Diese Seminararbeit untersucht den Film "Satyricon" von Fellini und vergleicht ihn inhaltlich mit Petronius Original. Es sieht im Film im Vergleich mit dem Buch zwar Ähnlichkeiten, verweist aber auf die Unterschiede in Hinblick auf die politische Handlungsfähigkeit des Individuums, indem es beleuchtet, was Fellini anders macht - und in welcher Beziehung diese Andersartigkeit mit dem Zeitgeist der 68´ger steht.
Inhaltsverzeichnis
- Der Tod der Familie und des Sozialen
- Fellinis "Satyricon" - eine Utopie?
- Die Fiktionalität der Geschichte
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Essay analysiert Federico Fellinis Film "Satyricon" im Kontext des Zeitgeistes der 1968er-Bewegung und beleuchtet die Frage, inwiefern der Film eine Utopie für eine mögliche Zukunft der Jugend und Gesellschaft darstellt.
- Die Darstellung von Jugend und Autonomie
- Die Kritik an traditionellen Werten und sozialen Strukturen
- Die Ambivalenz von Geschichte und Fiktion
- Die Bedeutung von Vielfalt und Andersartigkeit
- Die Rolle von Kunst und Kultur im gesellschaftlichen Wandel
Zusammenfassung der Kapitel
- Der Tod der Familie und des Sozialen
Der Essay beginnt mit der Frage, wie ein Beobachter aus der Zukunft die Vergangenheit betrachten würde, und bezieht sich dabei auf Fellinis Film "Satyricon" als Beispiel für eine fiktionale Objektivierung der römischen Antike. Der Autor stellt die Problematik der Objektivierung in Frage und verweist auf die Notwendigkeit der "Objektivierung des Subjekts der Objekts der Objektivierung", wie Pierre Bourdieu es formuliert.
- Fellinis "Satyricon" - eine Utopie?
Der Essay beleuchtet Fellinis "Satyricon" als Adaption von Petronius' Werk und untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Film und literarischer Vorlage. Er analysiert, wie Fellini den satirischen Pessimismus des Originals in eine positive Utopievorstellung für die Jugend transformiert.
- Die Fiktionalität der Geschichte
Der Essay diskutiert die Mehrdeutigkeit von Geschichte und Fiktion im Kontext von Fellinis Film. Er argumentiert, dass der Film die vermeintliche Faktizität der Geschichte in Frage stellt und die Möglichkeit anderer, fiktionaler Versionen der Vergangenheit aufzeigt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die 1968er-Bewegung, "Satyricon", Federico Fellini, Utopie, Jugend, Familie, Sozialität, Geschichte, Fiktion, Objektivierung, Vielfalt, Andersartigkeit, Kultur, Zeitgeist, Kunst und gesellschaftlicher Wandel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Fellinis Film 'Satyricon'?
Der Film ist eine freie Adaption von Petronius' Werk und stellt eine fiktionale, traumartige Version der römischen Antike dar, die traditionelle soziale Strukturen infrage stellt.
Welchen Bezug hat der Film zur 68er-Bewegung?
Der Film spiegelt den Zeitgeist der 68er wider, indem er Autonomie der Jugend, die Kritik an der bürgerlichen Familie und die Suche nach neuen Lebensformen thematisiert.
Was bedeutet der Titel 'Tod der Familie und des Sozialen'?
Er bezieht sich auf die Auflösung traditioneller familiärer Bindungen und gesellschaftlicher Normen im Film, was als Befreiung oder utopischer Neuanfang interpretiert werden kann.
Ist Fellinis 'Satyricon' eine Utopie?
Die Arbeit analysiert, wie Fellini den satirischen Pessimismus der literarischen Vorlage in eine positive Vision von Freiheit und Vielfalt für die damalige Jugend transformiert.
Wie geht Fellini mit der Historie um?
Fellini nutzt die Antike als fiktionalen Raum. Er bricht mit der Faktizität der Geschichte und zeigt die Vergangenheit als ein fragmentiertes, subjektives Bild.
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- Michael Bolz (Author), 2013, Satyricon oder der Tod der Familie und des Sozialen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274780