In dieser Arbeit wird der Themenkomplex der partizipatorischen Erziehung im Kindergarten in einer empirischen Studie untersucht.
Dies dient dazu, die Wirklichkeit von Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern im Kindergarten zu erfassen sowie die Unterrichtsmethoden in der FSP unter Berücksichtigung der Mitgestaltungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten zu zeigen.
Zu den meisten Untersuchungsgegenständen wird neben einer Ergebnisdarstellung ein kurzes Fazit gezogen. Dies soll zunächst die Fülle an Informationen für die Leser konkretisieren. In der abschließenden Diskussion werden die Ergebnisse zusammenfassend dargestellt sowie Fragen aufgeworfen, und nach Überprüfung der Fragestellung wird anschließend über die FSP der Zukunft resümiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Schwerpunkte und Fragestellungen der Studie
- Forschungsmethoden
- Methodenkritik
- Stichprobenbeschreibung
- Ergebnisse und Auswertung
- Zusammenfassung der Ergebnisse und Gesamtdiskussion
- Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)
- Bücher
- Berichte, Zeitschriften und Internetauszüge
- Ungezeichnet
- Internet
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die empirische Studie untersucht die Mitbestimmung von Kindern im Kindergarten und analysiert die Rolle der Fachschulausbildung (FSP) in der Entwicklung von Kompetenzen bei angehenden ErzieherInnen, die Kinder in ihrer Selbstfindung und Selbstbestimmung unterstützen sollen.
- Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern im Kindergarten
- Die Rolle der FSP in der Entwicklung von Kompetenzen bei angehenden ErzieherInnen
- Die Anwendung von Unterrichtsmethoden in der FSP
- Die Diskrepanzen zwischen erwünschten und angewandten Unterrichtsmethoden
- Der Einfluss der FSP auf die Praxis in Kindergärten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Themenkomplex der partizipatorischen Erziehung im Kindergarten vor und erläutert die Zielsetzung der Studie. Sie zeigt, wie die Ergebnisse der Studie die Wirklichkeit von Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern im Kindergarten erfassen und die Unterrichtsmethoden in der FSP unter Berücksichtigung der Mitgestaltungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten beleuchten.
Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit den Schwerpunkten und Fragestellungen der Studie. Die Untersuchung gliedert sich in zwei Schritte: eine Vorstudie und eine Hauptstudie. Die Vorstudie erörtert die Frage, ob ErzieherInnen und SchülerInnen Kinder für kompetent genug halten, Mitbestimmung und Verantwortung zu übernehmen. Außerdem wird untersucht, ob SchülerInnen innerhalb eines schulischen Blockpraktikums Methoden von Mitbestimmungsmöglichkeiten einführen, weiterführen und Kinder zu Verhaltensänderungen anregen können. Die Hauptstudie überprüft die These, dass fremdbestimmte Ausbildungsstrukturen ohne kooperative Unterrichtsmethoden bei SchülerInnen nur zaghaft (oder überhaupt nicht) professionelle, partizipations-offene ErzieherInnenpersönlichkeiten wachsen lassen.
Im dritten Kapitel werden die Forschungsmethoden vorgestellt. Die Befragung von Kindergartenkindern erfolgte per Interview, während die Befragung von ErzieherInnen, SchülerInnen und LehrerInnen per Fragebogen durchgeführt wurde. Die Methodenkritik beleuchtet die Herausforderungen bei der Befragung von Kindergartenkindern und bei der Verwendung von Fragebögen. Die Stichprobenbeschreibung beschreibt die Zusammensetzung der Probanden in der Vorstudie und der Hauptstudie.
Das vierte Kapitel präsentiert die Ergebnisse und Auswertung der Studie. Die Ergebnisse der Vorstudie zeigen, dass die Befragten zwar Mitbestimmung im Kindergarten für möglich halten, aber die Verantwortungsübernahme von Kindern für sich selbst oder andere nicht in gleichem Maße sehen. Die Ergebnisse der Hauptstudie beleuchten die unterschiedlichen Perspektiven von LehrerInnen, ErzieherInnen und SchülerInnen auf die Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern im Kindergarten. Die LehrerInnen sehen die Mitbestimmungsmöglichkeiten als äußerst gering, während ErzieherInnen und SchülerInnen die Situation selbstkritisch beurteilen.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Mitbestimmung von Kindern im Kindergarten, die partizipatorische Erziehung, die Fachschulausbildung (FSP), die Kompetenzentwicklung von angehenden ErzieherInnen, kooperative Lernstrategien, fremdbestimmte Ausbildungsstrukturen, die Diskrepanzen zwischen erwünschten und angewandten Unterrichtsmethoden, die Rolle der FSP in der Praxis und die Auswirkungen auf die Mitbestimmung von Kindern im Kindergarten.
Häufig gestellte Fragen
Was untersucht die empirische Studie zur Mitbestimmung im Kindergarten?
Die Studie untersucht die tatsächlichen Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern im Kindergartenalltag und wie angehende Erzieher in ihrer Ausbildung darauf vorbereitet werden.
Was bedeutet „partizipatorische Erziehung“?
Partizipatorische Erziehung zielt darauf ab, Kinder aktiv in Entscheidungsprozesse einzubeziehen und ihre Selbstbestimmung und Verantwortungsübernahme zu fördern.
Welche Rolle spielt die Fachschulausbildung (FSP) für Erzieher?
Die FSP soll Kompetenzen vermitteln, die es Erziehern ermöglichen, Kinder in ihrer Selbstfindung zu unterstützen. Die Studie prüft, ob die Ausbildungsstrukturen dies tatsächlich leisten.
Halten Erzieher Kinder für kompetent genug zur Mitbestimmung?
Die Ergebnisse zeigen, dass Mitbestimmung zwar für möglich gehalten wird, die volle Verantwortungsübernahme durch Kinder jedoch oft noch skeptisch gesehen wird.
Welche Forschungsmethoden wurden in der Studie genutzt?
Kinder wurden mittels Interviews befragt, während bei Lehrern, Erziehern und Schülern Fragebögen zur Datenerhebung eingesetzt wurden.
Gibt es Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis in der Ausbildung?
Ja, die Hauptstudie untersucht die These, dass fremdbestimmte Ausbildungsstrukturen die Entwicklung partizipations-offener Erzieherpersönlichkeiten eher hemmen können.
- Quote paper
- Oberstudienrätin Ines Leyens (Author), 2002, Mitbestimmung von Kindern im Kindergarten. Empirische Studie., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275661