Mit den Phänomen des Ressourcenfluchs oder der holländischen Krankheit wird versucht die Armut in ressourcenreichen Staaten zu erklären. Diese Ansätze greifen auch die Abhängigkeit solcher Staaten vom internationalen Handel auf, dessen Institutionen vor allem von westlichen Industriestaaten dominiert werden.
Dieser Text greift die eigentums- und gerechtigkeitstheoretischen Überlegungen hinsichtlich des Umgangs mit knappen Ressourcen von Christoph Horn auf. Dieser stellt in seinem Aufsatz "Wem gehören die Ressourcen dieser Welt? Wem steht welcher Teil an den Kooperationserträgen zu?" die Überlegung der Etablierung einer globalen Rohstoffdividende (GRD), dessen Idee auf dem Philosophen Thomas Pogge zurückzuführen ist, vor. Diese Überlegungen werden kritisch refelktiert und hinsichtlich ihrer Wirkung und Anwendbarkeit überprüft.
Die Frage lautet: Kann die Einführung einer GRD den Kern von Ressourcenkonflikten und globaler Ungerechtigkeit tangieren?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Eigentums- und gerechtigkeitstheoretische Überlegungen
- Idee einer globalen Rohstoffdividende
- Diskussion GRD
- Fazit
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay analysiert die Problematik der globalen Ressourcenverteilung und die Frage nach einer gerechten Verteilung von Rohstoffen. Der Autor untersucht, ob die Einführung einer globalen Rohstoffdividende (GRD) ein Instrument für mehr Gerechtigkeit sein kann.
- Eigentumsrechte und Ressourcenverteilung
- Gerechtigkeitstheoretische Perspektiven
- Die Idee der globalen Rohstoffdividende als Lösungsansatz
- Kritik und Diskussion der GRD
- Alternativen und Perspektiven für eine gerechtere Weltordnung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Ressourcenkonflikte und globalen Gerechtigkeit ein. Sie stellt die Argumentationslinie des Essays vor und beleuchtet die Notwendigkeit einer philosophischen Perspektive auf die Problematik.
Das Kapitel „Eigentums- und gerechtigkeitstheoretische Überlegungen" analysiert die Eigentumsrechte an natürlichen Ressourcen aus philosophischer Sicht. Es werden die Herausforderungen des Territorialprinzips und die Frage nach der Sozialpflichtigkeit von Eigentum diskutiert. Der Autor beleuchtet auch die ungleiche Verteilung von Rohstoffen und die daraus resultierenden Ungleichheiten.
Im Kapitel „Idee einer globalen Rohstoffdividende" wird die von Thomas Pogge vorgeschlagene GRD vorgestellt. Es werden die Handlungsmotivationen für die Einführung einer GRD, wie negative und positive Verantwortung sowie Klugheit, erläutert. Die Funktionsweise und die Ziele der GRD werden detailliert beschrieben.
Das Kapitel „Diskussion GRD" setzt sich kritisch mit der Idee der globalen Rohstoffdividende auseinander. Es werden Argumente für und gegen die Einführung der GRD diskutiert, wobei die Vor- und Nachteile der Maßnahme beleuchtet werden.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die globale Ressourcenverteilung, Ressourcenkonflikte, globale Gerechtigkeit, Eigentumsrechte, Ressourcenknappheit, die globale Rohstoffdividende (GRD), negative und positive Verantwortung, Klugheit, und die Herausforderungen für eine gerechtere Weltordnung. Der Text beleuchtet die Problematik der ungleichen Verteilung von Rohstoffen und diskutiert die Idee der GRD als Instrument für mehr Gerechtigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine globale Rohstoffdividende (GRD)?
Die GRD ist ein von Thomas Pogge vorgeschlagenes Instrument, bei dem ein kleiner Teil der Erträge aus der Nutzung natürlicher Ressourcen zur Bekämpfung globaler Armut verwendet wird.
Was versteht man unter dem „Ressourcenfluch“?
Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass ressourcenreiche Staaten oft unter Armut, Korruption und wirtschaftlicher Instabilität leiden, anstatt vom Reichtum zu profitieren.
Wem gehören die Ressourcen der Welt laut Eigentumstheorie?
Die Arbeit diskutiert philosophische Ansätze, die das Territorialprinzip (Ressourcen gehören dem Staat, auf dessen Boden sie liegen) kritisch hinterfragen und eine Sozialpflichtigkeit des Eigentums fordern.
Kann die GRD globale Ungerechtigkeit mindern?
Die Arbeit untersucht kritisch, ob dieses Instrument die Kernursachen von Ressourcenkonflikten tangieren kann oder ob es an der praktischen Anwendbarkeit scheitert.
Was ist der Unterschied zwischen negativer und positiver Verantwortung?
Negative Verantwortung bezieht sich auf die Pflicht, anderen keinen Schaden zuzufügen, während positive Verantwortung die Pflicht zur aktiven Hilfeleistung beschreibt.
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- B.A. Christian Böckenholt (Author), 2013, Eine globale Rohstoffdividende. Ein Instrument für mehr Gerechtigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273622