Das Bahnhofsviertel ist das zweitgrößte Viertel in Frankfurt am Main mit einer
geringen Einwohnerdichte von 2125 Personen auf der Fläche von 52,5 Hektar, dafür aber
einer hohen Besucherquote von neun Tausend Gästen. (Vgl. Mahler 2013) Das Viertel
etabliert sich als die Visitenkarte der Stadt, zumindest steht es auf der offiziellen Internetseite,
die die Stadt repräsentativ im Internet machen soll. (siehe Anhang 1) An dieser Stelle
ist es fraglich, ob solche Behauptungen nun wirklich einen positiven bzw. werbefähigen
Charakter tragen. Mit dem Thema des Bahnhofsviertels in der Stadt Frankfurt setzte sich
Thorsten Benkel in seinem Buch „Das Frankfurter Bahnhofsviertel. Devianz im öffentlichen
Raum“ kritisch auseinander.
Zur Analyse wurde in dieser Hausarbeit der Text von Thorsten Benkel „Die Sichtbarkeit
des Frankfurter Bahnhofsviertel. Ein soziologischer Rundgang“ genommen. Zur Wahl des Textes
haben einerseits eigene Überlegungen über die Normalität der Dinge und soziale Unterschiede
innerhalb vieler Bahnhöfer in Deutschland beigetragen. Anderseits finden in dem analysierten Text
mehrere raumtheoretische Ansätze ihren Platz, die zur Analyse einiger Phänomene im Bahnhofviertel
erforderlich sind. Diese vorzustellen und am Beispiel des Frankfurter Bahnhofsviertels kritisch
zu reflektieren wird zum Ziel der vorliegenden Hausarbeit gesetzt.
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG
2 DAS WECHSELSPIEL VOM PHYSISCHEN UND SOZIALEN RAUM IM TEXT VON THORSTEN BENKEL
2.1. Definitionen und Untersuchungsgegenstand
2.2. Raumtheoretische Überlegungen: Pierre Bourdieu und Martina Löw
2.2.1. Pierre Bourdieu: absolutistische Vorstellung von Raum
2.2.2. Martina Löw: relativistische Vorstellungen von Raum
2.3. Klischees und Wahrheitsmekrmale
2.4. Unsichtbarkeit, Unsicherheit vs. Sichtbarkeit des Bahnhofsviertels
2.5. Ausblick: Theorie und Wirklichkeit
3. FAZIT
QUELLENVERZEICHNIS
Internetquellen
ANHANG
Anhang 1: Bild 1
Anhang 2: Bild 2
Anhang 3: Offener Brief der Einwohner des Bahnhofsviertels
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der soziologischen Analyse des Frankfurter Bahnhofsviertels?
Die Arbeit analysiert das Bahnhofsviertel basierend auf Thorsten Benkels Text als Ort der Devianz und untersucht das Wechselspiel zwischen physischem und sozialem Raum.
Welche Raumtheorien werden herangezogen?
Es werden die absolutistische Raumvorstellung von Pierre Bourdieu und die relativistische Raumtheorie von Martina Löw verglichen.
Wie wird das Bahnhofsviertel statistisch beschrieben?
Es ist das zweitgrößte Viertel Frankfurts mit einer geringen Einwohnerdichte (2125 Personen), aber einer sehr hohen Besucherquote von täglich etwa neun Tausend Gästen.
Was ist das Paradoxon der Sichtbarkeit im Viertel?
Die Arbeit thematisiert den Gegensatz zwischen der offiziellen Repräsentation als „Visitenkarte der Stadt“ und der alltäglichen Wahrnehmung von Unsicherheit und Unsichtbarkeit sozialer Randgruppen.
Was thematisiert Thorsten Benkel in seinem Werk?
Benkel setzt sich kritisch mit der Devianz im öffentlichen Raum und den sozialen Unterschieden innerhalb des Viertels auseinander.
- Quote paper
- Anna Korchagina (Author), 2013, Raumtheorien im Text von Thorsten Benkel "Die Sichtbarkeit des Frankfurter Bahnhofsviertel. Ein soziologischer Rundgang", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272652