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Bevölkerung und sozialer Wandel durch Migration

Title: Bevölkerung und sozialer Wandel durch Migration

Term Paper , 2014 , 21 Pages

Autor:in: Philipp Westphal (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Ziel dieser Arbeit soll es sein, sachlich darzustellen, welche zentralen Phasen von Migration
es in der Vergangenheit gab und inwiefern sich diese auf die jetzige Bevölkerungs-
und Sozialstruktur ausgewirkt haben, um zu vergleichen, in welcher Situation
sich die Bundesrepublik Deutschland heute ohne derartige räumliche Bevölkerungsbewegungen
befände. Darüber hinaus wird zu untersuchen sein, wie Wanderungsbewegungen
sozialen Wandel produzieren, um letztlich einen Überblick über die Effekte des
demographischen Prozesses der Migration sowohl in einer historischen, als auch in einer
auf aktuelle Probleme und Herausforderungen ausgerichteten Perspektive zu erhalten.
2.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erläuterung zentraler Begriffe

3. Wichtige Wanderungsbewegungen seit 1945

3.1 Arbeitsmigration von 1955 bis 1973

3.2 Migration ab 1980

3.3 Bilanz der Wanderungsbewegungen seit 1954

4. Auswirkungen der Migration auf die deutsche Bevölkerungsstruktur

4.1 Altersstruktur

4.2 Geschlechterstruktur

5. Ausblick auf die Bevölkerungsentwicklung bis 2060 in Hinblick auf Migration

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die historischen Phasen der Migration in Deutschland sachlich darzustellen und deren Auswirkungen auf die Bevölkerungs- sowie Sozialstruktur zu analysieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern Migrationsbewegungen sozialen Wandel produzieren und welche demographischen Effekte sich daraus ergeben.

  • Historische Phasen der Arbeitsmigration und deren Wandel
  • Einfluss von Zuwanderung auf die Alters- und Geschlechterstruktur
  • Vergleich der Bevölkerungsentwicklung mit und ohne Migrationsprozesse
  • Herausforderungen einer gezielten Einwanderungs- und Integrationspolitik
  • Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung bis 2060 unter Berücksichtigung der Migration

Auszug aus dem Buch

3.1 Arbeitsmigration von 1955 bis 1973

Mitte der 1950er Jahre setzte in Deutschland eine starke Arbeitsmigration ein. Die Ursache für diese Entwicklung kann in der florierenden deutschen Ökonomie gesehen werden. Die starke Konjunktur in der Zeit, die als „Wirtschaftswunder" in die Geschichte eingegangen ist, führte, in Kombination mit Faktoren wie beispielsweise dem kriegsbedingten Ausfall deutscher Arbeitskräften, den in der Babyboomgeneration und dem traditionellen Rollenbild an den Haushalt gebundenen Müttern, aber auch einem früheren Renteneintrittsalter sowie sinkenden Arbeitszeiten, zu einem Arbeitskräftemangel in diversen Sektoren (vgl. Münz 1999: 43).

Auf Drängen der Arbeitgeber wurden daraufhin Anwerbeverträge mit diversen Staaten geschlossen. Den Beginn der Phase der Arbeitsmigration markierte 1955 der Anwerbevertrag mit Italien, auf den in den nächsten 15 Jahren weitere Abkommen, vor allem mit südeuropäischen und nordafrikanischen Staaten folgten (vgl. Müller 2005: 16). Die Parteien, die die Verträge unterzeichneten, erhofften sich jeweils die Behebung der Probleme des eigenen Arbeitsmarktes, denn während in Deutschland Arbeitskräfte, oftmals in wenig prestigeträchtigen und schlecht bezahlten Segmenten, fehlten, gab es in den Partnerländern teils hohe Arbeitslosigkeit (vgl. Müller 2005: 16). Aufgrund dieser rein ökonomisch motivierten Migration, kann die Phase neoklassisch beschrieben werden (vgl. Niephaus 2011: 111f.), da sich Wanderungsgründe aus den unterschiedlichen Arbeits- und Lohnbedingungen der Länder ergeben und eine Kosten- Nutzenrechnung aufgestellt wird, die aus Sicht des Individuums grade durch die staatliche Unterstützung oftmals positiv ausfällt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des demographischen Wandels und ordnet Migration als einen der drei grundlegenden Prozesse ein, die die Bevölkerungsstruktur beeinflussen.

