Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem handlungsorientiertem Unterricht und gibt dabei eine Definition, die bildungstheoretische Begründung, sowie eine mögliche praktische Umsetzung. Dabei werden im Anschluss auch die Grenzen und Probleme aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung
2 Definition und Merkmale
3 Entwicklungsgeschichte
4 Lernpsychologische Begründung
5 Planung und Umsetzung
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts hinsichtlich seiner theoretischen Fundierung, praktischen Umsetzbarkeit im Schulalltag sowie der damit verbundenen Herausforderungen und Grenzen.
- Didaktische Konzepte und Merkmale des handlungsorientierten Unterrichts
- Lernpsychologische Begründungen durch Piaget und Aebli
- Praktische Planung und Umsetzung anhand eines Beispiels zur Wohnqualität
- Kritische Analyse von Grenzen und Problemen im Schulalltag
- Veränderte Rollenbilder von Lehrkräften und Schülern
Auszug aus dem Buch
2 Definition und Merkmale
Zunächst ist zu sagen, dass es sich beim Handlungsorientierten Unterricht um ein didaktisch-methodisches Unterrichtskonzeption handelt, bei der nicht, wie sonst meistens üblich, die Vermittlung lehrerzentriert und einseitig stattfindet und der Schüler eher passiv ist, sondern die Schüler werden in ihrer Selbsttätigkeit und –verantwortung gefördert (vgl. Becker 2007, S. 124).
Die Schüler sollen sich demnach mit Themen handelnd und aktiv auseinandersetzen und somit entdeckend und forschend lernen. Dabei handelt es sich jedoch meistens um ein exemplarisches Lernen und Lehren, da die Stofffülle reduziert wird.
Es steht hierbei ein Lerninhalt im Mittelpunkt, der verschiedene Handlungsmöglichkeiten offenbart und somit ein ganzheitliches Lernen und Lehren ermöglicht. Es sollen das Herz, also die Gefühle, der Kopf, sprich die kognitive Seite, und die Hand, die motorischen Fähigkeiten, mit einbezogen werden. Diese Trias soll in ein ausgewogenes und dynamisches Verhältnis gebracht werden (vgl. Bönsch 2001, S. 214).
Bei diesem Konzept ist es ebenfalls wichtig, dass der Lehrer und die Schüler miteinander kooperieren: Es ist ein gemeinsamer Prozess, der auch gemeinsam entwickelt, durchgeführt und ausgewertet wird. Lehrer und Schüler vereinbaren gemeinsam ein Ziel, auf das nach und nach hingearbeitet wird. Dabei hat die Lehrkraft die Aufgabe, Möglichkeiten zu schaffen für eine aktive Lernhaltung inklusive Selbstorganisation und Selbstverantwortung, an dessen Ende ein vorzeigbares Produkt steht (vgl. Becker 2007, S. 125). Es entsteht dadurch auch eine veränderte Rolle des Lehrers und auch des Schülers.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe für die Arbeit und führt die zentralen Fragen zur Bedeutung und Durchführbarkeit des handlungsorientierten Unterrichts ein.
2 Definition und Merkmale: Hier wird das Konzept als didaktisch-methodische Form definiert, die den Fokus auf ganzheitliches Lernen und die Kooperation zwischen Lehrkraft und Schülern legt.
3 Entwicklungsgeschichte: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss von der Antike über die Reformpädagogik bis hin zu modernen Ansätzen wie "Learning by doing".
4 Lernpsychologische Begründung: Basierend auf den Theorien von Piaget und Aebli wird dargelegt, warum Denken und Handeln für den Lernprozess untrennbar miteinander verbunden sind.
5 Planung und Umsetzung: Dieser Teil konkretisiert die theoretischen Aspekte durch ein praktisches Unterrichtsbeispiel zur Untersuchung der Wohnqualität.
6 Fazit: Das Kapitel reflektiert kritisch die Vor- und Nachteile sowie die strukturellen Hürden bei der Implementierung im heutigen Schulalltag.
Schlüsselwörter
Handlungsorientierter Unterricht, Selbsttätigkeit, Ganzheitlichkeit, Kopf Herz Hand, Projektunterricht, Lernpsychologie, Jean Piaget, Hans Aebli, Handlungsprodukt, Methodenkompetenz, Schülermotivation, Didaktik, Unterrichtsplanung, Reformpädagogik, Selbstverantwortung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption des handlungsorientierten Unterrichts und analysiert dessen theoretische Grundlagen sowie die praktische Durchführbarkeit im gymnasialen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind Merkmale handlungsorientierten Lernens, die lernpsychologische Begründung, historische Entwicklungen und eine kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Umsetzung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Mehrwert und die Grenzen von handlungsorientierten Ansätzen im Vergleich zu traditionellem Unterricht zu beleuchten und eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Publikationen zu didaktischen und lernpsychologischen Theorien sowie die Anwendung eines praktischen Umsetzungsbeispiels.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Definition, Entwicklungsgeschichte, psychologische Fundierung durch Piaget und Aebli sowie die detaillierte Planung eines konkreten Unterrichtsprojekts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Handlungsorientierung, Selbsttätigkeit, ganzheitliches Lernen, Kompetenzentwicklung, kooperatives Lernen und die Trias von Kopf, Herz und Hand.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen lehrerzentriertem und handlungsorientiertem Unterricht eine so große Rolle?
Diese Gegenüberstellung verdeutlicht den Rollenwandel von einer instruktiven Vermittlung hin zur Förderung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schüler.
Was sind laut Autorin die größten Hindernisse bei der Umsetzung im Alltag?
Als größte Hürden werden das starre 45-Minuten-Zeitraster, strenge curriculare Vorgaben und die notwendige Vorbereitungsintensität genannt.
Wie ist der Zusammenhang zwischen der "Trias" (Kopf, Herz, Hand) und dem Lernerfolg?
Der Ansatz verfolgt das Ziel, alle Sinne zu aktivieren, um das Lernen produktiver zu gestalten und die Identifikation des Schülers mit dem Lerngegenstand zu erhöhen.
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- Johanna Wessely (Author), 2014, Handlungsorientierter Unterricht. Merkmale, Planung, Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274435