Diese Arbeit beschäftigt sich mit den historischen Begründungen für die Verwendung von Tieren in der Fabel. Die Fabel ist eine kurze Geschichte, die zu gleichen Teilen unterhalten und belehren will und in der häufig Tiere die Protagonisten sind. Reinecke, der schlaue und hinterlistige Fuchs, Meister Lampe, der vorlaute, aber zugleich ängstliche Hase und viele andere tierische Darsteller sind ein fester Bestandteil der Tierfabeldichtung. Es gibt bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen, die den Fabeltieren eigen sind und die man auch in Sprichwörtern, Redensarten und in der Heraldik findet. Aber aus welchem Grund ist das so? Warum gibt es Tiere in der Fabel?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Historische Begründungen für die Verwendung von Tieren in der Fabel
- „Von dem Gebrauche der Tiere in der Fabel“
- Historische Begründungen für die Verwendung von Tieren in der Fabel
- Schlussbetrachtung
- Quellen- und Literaturverzeichnis einschließlich weiterführender Literatur
- Quellenverzeichnis
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die historischen Begründungen für die Verwendung von Tieren in der Fabel zu beleuchten. Sie analysiert die Sichtweisen verschiedener Autoren aus unterschiedlichen Epochen und versucht, eine zusammenfassende Übersicht über den Stand der literaturwissenschaftlichen Diskussion zu diesem Thema zu geben.
- Die Bedeutung des „Wunderbaren“ in der Fabel und die Rolle von Tieren als Träger dieses Elements
- Die Vermenschlichung von Tieren und die Übertragung menschlicher Eigenschaften und Verhaltensweisen auf sie
- Die Funktion von Tieren in der Fabel als Spiegelbild menschlicher Schwächen und Verhaltensweisen
- Die Rolle von Tieren als Mittel zur Vereinfachung und Veranschaulichung komplexer menschlicher Situationen und Verhältnisse
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt eine Einführung in die Fabel und stellt die zentrale Frage nach den Beweggründen für die Verwendung von Tieren in dieser literarischen Gattung. Das Kapitel „Historische Begründungen für die Verwendung von Tieren in der Fabel“ beleuchtet die Sichtweisen von Johann Jacob Breitinger und Jacob Grimm. Breitinger sieht im „Wunderbaren“ das zentrale Element der Fabel und die Tiere als Träger dieses Elements. Grimm hingegen betont die Vermenschlichung von Tieren und die Übertragung menschlicher Eigenschaften auf sie. Das Kapitel „Von dem Gebrauche der Tiere in der Fabel“ behandelt Gotthold Ephraim Lessings Werk „Abhandlungen über die Fabel“ und analysiert Lessings Kritik an Breitingers Ansichten.
Schlüsselwörter
Fabel, Tier, Mensch, Vermenschlichung, „Wunderbares“, Literaturwissenschaft, Breitinger, Grimm, Lessing, Äsopische Fabel, Critische Dichtkunst, Reinhart Fuchs, Abhandlungen über die Fabel
Häufig gestellte Fragen
Warum werden in Fabeln Tiere als Protagonisten verwendet?
Tiere dienen als Spiegelbild menschlicher Schwächen. Durch die Vermenschlichung können komplexe moralische Lehren einfacher und unterhaltsamer vermittelt werden.
Was verstand Breitinger unter dem „Wunderbaren“ in der Fabel?
Johann Jacob Breitinger sah im Wunderbaren (sprechende Tiere) ein zentrales Element, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu gewinnen und die Lehre einprägsam zu machen.
Welche Eigenschaften werden Fabeltieren zugeschrieben?
Fabeltiere haben feste Charakterzüge: Der Fuchs ist schlau (Reineke), der Hase vorlaut aber ängstlich (Meister Lampe) und der Löwe steht für Macht.
Was kritisierte Lessing an der Verwendung von Tieren?
Gotthold Ephraim Lessing analysierte den Nutzen der Tiere zur Veranschaulichung allgemeiner moralischer Sätze und betonte die Kürze und Prägnanz der äsopischen Fabel.
Woher stammen die traditionellen Tiercharaktere?
Viele dieser festen Rollenbilder finden sich bereits in der antiken Dichtung (Äsop), in Sprichwörtern, Redensarten und sogar in der Heraldik wieder.
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- Desiree Wolny (Author), 2012, Warum gibt es Tiere in der Fabel?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273859