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Ist der weibliche Körper für Extremsport geeignet?

Unterschiede der körperlichen Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit bei Frauen und Männern

Title: Ist der weibliche Körper für Extremsport geeignet?

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 24 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Christina Rogler (Author)

Biology - Human Biology
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Noch in den 50er Jahren war Langstreckenlauf für Frauen offiziell verpönt und der Start über Marathondistanzen war ausschließlich Männern vorbehalten. Katherine Switzer schummelte sich 1967 auf illegale Weise in den Boston Marathon und erreichte die Ziellinie nach 4:30 h. Dieses Ereignis veränderte langsam die öffentliche Meinung zum weiblichen Langstreckenlauf und sorgte für reichlich Diskussionen in den Verbänden. Dem Waldnieler Arzt Ernst van Aaken gelang es schließlich 1973, einen reinen Marathonlauf für Frauen durchzusetzen (vgl. Aaken). Die gezeigten Leistungen der Sportlerinnen (Siegerzeit 2:59 h) versetzten die Öffentlichkeit ins Staunen. Ernst van Aaken wagte damals die Aussage „ In spätestens 30 Jahren werden die Frauen 2:20 gelaufen sein“ (Aaken, 1985) - und er behielt recht. 2009 wird der Marathonweltrekord von der Britin Paula Radcliffe in 2:15:25 h gehalten. Die Teilnahme von Frauen an Marathonläufen ist im 21.Jahrhundert längst Normalität geworden. Ebenso weichen Frauen vor anderen extremen körperlichen Herausforderungen wie dem jährlichen Ironman auf Hawai nicht mehr zurück und treiben ihren Körper so zu Höchstleistungen an.
Doch ist der weibliche Körper wirklich für solche Extremleistungen geeignet und wie wird auf Reize jener Art reagiert ? Antwort auf diese Fragen soll folgende Arbeit liefern.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Anatomie

2.1 Körperbau der Frau

2.2 Körperzusammensetzung

2.3 Physiologische Unterschiede

2.4 Hormonelle Regulation

2.5 Menstruationszyklus

3 Hormonelle Störungen durch Wettkampf und Training

3.1 Zyklusstörungen

3.1.1 Menarche

3.1.2 Oligomenorrhö und Amenorrhö

3.1.3 Erklärungsmuster

3.2 Osteoporose

3.3 Wissenschaftliche Untersuchungen

3.4 Lösungsmöglichkeiten

4 Schwangerschaftsverhütung und Sport

4.1.1 Hormonale Kontrazeptiva

4.1.2 Spektrum der hormonalen Kontrazeptiva

5 Sport in der Schwangerschaft

5.1. Hormonelle und physiologische Veränderungen in der Schwangerschaft

5.2 Leitlinien zur Sportausübung

5.2.1 Risiken und Einschränkungen

5.2.2 Geeignete Sportarten

5.2.3 Vorteile

5.2.4 Wiederbeginn nach Geburt

6 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung des weiblichen Körpers für extreme sportliche Belastungen, indem sie anatomische, physiologische und hormonelle Unterschiede zwischen den Geschlechtern analysiert und deren Auswirkungen auf das Training sowie reproduktive Funktionen betrachtet.

  • Anatomische und physiologische Geschlechtsunterschiede
  • Hormonelle Regulation und Menstruationszyklus
  • Sportbedingte hormonelle Störungen (Amenorrhö, Osteoporose)
  • Verhütungsmethoden für Sportlerinnen
  • Leitlinien für körperliche Aktivität während der Schwangerschaft

Auszug aus dem Buch

3.2 Osteoporose

„ Ein Knochen kann nur kräftig werden bzw. bleiben, wenn er regelmäßig und langfristig (von der frühen Jugend bis ins hohe Alter) äußerliche Reize zum Wachstum erhält .“ (Platen, 1995)

Wäre diese Aussage für jegliche körperliche Aktivität mit beliebigem Ausmaß gültig, könnte man auf dieses Kapitel verzichten. Leider haben aber gerade weibliche Spitzensportlerinnen v.a. im Ausdauerbereich ein erhöhtes Risiko an Osteoporose zu erkranken. Ursache hierfür ist der Abfall der endogenen Östrogenspiegel (vgl. Weineck).Dauert dieser hypoöstrogene Zustand länger an, hat dies eine Verminderung der Knochenmasse zur Folge (Osteopenie) bzw. sogar den Verlust von Knochemasse mit erhöhter Brüchigkeit (Osteoporose). Frauen mit sekundärer Amenorrhö sind hiervon häufiger betroffen als jene mit primärer Amenorrhö; Ermüdungsbrüche und Stressfrakturen treten als Folgeerscheinung v.a. bei Langstreckenläuferinnen auf.

