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Das Waffenrecht in den USA

Eine Darstellung und Bewertung der Argumente der Waffenlobby sowie der aktuellen Situation

Title: Das Waffenrecht in den USA

Pre-University Paper , 2014 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Felix Grünewald (Author)

Social Studies (General)
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14. Dezember 2012 in Newtown, Connecticut: Adam Lanza, Sohn einer Waffenbesitzerin, erschießt seine Mutter mit ihrem eigenen halbautomatischen Gewehr, welches diese legal erworben hatte. Daraufhin ermordet er an der Sandy-Hook-Grundschule zwanzig Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren und sechs Lehrkräfte in nicht einmal 11 Minuten auf brutale Art und Weise und nimmt sich schließlich mit der eigenen Waffe das Leben. Hunderte Kinder und Lehrer stehen anschließend unter Schock, müssen psychologisch behandelt werden, viele Familien werden zerstört. Eine Woche später fordert die NRA, die Waffenlobby in den USA, gelockerte Waffengesetze, bewaffnete Lehrer und Sicherheitskräfte an den Schulen.
Vier Monate später lehnt der Senat eine minimale Verschärfung der nationalen Waffengesetze ab, darin enthalten Hintergrundchecks für Waffenkäufer und ein Verbot für Waffen mit großem Magazin.
Doch aus welchem Grund werden in den USA selbst nach einem derartigen Ereignis keine grundlegenden Veränderungen im Waffengesetz vorgenommen? Wieso werden sogar noch mehr Waffen gefordert?
In der Arbeit wird zunächst die aktuelle Gesetzeslage betrachtet, die Verfassung der USA und die Regelungen der verschiedenen Bundesstaaten. Daraufhin werden die Waffendiskussion, Interviews und Studien der Waffenlobby, vorgestellt und bewertet.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Geschichte der Waffengesetze und des Waffenbesitzes in den USA

3. Statistiken

4. Die heutigen Waffengesetze und Änderungen der letzten Jahre

5. Die Waffenlobby und ihre Argumente

5.1 Die NRA (National Rifle Association)

5.2 Die Verfassung

5.3 Gegen Waffen helfen nur noch mehr Waffen

5.4 Nicht die Waffe tötet Menschen, sondern derjenige, der sie benutzt

5.5 Schießen als Sport, Freiheit der Bevölkerung

5.6 Medien als Auslöser der Gewalt

6. Beurteilung

6.1 Der zweite Zusatzartikel der Verfassung - heute noch aktuell?

6.2 More guns, less crime?

6.3 Waffen für Lehrer und Sicherheitspersonal an Schulen?

6.4 Warum sollte es dem Mörder einfach gemacht werden?

6.5 Sport als Rechtfertigung privaten Waffenbesitzes?

6.6 Medien als Sündenbock?

6.7 Die Methoden der NRA

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das US-amerikanische Waffenrecht vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatte um Verschärfungen nach Amokläufen wie in Newtown. Ziel ist es, die Argumentationsstrategien der Waffenlobby (insbesondere der NRA) zu analysieren, deren Stichhaltigkeit kritisch zu bewerten und die Diskrepanz zwischen verfassungsrechtlichen Begründungen und der aktuellen Sicherheitslage aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung des Waffenbesitzes in den USA
  • Analyse der Waffenlobby-Argumente (Selbstschutz, Sport, Verfassungsrecht)
  • Kritische Würdigung der US-Gesetzeslage
  • Vergleich internationaler Kriminalitätsstatistiken und Mordraten
  • Rolle der Medien in der Gewaltdebatte

Auszug aus dem Buch

6.2 More guns, less crime?

Zunächst einmal erscheint dieses Argument schlüssig: Eine Person, die mit der Pistole in der Öffentlichkeit Gewalt ausübt, kann am ehesten von anderen bewaffneten Personen ausgeschaltet werden. Doch die Frage ist, wie dies in der Praxis tatsächlich aussehen würde. So besitzt nicht jede Person die Zivilcourage, um in einer derartigen Situation einzugreifen, insbesondere den Mut beziehungsweise den Willen, die Waffe auf den Täter zu richten und notfalls gar zu schießen. Für eine solche Aktion ist es des Weiteren unabdingbar, dass die eingreifende Person Erfahrung im Umgang mit Waffen besitzt, im besten Falle jahrelanges Training hinter sich hat. Andernfalls kann durch einen unerfahrenen und unsicheren Schützen unnötiger Schaden entstehen, der vielleicht hätte verhindert werden können.

Möglich wären auch Missverständnisse, die ebenfalls durch die Ungeübtheit der Zivilbevölkerung mit derartigen Situationen entstehen könnten. Es muss nur eine Person die Geschehnisse falsch interpretieren und zur Waffe greifen, schon kann es zu einer Kettenreaktion kommen, Panik breitet sich in der unmittelbaren Umgebung aus und es entsteht erneut vermeidbarer Schaden.

