem Buch
Sacajawea. Die indianische Volksheldin
Die einzige weibliche Teilnehmerin an der legendären „Lewis-und-Clark-Expedition“ von 1804 bis 1806, die den fernen Wilden Westen erschloss, war die Shoshonen-Indianerin Sacajawea (um 1787–1812), nach anderer Schreibweise auch Sacagawea, Sahcahgahwea oder Sakakawea. Durch die Berichte über diese abenteuerliche Forschungsreise wurde sie zu einer wahren Volksheldin und beliebten indianischen Folklorefigur. Vermutlich ist sie bereits 1812 in jungen Jahren und nicht erst 1884 im hohen Alter gestorben.
Sacajawea kam um 1787 als Tochter eines Häuptlings der Nördlichen Shoshonen zur Welt. Der Begriff „Sho-Sho-ni“ bedeutete bei den Nachbarstämmen soviel wie „Grashüttenbewohner“. Die von den Weißen geprägte Bezeichnung „Snake“ („Schlangen“) für die Shoshonen hat gar nichts mit Schlangen zu tun. Möglicherweise bezog sie sich auf die S-förmigen „Schlangenlinien“ ihrer Zeichensprache, die einen schwimmenden Lachs symbolisierte.
Der Name Sacajawea heißt entweder „Vogelfrau“ oder „Die Frau, die das Kanu zu Wasser bringt“. Mit etwa 13 Jahren geriet sie 1800 oder 1801 bei einem der jährlichen Raub- und Jagdzüge, welche die Hidatsa-Indianer im Westen durchführten, in deren Gefangenschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort. Kleine Frau mit großem Mut: Einleitende Würdigung von Sacajaweas entscheidendem Beitrag zum Erfolg der Lewis-und-Clark-Expedition.
Sacajawea. Die indianische Volksheldin: Detaillierte Schilderung der Herkunft, Gefangenschaft und der zentralen Rolle Sacajaweas während der Forschungsreise.
Teilnehmer der Lewis-und-Clark-Expedition: Auflistung und biografische Kurzporträts der Expeditionsteilnehmer sowie Erläuterung der Soldstrukturen.
Chronologie der Lewis-und-Clark-Expedition: Detaillierte zeitliche Abfolge der wichtigsten Ereignisse der Expedition von 1804 bis 1806.
Schlüsselwörter
Sacajawea, Lewis-und-Clark-Expedition, Shoshonen, Forschungsreise, Toussaint Charbonneau, Jean Baptiste Charbonneau, Wildwest-Geschichte, Corps of Discovery, Indianer, Historie, Meriwether Lewis, William Clark, Nordamerika, Pelzhandel, Fort Mandan
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk primär?
Das Buch schildert die historische Lewis-und-Clark-Expedition (1804–1806) und beleuchtet dabei insbesondere die bedeutende Rolle der Shoshonen-Indianerin Sacajawea.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen sind die Vorbereitung und Durchführung der Forschungsreise, das Leben der beteiligten Indianerstämme sowie die Biografien der Expeditionsteilnehmer.
Was ist das primäre Ziel des Autors?
Der Autor möchte Sacajawea als indianische Volksheldin würdigen und die Strapazen sowie wissenschaftlichen Erfolge der Expedition dokumentieren.
Wie wurde die Forschungsreise wissenschaftlich aufgearbeitet?
Die Arbeit basiert auf Tagebüchern, Berichten der Teilnehmer sowie einer chronologischen Analyse der Expeditionsereignisse.
Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?
Der Hauptteil widmet sich dem Verlauf der Expedition, den diplomatischen Begegnungen mit verschiedenen Stämmen und den biografischen Hintergründen von Sacajawea, den Anführern und den weiteren Teilnehmern.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind Sacajawea, Lewis-und-Clark-Expedition, Expeditionsteilnehmer, Pelzhandel und die Erschließung des amerikanischen Westens.
Welche Bedeutung hat Toussaint Charbonneau für die Expedition?
Charbonneau begleitete die Expedition als Dolmetscher und Scout, wobei seine Funktion eng mit der seiner Frau Sacajawea verknüpft war, die er als Ehefrau von den Hidatsa erworben hatte.
Was wird über das Schicksal von Sacajawea diskutiert?
Das Buch beleuchtet die kontroversen Theorien über ihren Tod, wobei der Autor die Annahme favorisiert, dass sie bereits 1812 verstarb, entgegen anderer Theorien, die ein Leben bis 1884 postulieren.
- Quote paper
- Ernst Probst (Author), 2014, Sacajawea. Die indianische Volksheldin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275824