2. Erläuterung zentraler Begriffe: Dieses Kapitel definiert die für die Analyse entscheidenden Begrifflichkeiten, wie etwa die Abgrenzung von Migration sowie die Kategorisierung von Migranten im amtlichen Datenmaterial.

3. Wichtige Wanderungsbewegungen seit 1945: Es werden die zentralen Phasen der Arbeitsmigration und die spätere Zuwanderung ab 1980 detailliert analysiert, um Deutschland als Einwanderungsland zu verorten.

4. Auswirkungen der Migration auf die deutsche Bevölkerungsstruktur: Dieses Kapitel untersucht, inwiefern Migration die Alters- und Geschlechterstruktur der deutschen Bevölkerung verjüngend beeinflusst hat.

5. Ausblick auf die Bevölkerungsentwicklung bis 2060 in Hinblick auf Migration: Hier werden Szenarien für die zukünftige Bevölkerungsentwicklung dargestellt und die limitierte Steuerungswirkung von Migration auf das Geburtendefizit diskutiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Migration den demographischen Wandel zwar nicht stoppen kann, aber eine zentrale Rolle bei der Abmilderung seiner Folgen spielt.

Schlüsselwörter

Migration, Bevölkerungsstruktur, demographischer Wandel, Arbeitsmigration, Gastarbeiter, Altersstruktur, Geburtenrate, Integrationspolitik, Wanderungssaldo, Sozialstruktur, Bevölkerungsentwicklung, Fachkräftemangel, Zuwanderung, Rentensystem, Demographie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen Bevölkerungsentwicklung, sozialem Wandel und Migrationsbewegungen in Deutschland seit 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf den Phasen der Arbeitsmigration, den Auswirkungen auf die Bevölkerungsstruktur (Alter und Geschlecht) sowie Zukunftsprognosen zur demographischen Entwicklung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, sachlich darzustellen, wie Migration die deutsche Sozialstruktur geprägt hat und in welcher Situation sich das Land ohne diese Wanderungsbewegungen befände.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung anhand von vorhandenem statistischem Datenmaterial und demographischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Betrachtung der Wanderungswellen, die Analyse der demographischen Effekte auf Alters- und Geschlechterstrukturen sowie einen Ausblick auf die Entwicklung bis 2060.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Migration, demographischer Wandel, Altersstruktur, Arbeitsmigration und Integrationspolitik.

Warum wird die Phase von 1955 bis 1973 neoklassisch beschrieben?

Sie wird so bezeichnet, da die Wanderung rein ökonomisch motiviert war und auf einer Kosten-Nutzen-Rechnung der Individuen basierte, begünstigt durch unterschiedliche Lohnbedingungen.

Inwieweit kann Migration das demographische Altern aufhalten?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Migration den demographischen Wandel nicht aufhalten kann, jedoch eine verjüngende Wirkung hat und die Folgen der Alterung abschwächt.

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Details

Title
Bevölkerung und sozialer Wandel durch Migration
College
Technical University of Braunschweig
Author
Philipp Westphal (Author)
Publication Year
2014
Pages
21
Catalog Number
V273376
ISBN (eBook)
9783656656166
ISBN (Book)
9783656656142
Language
German
Tags
Migration Demographie Demographischer Wandel Deutschland Sozialstruktur Bevölkerung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Westphal (Author), 2014, Bevölkerung und sozialer Wandel durch Migration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273376
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