Natürlich ist es vorstellbar, dass ein potenzieller Täter eher vor öffentlichen Gewalttaten und Verbrechen zurückschreckt, wenn ihm klar ist, dass er auf bewaffneten Widerstand treffen könnte. Dies würde allerdings höchstwahrscheinlich nur kleinere Delikte wie beispielsweise Taschendiebstahl, Handtaschenraub oder Vergleichbares betreffen, es ist allerdings zu bezweifeln, dass so die Anzahl an Amokläufen und Morden verringert werden kann. Eine Person, die sich zu einer solchen Tat entschließt, ist in den meisten Fällen psychisch labil, leidet an Depressionen oder schweren Problemen mit ihrem Umfeld, wird also kaum aufgrund erwarteter Gegenwehr von ihrer Tat ablassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Motivation und Zielsetzung der Facharbeit zur Untersuchung des US-Waffenrechts im Anschluss an das Attentat von Newtown.

2. Geschichte der Waffengesetze und des Waffenbesitzes in den USA: Überblick über die historische Verwurzelung des Waffenbesitzes als Mittel zur Selbstverteidigung in der amerikanischen Geschichte.

3. Statistiken: Darstellung der aktuellen Opferzahlen durch Schusswaffen und der hohen Verbreitung von Waffen in der US-Bevölkerung im internationalen Vergleich.

4. Die heutigen Waffengesetze und Änderungen der letzten Jahre: Analyse des 2. Zusatzartikels und der großen Diskrepanzen in den Waffengesetzen zwischen den einzelnen Bundesstaaten.

5. Die Waffenlobby und ihre Argumente: Untersuchung der Rollen von NRA und Politikern bei der Verteidigung des Waffenbesitzes sowie deren zentraler Argumentationsmuster.

6. Beurteilung: Kritische Reflexion der Lobby-Argumente hinsichtlich ihrer logischen Konsistenz und praktischen Tauglichkeit für eine sicherere Gesellschaft.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass die Argumente der Waffenlobby oft unzureichend sind und eine Komplexität der Problematik vorliegt, die über einfache Waffengesetze hinausgeht.

Schlüsselwörter

Waffenrecht, USA, NRA, Amoklauf, Newtown, 2. Zusatzartikel, Waffenlobby, Gewaltprävention, Schusswaffengebrauch, Kriminalitätsrate, Selbstschutz, Verfassung, Waffengewalt, Medienkritik, Sicherheitspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das amerikanische Waffenrecht, die historische Begründung des Waffenbesitzes und die politische sowie gesellschaftliche Debatte nach schweren Gewaltvorfällen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Statistiken zum Waffenbesitz, der Rolle der Waffenlobby NRA, dem Verfassungsrecht und der Effektivität von Maßnahmen zur Gewaltsenkung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, warum trotz massiver Vorfälle keine fundamentalen Gesetzesänderungen erfolgen und ob die Argumente der Waffenlobby einer kritischen Prüfung standhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse, indem aktuelle Gesetzeslagen, offizielle Statistiken und publizierte Argumentationen der Interessenverbände gegenübergestellt und bewertet werden.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der Lobby-Argumente (z.B. Selbstverteidigung, Sport) und eine anschließende detaillierte Beurteilung dieser Argumente unter Berücksichtigung sozioökonomischer Faktoren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Waffenlobby, NRA, 2. Zusatzartikel, Amoklauf und die Debatte um Waffenkontrolle geprägt.

Wie bewertet der Autor das "More guns, less crime"-Argument?

Der Autor zweifelt dieses Argument an, da er auf die Notwendigkeit von jahrelangem Training hinweist und betont, dass psychisch labile Täter meist nicht von einer möglichen Gegenwehr abgeschreckt werden.

Welche Rolle spielt die NRA laut dieser Arbeit?

Die NRA wird als einflussreiche Lobbyorganisation beschrieben, die politische Entscheidungen durch Bewertungssysteme beeinflusst und ein Narrativ des bewaffneten Bürgers als notwendigen Schutz fördert.

Wie sieht der Autor den Vergleich zwischen USA und Großbritannien?

Der Autor hält den Vergleich für unzulässig, da die USA eine deutlich höhere Rate an Schusswaffenmorden aufweisen und grundlegende demografische Unterschiede eine direkte Übertragung der Statistiken verhindern.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Rolle der Medien?

Der Autor argumentiert, dass Medien zwar eine verstärkende Rolle spielen können, die Hauptverantwortung jedoch beim leichten Zugang zu Waffen und bei der staatlichen Regulierung liegt.

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Details

Title
Das Waffenrecht in den USA
Subtitle
Eine Darstellung und Bewertung der Argumente der Waffenlobby sowie der aktuellen Situation
Grade
1,0
Author
Felix Grünewald (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V273884
ISBN (eBook)
9783656660842
ISBN (Book)
9783656660835
Language
German
Tags
Waffen Gesetze Waffenrecht Amerika USA Sowi Sozialwissenschaften facharbeit Deutsch Sehr Gut Eins 14 Punkte 14 Punkte Waffengesetze NRA Waffenlobby Lobby Argumente Bewertung Darstellung Position
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Felix Grünewald (Author), 2014, Das Waffenrecht in den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273884
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