Junge Athletinnen, die an einer Amenorrhö leiden, über eine herabgesetzte Knochendichte verfügen und sich aufgrund niedriger Energieaufnahme eventuell noch kalziumarm ernähren, laufen besonders Gefahr eine Osteoporose zu entwickeln. Denn im jungen Erwachsenenalter werden bis zu 40 % der Knochenmasse aufgebaut, bevor es ab dem 30.Lebensjahr zu einer stetigen Abnahme kommt. Folglich besteht bei geringer Ausgangsknochendichte ein erhöhtes Risiko für diese Krankheit (vgl. Korsten-Reck).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die historische Entwicklung des Frauensports, insbesondere des Langstreckenlaufs, wird aufgezeigt, um die Forschungsfrage nach der körperlichen Eignung für Extremleistungen zu begründen.

2 Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Anatomie: Es werden anatomische, anthropometrische und physiologische Differenzen zwischen den Geschlechtern sowie deren hormonelle Grundlagen und der Menstruationszyklus erläutert.

3 Hormonelle Störungen durch Wettkampf und Training: Dieses Kapitel behandelt die negativen Auswirkungen intensiver sportlicher Belastung auf das reproduktive System, insbesondere Zyklusstörungen und das Risiko für Osteoporose.

4 Schwangerschaftsverhütung und Sport: Hier werden geeignete Verhütungsmethoden für Sportlerinnen diskutiert, die ihre Leistungsfähigkeit nicht einschränken und Störungen wie das prämenstruelle Syndrom mindern können.

5 Sport in der Schwangerschaft: Es werden die physiologischen Veränderungen während der Schwangerschaft beschrieben sowie Leitlinien für sichere körperliche Aktivitäten und den Wiedereinstieg nach der Geburt gegeben.

6 Ausblick: Das Fazit fasst die Problematiken zusammen und weist auf den notwendigen Forschungsbedarf bei der hormonellen Therapie von Athletinnen hin.

Schlüsselwörter

Frauensport, Leistungsfähigkeit, Anatomie, Physiologie, Hormonsystem, Menstruationszyklus, Amenorrhö, Osteoporose, female athlete triade, hormonale Kontrazeptiva, Sport in der Schwangerschaft, Trainingsintensität, Knochendichte, Leistungsfähigkeit, Reproduktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den physiologischen und anatomischen Voraussetzungen des weiblichen Körpers im Kontext von extremen sportlichen Belastungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Anatomie, den hormonellen Regulationsmechanismen, den Risiken von Überbelastung (wie Amenorrhö und Osteoporose) sowie der Sportausübung während der Schwangerschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob der weibliche Körper für Extremleistungen im Sport geeignet ist und wie er auf entsprechende Reize reagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis sportmedizinischer Literatur und Studien zur Leistungsphysiologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse biologischer Geschlechtsunterschiede, die Auswirkungen von Hochleistungstraining auf den Hormonhaushalt und medizinische Empfehlungen für Verhütung und Sport in der Schwangerschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Frauensport, Amenorrhö, Osteoporose, Hormonregulation und Leistungsfähigkeit.

Warum ist das Risiko für Osteoporose bei Athletinnen erhöht?

Durch intensives Training sinken oft die Östrogenspiegel, was zu einem Abbau von Knochenmasse führen kann, besonders wenn zusätzlich eine mangelnde Energieaufnahme vorliegt.

Welche Sportarten sind in der Schwangerschaft zu empfehlen?

Vorzugsweise sind aerobe Sportarten geeignet, die die Gelenke entlasten, wie Schwimmen, Aquajogging, Wandern oder moderates Jogging.

Welche Rolle spielt Leptin im Kontext von Trainingsstörungen?

Leptin reguliert den Grundumsatz und die Gn-RH-Ausschüttung; sinkt der Spiegel unter eine kritische Schwelle, kann dies zu Zyklusstörungen wie Amenorrhö führen.

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Details

Title
Ist der weibliche Körper für Extremsport geeignet?
Subtitle
Unterschiede der körperlichen Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit bei Frauen und Männern
College
University of Freiburg  (Institut für Sportwissenschaft und Sport)
Course
Hauptseminar Klinische Physiologie
Grade
1,5
Author
Christina Rogler (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V273866
ISBN (eBook)
9783656663324
ISBN (Book)
9783656663300
Language
German
Tags
Frauen und Sport Amenorrhö Zyklusstörungen Sport und Schwangerschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Rogler (Author), 2009, Ist der weibliche Körper für Extremsport geeignet?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273866
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