Medien vermitteln Weltsichten, Rollenmuster und Inszenierungsvorlagen. Das macht sie zu einem wichtigen Einflussfaktor bei der Konstitution von Identität. Diese muss dabei als fortwährender Prozess verstanden werden, in dem sich das Individuum permanent neu definiert. Medien spielen somit die Rolle des kulturellen Vermittlers, da sie Identifikationsangebote transportieren, die in der Identität verarbeitet werden. Auch wenn Musikvideos in diesem Prozess nur eine kleine Rolle spielen, sind sie für Jugendliche enorm wichtig, da sie die von ihnen gehörte Musik in Bilder umsetzen. Auch diese Bilder sind Identifikationsangebote, die, besonders in Bezug auf das Geschlecht, oft sehr stereotyp wirken. Die darin enthaltene Betonung des typisch Männlichen und typisch Weiblichen kann Jugendliche bei ihrer Konstruktion von Geschlechtsidentitäten beeinflussen.
In der vorliegenden Hausarbeit steht eben dieses Phänomen im Fokus. Am Beispiel einer Fallstudie von Ute Bechdolf zur Re- und Dekonstruktion von Geschlecht bei der Rezeption von Musikvideos wird der Frage nachgegangen, auf welche Art und Weise Jugendliche bei ihrer Konstruktion von Geschlechtsidentitäten durch Medien beeinflusst werden. Dafür wird zunächst der Begriff der Identität erläutert und dann auf die Kategorie Geschlecht bezogen. Dabei wird aufgezeigt, dass das Geschlecht, wie jede andere Kategorie der Identität, lediglich ein kulturelles Konstrukt ist, zu dessen Bildung die Medien erheblich beitragen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Identität und Medien
- 2.1 Was ist Identität?
- 2.1.1 Geschlechtsidentität als kulturelles „Konstrukt“
- 2.2 Einfluss der Medien auf die Identitätsbildung
- 2.2.1 Rolle von Musikvideos in der Jugendkultur.
- 3. Fallstudie zur kulturellen Herstellung von Differenz bei der Rezeption von Musikvideos.
- 3.1 Ergebnisse der Studie
- 3.2 Einbettung der Fallstudie in die Theorie..
- 4. Fazit und Ausblick....
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von Medien auf die Konstruktion von Geschlechtsidentitäten. Am Beispiel einer Fallstudie von Ute Bechdolf, die sich mit der Re- und Dekonstruktion von Geschlecht bei der Rezeption von Musikvideos durch Jugendliche befasst, wird die Rolle der Medien bei der Identitätsbildung untersucht. Die Arbeit beleuchtet den Begriff der Identität, insbesondere die Kategorie Geschlecht, als kulturelles Konstrukt.
- Identität als fortwährender Prozess
- Medien als Vermittler von Identifikationsangeboten
- Rolle von Musikvideos in der Jugendkultur
- Konstruktion von Geschlechtsidentitäten durch Medien
- Kulturelle Herstellung von Differenz
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein und beleuchtet die Rolle der Medien bei der Konstitution von Identität. Sie erläutert den Einfluss von Medien auf die Identitätsbildung und hebt die Bedeutung von Musikvideos in der Jugendkultur hervor.
- Kapitel 2: Identität und Medien
Dieses Kapitel befasst sich mit dem Begriff der Identität in der spätmodernen Gesellschaft. Es beleuchtet verschiedene Konzepte der Identität und die Bedeutung des postmodernen Subjekts. Des Weiteren werden die kulturellen Identitäten und die Rolle der Medien bei deren Konstruktion analysiert.
- Kapitel 3: Fallstudie zur kulturellen Herstellung von Differenz bei der Rezeption von Musikvideos.
Dieses Kapitel präsentiert eine Fallstudie von Ute Bechdolf, die die Rezeption von Musikvideos durch Jugendliche und deren Einfluss auf die Konstruktion von Geschlechtsidentitäten untersucht.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Identitätsbildung, Geschlechtsidentität, Medien, Musikvideos, Jugendkultur, kulturelle Differenz, Fallstudie und Konstruktivismus.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflussen Medien die Identitätsbildung?
Medien fungieren als kulturelle Vermittler. Sie transportieren Identifikationsangebote und Rollenmuster, die Individuen in ihrem permanenten Prozess der Neudefinition verarbeiten.
Welche Rolle spielen Musikvideos für Jugendliche?
Musikvideos setzen Musik in Bilder um und bieten starke visuelle Vorlagen für Geschlechterrollen, die oft sehr stereotypisch wirken (Betonung von „typisch männlich“ und „typisch weiblich“).
Was bedeutet „Geschlecht als kulturelles Konstrukt“?
Es bedeutet, dass Geschlechtsidentität nicht rein biologisch vorgegeben ist, sondern durch kulturelle Erwartungen, mediale Darstellungen und soziale Interaktion erlernt und hergestellt wird.
Was untersucht die Fallstudie von Ute Bechdolf?
Die Studie untersucht die Re- und Dekonstruktion von Geschlecht bei der Rezeption von Musikvideos durch Jugendliche und wie diese Bilder die eigene Identitätsarbeit beeinflussen.
Was ist der Unterschied zwischen Re- und Dekonstruktion?
Rekonstruktion bedeutet das Übernehmen bestehender Rollenbilder, während Dekonstruktion das kritische Hinterfragen und Aufbrechen dieser stereotypen Muster beschreibt.
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- Elena Schefner (Author), 2010, Einfluss der Medien auf die Konstruktion von Geschlechtsidentitäten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271605